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Hassberge

Räte stimmen für landkreisweite Lösung

Sand will sich an der gemeinsamen Entsorgung des Klärschlamms im Kreis beteiligen. Darüber hinaus einigt man sich mit den Landwirten über Fahrten durch den Ortskern.



Sand am Main - Der Gemeinderat Sand stimmte jüngst der landkreisweiten Lösung zur Entsorgung des Klärschlamms zu. Bürgermeister Bernhard Ruß stellte den Gemeinderäten das überarbeitete Konzept vor, das verwirklicht werden soll.

Die teilnehmenden Gemeinden bilden einen Zweckverband; dieser ist zu 51 Prozent Teilhaber der GmbH, die gegründet werden soll. Mit der Firma SüdWasser hat mein einen Partner gefunden, der für Planung, Investition, Errichtung und Wärmeinkauf für die Trocknungsanlage Hofheim sorgt und mit 49 Prozent beteiligt sein wird.

Um eine optimale Betriebsauslastung zu gewährleisten, organisiert SüdWasser, dass immer ausreichend Filterkuchen angeliefert wird, beziehungsweise überschüssiger Filterkuchen in anderen Anlagen des Unternehmens entsorgt wird. Beim Trockengut kann überschüssiges Material in Anlagen von SüdWasser weiterverarbeitet werden.

Südwasser hat die Betriebsführung vor Ort, leitet den technischen Betrieb der Anlage, organisiert die Logistik von den Kläranlagen nach Hofheim sowie von Hofheim zum GKS und kümmert sich um weitere Reststoffe. Der Landkreis kümmert sich als Teilhaber am GKS um die Abrechnung des getrockneten Schlammes mit GKS.

Als Kosten für die Trocknung wurden 60 bis 80 Euro je Tonne mit 25 Prozent Trockensubstanz genannt, für die Verbrennung 30 bis 40 Euro je Tonne Trockenmasse, zuzüglich An- und Abtransport, wobei dieser noch nicht beziffert wurde.Der Gemeinderat war sich einig, dass das Angebot der Firma SüdWasser nicht nur ein schlüssiges Konzept, sondern auch Sicherheit im Betrieb der Anlage und der gesamten Klärschlammentsorgung bietet.

Zusätzlich muss auf der Gemeinschaftskläranlage Zeil/Sand eine Vortrocknung auf 25 Prozent Trockensubstanz erfolgen. Hierfür soll eine eigene Entwässerungsanlage angeschafft werden. Die Kosten dafür werden sich auf etwa 360 000 Euro belaufen, wovon für das Maschinenteil 160 000 Euro veranschlagt sind und für die Infrastruktur und eine Halle 200 000 Euro. Die künftigen jährlichen Betriebskosten werden wohl um etwa 178 000 Euro steigen, wovon die Gemeinde Sand einen Anteil von 53 000 Euro zu tragen hat.

Konstruktives Gespräch

Die Problematik der Fahrten durch den Ortskern zur Bewässerung der Weinberge erläuterte Bürgermeister Bernhard Ruß. Bei einem Gespräch mit Winzern und Landwirten kam man zu der Übereinkunft, dass zukünftig keine Bewässerungsfahrten durch die Maingasse, die Straße Am Sportfeld und den Wörth mehr erfolgen. Auch werden die Fahrten auf ein Mindestmaß reduziert. Abhilfe auf Dauer könne nur durch die Einrichtung von Wasserleitungen und Beregnungsanlagen durch die Winzer und Landwirte mit Hilfe staatlicher Unterstützung erfolgen. Die Gemeinde könne flankierend tätig sein, zum Beispiel bei Vorsprache bei Behörden und Bereitstellung von Flächen für Leitungen oder Becken. Eine finanzielle Beteiligung wird nicht möglich sein.

Die Beschädigungen am Auweg durch die Firma Sander Kieswerk Dotterweich (SKD) waren wiederholt Gegenstand von Beratungen im Gemeinderat, zuletzt in der Sitzung im Februar. Dabei wurde festgestellt, dass es nicht möglich ist, bei den Transportfahrten zur Verfüllung eines Teilbereiches des Baggersees den Weg nicht zu beschädigen. Ziel der Gemeinde sollte es deshalb sein, eine pauschale Regelung mit der Firma Dotterweich anzustreben.

Jetzt wurde vereinbart, dass zu der bisher gezahlten Entschädigung von 22 000 Euro, weitere 25 000 Euro von der Firma Dotterweich zu entrichten sind. Auf die Verpflichtung, den Weg für Fußgänger und Radfahrer passierbar zu halten, wurde hingewiesen. Die Instandsetzungsarbeiten erfolgen zeitnah, sobald der Auftrag des Mutterbodens im Verfüllbereich abgeschlossen ist.

Zusammen mit dem Landkreis Schweinfurt haben 39 Kommunen im Bereich der Überlandzentrale Mainfranken ihr Interesse bekundet, an einem kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk teilzunehmen. Dieses soll einen erheblichen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz leisten, um insbesondere die Reduktion der CO²-Belastung und damit das Erreichen der Klimaschutzziele zu unterstützen. Der Gemeinderat stimmte zu, sich hieran zu beteiligen. Die Kosten für Netzwerkmanagement und Moderation belaufen sich für Sand nach Abzug der Förderung auf gut 3000 Euro netto bei einer Laufzeit von drei Jahren. Für energietechnische Beratungen entstehen je Tag Kosten von 240 Euro im ersten und 400 Euro ab dem zweiten Jahr. Mit drei Gegenstimmen wurde den Beitritt zugestimmt.

Autor

Christian Licha
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Veröffentlicht am:
05. 07. 2019
18:08 Uhr

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Christian Licha

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Veröffentlicht am:
05. 07. 2019
18:08 Uhr



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