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Hassberge

Richtfest in der Albrecht-Dürer-Straße

Die neue Kindertagesstätte in Ebern nimmt Formen an - und liegt dabei voll im Zeitplan. Dies ist nur ein Grund, zu feiern: Mit der neuen Einrichtung kann die Stadt künftig 100 Prozent des Bedarfes an Kinderbetreuung decken.



Der Richtspruch der Zimmerleute gehörte am Freitag dazu: Die neue Kindertagesstätte in Ebern konnte Richtfest feiern. Fotos: Helmut Will
Der Richtspruch der Zimmerleute gehörte am Freitag dazu: Die neue Kindertagesstätte in Ebern konnte Richtfest feiern. Fotos: Helmut Will   » zu den Bildern

Ebern - Voll des Lobes für Architekt und Handwerker war Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) beim Richtfest für die neue Kindertagesstätte (KiTA) in der Albrecht-Dürrer-Straße in Ebern. Mit guten Absprachen zwischen Stadt Ebern und den am Bau beteiligten Firmen, liege man gut im Zeitplan. Eine "Abordnung" künftiger Nutzer vom städtischen Kindergarten war am Freitag zum Richtfest gekommen.

Der Bürgermeister freute sich, dass Vertreter der künftigen Betreiber von der Rummelsberger Diakonie, Diakon Günter Schubert und Tina Scheller, ebenfalls anwesend waren. Ganz besonders hieß Hennemann Kinder des städtischen Kindergartens mit ihren Betreuerinnen willkommen. "Die Bauarbeiten an unserem größten Bauprojekt in diesem Jahr in der Stadt, der Kindertagesstätte, gehen zügig voran. Sie können sehen, hier ist schon viel geleistet worden", sagte das Stadtoberhaupt. Nach seinen Worten liegen die Gesamtkosten laut Berechnung bei 3 771 000 Euro. "Von der Regierung von Unterfranken haben wir einen bewilligten Zuschuss von 2 000 000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt liegt somit bei rund 1,8 Millionen Euro. Wir sehen das als eine Investition in die Zukunft."

Das sei für die Stadt Ebern wegen des Gewerbesteuereinbruchs eine große Herausforderung. Jedoch wolle man nicht an Zukunftsausgaben sparen, damit für junge Familien die Betreuung ihrer Kinder sichergestellt ist und der Standort Ebern, neben dem Schulstandort, auch als Betreuungsstandort heraus rage, damit sich Familien auch zukünftig für Ebern als Lebensmittelpunkt entscheiden. Nach den Worten Hennemanns seien bis dato 2,5 Millionen beauftragt worden und an Rechnungen habe man bisher 700 000 Euro bezahlt.

Er wies auf den Baubeginn für das zukunftsweisende Projekt im Juni 2019 hin. "Wir erreichen mit der Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte eine hundertprozentige Abdeckung der Bedarfe zur Kinderbetreuung in Ebern. Das ist meines Wissens bisher einmalig sowohl im Hassbergkreis als auch in Unterfranken sowie in ganz Bayern. Viele Städte und Gemeinden sind noch lange nicht so weit und sind froh, dass sie einen Teilbedarf abdecken können."

Mit Fertigstellung der KiTa würden 50 neue Regelplätze und 24 Krippenplätze zur Verfügung stehen. Hennemann ging kurz auf den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ein, wonach die Bundesregierung von einer Betreuungsquote von 35 Prozent ausging. "Wir haben in Ebern reagiert und eine Kinderkrippe im städtischen Kindergarten und eine in Jesserndorf eingerichtet." Am 22. Juni 2016 erfolgte das Richtfest für eine weitere Kinderkrippe am katholischen Kindergarten Arche Noah. "Damit hatten wir vier Kinderkrippengruppen in Ebern, ein Platzangebot für 44 Prozent unserer Kinder und dachten, das reicht für die Zukunft aus", sagte der Bürgermeister.

Doch weit gefehlt. Die von den Familien abgeforderte Betreuungsquote stieg schnell zunächst auf 50 Prozent und liege derzeit zwischen 60 und 70 Prozent. Um für die Zukunft aufgestellt zu sein habe die Stadt Ebern entschieden eine weitere KiTa zu errichten, an der das Richtfest gefeiert wurde. "Mit der Fertigstellung der neuen KiTa können wir die beiden Notgruppen aus der Berufsschule aufnehmen und mit der Erstellung von zwei Kindergartengruppen und zwei Kinderkrippengruppen den derzeitigen Bedarf decken", so Hennemann. Die Stadt Ebern werde nach Fertigstellung der KiTa 309 Kinderbetreuungsplätze anbieten können, 225 Kindergarten- und 84 Krippenplätze. Mit der Erweiterungsmöglichkeit der Einrichtung um zwei Kinderkrippengruppen könne die Stadt Ebern für die Zukunft 100 Prozent des Bedarfes an Kinderbetreuung decken.

Bürgermeister Hennemann zeigte sich zuversichtlich, dass zu Beginn des Kindergartenjahrs 2020/21 der Betrieb aufgenommen werden könne. Das Bauwerk gehe nicht zu sehr in die Höhe, da man eine integrative Einrichtung auf einer Ebene baue. "Wir bauen auch nicht nur ein Dach, sondern mehrere Häuschen, die aneinandergereiht sind und ein ganzes Kinderdorf entstehen lassen." Auch behinderte Kinder sollen ohne Einschränkung die Einrichtung aufsuchen können. "Ich hoffe, dass wir mit der Einrichtung den Familien mit behinderten Kindern Rechnung tragen, damit sie ihre Kinder in Ebern betreuen lassen können und sie nicht weite Wege nach Haßfurt oder in andere Einrichtungen in Kauf nehmen müssen", sagte der Bürgermeister. Man sei froh mit der Rummelsberger Diakonie einen Betreiber gefunden zu haben, die Profis auf dem Gebiet der Inklusion und Behindertenarbeit seien.

Architekt Klaus Gick aus Bamberg zeigte sich erfreut wie weit man schon nach vier Monaten Bauzeit wäre. "Der Rohbau ist fast fertig und man sieht bereits das Volumen des Baus", sagte er. Er ging kurz auf die weiteren Bauschritte ein und dankte neben der Stadt Ebern allen Handwerkern für deren Zuverlässigkeit.

Da Regen das Richtfest begleitete, verlegte Bürgermeister Jürgen Hennemann die Feierstunde nach dem Richtspruch eines Vertreters der Holzbaufirma Übel aus Walsdorf-Erlau in den Innenbereich der KiTa. Dort hatten die Kinder ihren Auftritt und zeigten mit dem Lied "Wer will fleißige Handwerker sehen" auf, was diese alles leisten.

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Helmut Will
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Veröffentlicht am:
27. 09. 2019
14:54 Uhr

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Helmut Will

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Veröffentlicht am:
27. 09. 2019
14:54 Uhr



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