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Hassberge

Retter proben den Ernstfall

Die DLRG Ebern hat gemeinsam mit der DLRG Schonungen eine Großübung abgehalten. Der erste Fall simulierte einen Flugzeugabsturz, der zweite einen Brand.



Hier ist Teamwork gefragt. Jeder Handgriff muss sitzen, um den Verletzten zu bergen. Fotos: DLRG Schonungen/Ebern
Hier ist Teamwork gefragt. Jeder Handgriff muss sitzen, um den Verletzten zu bergen. Fotos: DLRG Schonungen/Ebern   » zu den Bildern

Ebern - Die jährliche Großübung des Jugend-Einsatz-Teams der DLRG Schonungen in Zusammenarbeit mit der DLRG Ebern war auch dieses Jahr wieder ein großer Erfolg. Mit insgesamt 120 Teilnehmern aus sieben verschiedenen Organisationen wurde gemeinsam am Freitag und am Samstag Übungen durchgeführt. Doch was ist das Jugend-Einsatz-Team und die Nacht der Wasserrettung?

Das Jugend-Einsatz-Team (kurz: JET) ist ein Jugendförderprogramm der DLRG, in welchem den Jugendlichen die Arbeit der DLRG und die Handgriffe in der Wasserrettung nähergebracht werden. In Ebern wurde das JET im Jahr 2013 ins Leben gerufen und seither wurden zahlreiche Ausbildungsstunden gehalten. Auch seit somit neun Jahren gibt es neben den Ausbildungsabenden die Nacht der Wasserrettung, welche wohl der jährliche Höhepunkt der Jugendlichen ist. Hierbei gilt es, das erlernte theoretische und praktische Wissen in umfangreichen Übungen anzuwenden. Auch ist das Kennenlernen und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen ein enorm wichtiger Bestandteil des Ausbildungsprogramms - so auch dieses Jahr.

Auf dem Programm stand jeweils eine große Übung am Freitag und am Samstag, sowie verschiedene Stationen, welche die Arbeit der DLRG beinhalten. Für den ersten Tag wurde nach dem gemeinsamen einrichten der Schlafplätze und dem Schulungsraum mit einem Vortrag über den Katastrophenschutz in der DLRG begonnen. Hierbei wurde den Jugendlichen der Katastrophenschutz allgemein sowie die Einsatzmöglichkeiten der DLRG im KatS vorgestellt. Weiter wurde auch die Vorbereitung, der Einsatz selbst und die Nachbereitung eines solchen Ernstfalles betrachtet.

Nach anschließender Stärkung und praktischen Stationen, wie der Umgang mit dem Funkgerät, dem richtigen Patientenumgang und dem technischen Vorgang "slippen" eines Hochwasserbootes, wurde den Jugendlichen durch die Johanniter Schweinfurt - Hundestaffel das Vorgehen und Arbeiten mit Hunden nähergebracht. Anschließend wurde eine Übung, ein Flugzeugabsturz in den Grafenrheinfelder Seen, gemeinsam mit der DLRG Schonungen, der JUH-Hundestaffel aus Schweinfurt und der Feuerwehr Grafenrheinfeld durchgeführt. Das dort auffindbare Szenario war ein großangelegter Sucheinsatz im und am Wasser mit einer unbekannten Anzahl von Verletzten. Nach Ankunft in Grafenrheinfeld wurde die gemeinsame Einsatzleitung aufgebaut und die einzelnen Suchtrupps mit und ohne Hunde losgeschickt.

Auch die neue Drohne der DLRG Schonungen, welche eine Wärmebild-Restlichtkamera besitzt, wurde losgeschickt um nach den insgesamt 15 Patienten zu suchen. Aufgrund des relativ unbekannten und großflächigen Gebiets für die Jugendlichen war das Hauptaugenmerk auf die richtige Koordination zu achten, um den Überblick über das Einsatzgebiet zu behalten. Die Zusammenarbeit der jeweiligen Organisationen funktionierte hervorragend und die gemeinsamen Suchtrupps konnten alle Patienten auffinden und durch Erstmaßnahmen versorgen. Die Kombination aus Wasserrettern, Feuerwehrlern und den Hundeführern mit ihren Hunden ist genau die richtige für solch einen großen Sucheinsatz mit mehreren Patienten. Insgesamt waren bei dieser Übung 60 Einsatzkräfte, 15 Mimen und 16 Fahrzeuge beteiligt. Nach erfolgreicher Suche wurde die Übung beendet und die Einsatzkräfte verlegten zum Feuerwehrhaus nach Grafenrheinfeld, wo eine Abschlussbesprechung mit allen eingesetzten Kräften und Mimen stattfand. Nur durch solch eine abschließende Besprechung ist es möglich, die Übung aufzuarbeiten, positives anzusprechen und Verbesserungsvorschläge für die nächste Übung und für einen Ernstfall mitzunehmen.

Nach einer kurzen Nacht begann für die Jugendlichen der Samstagmorgen mit einem Frühstück und anschließenden Stationen. Programm war hierbei die Fahrt mit dem neuen Hochwasserboot der DLRG Schonungen, dem Pelikan Schonungen 99/2, um das Fahren mit einer Pinne zu üben. Des Weiteren wurde das neue Einsatzmittel, die Rettungsdrohne mit Wärmebild-Restlichtkamera, vorgestellt und ein Vortrag über die Strukturen im Einsatz gehalten. Um 12 Uhr wurde dann die Alarmierung, Schiffsbrand im Schweinfurter Hafen, durchgegeben. Vor Ort erwartete die Jugendlichen ein Brand auf mehreren Frachtern und eine unbekannte Anzahl an Verletzten. Gemeinsam mit der Jugend sowie der jeweiligen Aktiven der DLRG Schonungen, der Feuerwehr Schonungen, der Feuerwehr der Stadt Schweinfurt und der der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) des Landkreises Schweinfurt wurde diese Großschadensmeldung bewältigt.

Durch eine sehr realistische Patientendarstellung durch die Notfalldarstellung des Roten-Kreuzes Schweinfurt und einem simulierten Brand mittels Rauchbomben wurde das Szenario nahe der Realität aufgebaut. Nach wasserseitigen und landseitigen Löschangriffen der Feuerwehren, galt es der Wasserrettung als Aufgabe, die Patienten von den Frachtern auf Rettungsbooten zu verlagern und zu dem festgelegten Übergabeort nach Grafenrheinfeld zu transportieren. Dort befand sich ein Sanitätszelt, in welchem die einzelnen Patienten durch weiteres medizinisches Vorgehen versorgt wurden. Es waren somit insgesamt 53 Einsatzkräfte, 24 Mimen, zwölf Fahrzeuge und fünf Boote an der Übung am Samstag beteiligt. Auch hier wurde eine Abschlussbesprechung mit der Möglichkeit für Feedback durchgeführt um Verbesserungspotenzial für weitere Übungen sowie für einen Ernstfall mitzunehmen.

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Weitere Bilder finden sich online unter www.np-coburg.de.

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Veröffentlicht am:
18. 07. 2019
14:46 Uhr

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