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Hassberge

ÖPDP positioniert sich gegen Flugplatz

Die ÖDP Haßberge beschäftigt sich schon länger mit dem Verkehrslandeplatz Haßfurt.



Auch die ÖPDP hat ich nun in einer Stellungnahme zur aktuellen Diskussion um den Verkehrslandeplatz Haßfurt geäußert und bezieht klar Stellung. Archiv: Geiling
Auch die ÖPDP hat ich nun in einer Stellungnahme zur aktuellen Diskussion um den Verkehrslandeplatz Haßfurt geäußert und bezieht klar Stellung. Archiv: Geiling  

Kreis Haßberge -  "Sowohl der Kreisverband wie auch die ÖDP-Kreistagsfraktion würden den Platz lieber heute als morgen schließen, zumal mit dem Rückzug der Stadt Schweinfurt weitere Belastungen auf unseren Landkreis zukommen", so Stefan Zettelmeier, ÖDP-Vorsitzender und Kreisrat in einer Stellungnahme. "Das Geld sollte besser in unsere Krankenhäuser, ein Allianzbad oder den ÖPNV fließen."

Das wichtigste Argument für die ÖDP sei aber die umweltschädliche Wirkung: "Fliegen ist ökologisch nicht vertretbar, zumal die allermeisten Flüge in Haßfurt auf das Konto der Hobbyfliegerei gehen." Teilweise werde noch mit verbleitem Benzin geflogen, was neben der CO2-Belastung die Luft verunreinige und als krebserregend gelte.

Hinzu komme der Lärm, unter dem vor allem die Bürger der umliegenden Gemeinden leiden würden. "Beim Überfliegen werden große Flächen beschallt, auch sonn- und feiertags, wenn sich die Menschen eigentlich nach Ruhe sehnen", so Zettelmeier. "Auch für das in direkter Nachbarschaft angrenzende, empfindliche Vogelschutzgebiet wäre ein Ende des Flugbetriebs ein Segen." Die Behauptung, es handle sich um eine wichtige Infrastruktureinrichtung, gar für den gesamten Landkreis, "können wir nicht nachvollziehen. Wenn nicht einmal Schweinfurt den Platz braucht, braucht ihn Haßfurt noch viel weniger." Mit dem "hervorragend ausgebauten Straßennetz erreichen wir sowohl das Leopoldinakrankenhaus, als auch den Bamberger Flughafen, in wenigen Minuten mit dem Rettungsfahrzeug." Unterdessen würden sich viele Bürger mehr Informationen wünschen: Wie viele Flüge, Starts, Landungen finden statt? Wer nutzt den Platz wie häufig? Wie wird sich die Nutzung in der Zukunft entwickeln, wenn - wie von Frau Bär angekündigt - Flugtaxis an Bedeutung gewinnen? Wie viele Organe werden tatsächlich pro Jahr von Haßfurt aus befördert und wie sähen die Alternativen aus? Welche Investitionen werden in den nächsten Jahren für Unterhalt, neue Auflagen usw. nötig sein und den Kreis zusätzlich belasten?

"Bevor man sich Gedanken über Spielplätze und Wirtshäuser am Flugplatz macht, müssen erst einmal alle maßgeblichen Fakten auf den Tisch", so Zettelmeier abschließend in der Stellungnahme der ÖDP. red

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Veröffentlicht am:
20. 11. 2020
12:24 Uhr

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20. 11. 2020
12:24 Uhr



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