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Retter sind heiß begehrt

Der Feuerwehrverein Ebern zählt derzeit rund 154 Mitglieder. Über mangelndes Interesse kann man sich somit nicht beschweren.



Vor der neuen Drehleiter begrüßte Bürgermeister Jürgen Hennemann die beiden Feuerwehrmänner Nico Sonnefeld (links) und Harald Zirkel (rechts) zusammen mit den beiden Kommandanten David Pfeufer (links) und Michael Wüstenberg (rechts) in der aktiven Wehr. Foto: Becht
Vor der neuen Drehleiter begrüßte Bürgermeister Jürgen Hennemann die beiden Feuerwehrmänner Nico Sonnefeld (links) und Harald Zirkel (rechts) zusammen mit den beiden Kommandanten David Pfeufer (links) und Michael Wüstenberg (rechts) in der aktiven Wehr. Foto: Becht  

Ebern - Das Problem zu weniger Mitglieder kennt man bei der Feuerwehr in Ebern fast nicht. Diesen Eindruck konnte man zumindest bei der Jahresversammlung gewinnen. Im letzten Jahr waren sechs neue Mitglieder dazu gekommen, die sich auch alle aktiv einbringen. Damit hat der Feuerwehrverein in Ebern 154 Mitglieder, worauf Vorsitzender Anton Gerstenkorn stolz ist. Dazu haben sicher auch die vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen der Feuerwehr beigetragen.

Einen Wermutstropfen dabei gab es aber doch. So hatte sich die Feuerwehr im letzten Jahr vom Faschingswagenbau verabschiedet und das will man auch einhalten, versicherte Anton Gerstenkorn. "Wir machen die Verkehrssicherung, verkaufen Lose und Eintrittsfähnchen, viele unserer Faschingswagenbauer sind außerdem noch bei anderen Vereinen und Wagen aktiv. So langsam geht uns hier das Personal aus", erklärte er. Nicht nur für den Bau werden Freiwillige gebraucht, auch für die Bemannung des Wagens am Umzug selbst. Sollten sich allerdings wieder genügend Faschingswagenbauer und Narren für die Wagenbesetzung finden, könne darüber nachgedacht werden, wieder mitzumachen, stellte Gerstenkorn in Aussicht.

Doch dafür benötigt die Feuerwehr auch wieder mehr Platz. Die Werkstatt, in der früher der Wagen gebaut wurde, ist aktuell vom Bauhof belegt. "Da müssen wir endlich was tun", prangerte auch Feuerwehrreferent und Stadtrat Dieter Gerstenkorn bei Bürgermeister Jürgen Hennemann an. Immerhin war damals, als die Feuerwehr dem Bauhof die Halle überlassen hat, versprochen worden, in drei Jahren würde die Feuerwehr ihre Räume wieder selbst nutzen können. Bisher hat sich allerdings noch nichts getan. Doch dies, so versicherte der Bürgermeister, solle sich nun ändern. "Wir wollen uns dieses Jahr intensiv mit dem Thema beschäftigen", versprach Hennemann. Die Feuerwehr ist dabei nicht abgeneigt, eine Kombilösung mit dem Bauhof anzustreben, sodass nicht unbedingt ein eigener Neubau notwendig wird. Doch wie, was, wann und wo genau gebaut wird soll, so der Bürgermeister, in intensiven Diskussionen bestimmt werden. Denn es geht vor allem auch darum, den Bedarfsplan sinnvoll fortzuschreiben.

Eigentlich war im Rahmen der Versammlung auch die Wahl des Kommandanten geplant gewesen. Doch, so entschuldigten sich der Vorsitzende des Feuerwehrvereins und der Bürgermeister, bei der ersten Einladung, die bereits im Dezember verteilt worden war, war der falsche Wochentag genannt. Die korrigierte Einladung wurde erst Anfang Januar verteilt und war nach der offiziellen Ladungsfrist zu kurzfristig. "Damit wäre die Wahl anfechtbar gewesen", erläuterte das Stadtoberhaupt. Um dies zu vermeiden und auf der sicheren Seite zu sein, wurde die Kommandantenwahl um etwa acht Wochen verschoben.

Besonders gelobt wurde im vergangenen Jahr die erste gemeinsame Leistungsprüfung von Freiwilliger Feuerwehr und Valeo Werksfeuerwehr. "So etwas sollten wir öfter machen", befanden alle Seiten. Kommandant Michael Wüstenberg und Bürgermeister Jürgen Hennemann nahmen anschließend noch die Kameraden Nico Sonnefeld und Harald Zirkel in die aktive Wehr auf, die beiden anderen Neuzugänge, Jonas Wilhelm und Winfried Geuß waren nicht anwesend, sodass die Aufnahme bei nächster Gelegenheit nachgeholt wird.

Ein Gedanke für die Zukunft, den der Feuerwehrverein aktuell prüft, ist welche Möglichkeiten es gibt die Feuerwehrler im Einsatz, vor allem bei technischen Hilfeleistungen zum Beispiel bei Autounfällen, vor (Dauer-)Regen zu schützen. Grundsätzlich begrüßte die Versammlung den Plan, vor allem, wenn eine Lösung gefunden wird, die vielseitig einsetzbar ist. Doch über das wie, zu dem verschiedene Vorschläge gemacht wurden, müssen sich die Verantwortlichen noch einig werden.

Autor

Katharina Becht
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Veröffentlicht am:
01. 02. 2019
21:18 Uhr

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01. 02. 2019
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