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Hassberge

Online-Kauf endet vor Gericht

Ein Käufer wollte im Internet eine antike Tuba erstehen. Er überwies das Geld, die Ware sah er nicht.



Online-Kauf endet vor Gericht
Online-Kauf endet vor Gericht  

Hassfurt - Eine antike Tuba hat eine 48-Jährige aus dem Landkreis für 170 Euro auf einer Online-Plattform am 30. Mai dieses Jahres zum Verkauf angeboten. Das Blasinstrument weckte das Interesse eines Musikfreundes aus dem Allgäu, der das Instrument kaufte und das Geld vorab überwies. Dies war ein Fehler, denn die Auslieferung der Ware erfolgte nicht so schnell, wie deren Bezahlung. Nach vier Wochen des Wartens reichte es dem Käufer und er erstattete Anzeige wegen Betrugs. In der Folge erhielt die säumige Verkäuferin einen Strafbefehl über 1250 Euro, gegen den sie Einspruch einlegte, sodass sie sich am Mittwoch am Amtsgericht verantworten musste.

Dort gab sie "ein großes Missverständnis" als Grund für das geplatzte Geschäft an. Ihr Sohn habe - ohne ihr Wissen - das antike Teil selbst verkauft. Sie habe das Geld zurücküberweisen wollen, was sie leider vergessen habe, weil eine mehrmonatige Geschäftsreise dazwischen kam. In dieser Zeit habe sie auch nicht die Post erhalten. Sie sei "völlig perplex" gewesen, als sie von der Anzeige gegen sie erfuhr, erklärte die Frau dem Gericht. Sie habe sich damals gerade in Passau aufgehalten. Sie habe sich mit dem geprellten Käufer in Verbindung setzen wollen, jedoch habe die Polizei ihr dessen Telefonnummer nicht verraten.

Als sie wieder zu Hause war, habe sie ihm unverzüglich 170 Euro plus 30 Euro für Kosten überwiesen, wofür sich der Möchtegern-Käufer per WhatsApp bedankt habe. Kurz darauf habe sie den Strafbefehl erhalten.

Die Vorsitzende merkte an, dass die Staatsanwaltschaft sehr schnell gehandelt habe und es "blöd gelaufen" sei. Dennoch musste auch der Käufer den weiten Weg aus dem Allgäu nach Haßfurt antreten, um als Zeuge am Mittwoch auszusagen. Er habe das geplatzte Geschäft auf 30 Seiten dokumentiert und es der Polizei übergeben, sagte er im Zeugenstand. Die Angeklagte habe ihm gesagt, sie habe seine E-Mail nicht öffnen können.

Das Ende der Geschichte war versöhnlich: das Gericht stellte das Verfahren gegen die nicht vorbestrafte Angeklagte ein. Die beiden Parteien reichten sich die Hand und der Zeuge konnte sich wieder auf den Heimweg ins Allgäu machen.

Autor

Martin Schweiger
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Veröffentlicht am:
21. 11. 2019
14:48 Uhr

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Martin Schweiger

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Veröffentlicht am:
21. 11. 2019
14:48 Uhr



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