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Ruth Frank übernimmt den Vorsitz

Die Kosten für das Trinkwasser der Veitensteingruppe steigen. Zudem bestimmt man in der jüngsten Sitzung eine neue Führungsspitze.



Zur neuen Vorsitzenden des "Zweckverbandes der Veitensteingruppe" wurde Ruth Frank, Bürgermeisterin von Breitbrunn, gewählt.
Zur neuen Vorsitzenden des "Zweckverbandes der Veitensteingruppe" wurde Ruth Frank, Bürgermeisterin von Breitbrunn, gewählt.   » zu den Bildern

Breitbrunn - Der Zweckverband zur "Wasserversorgung der Veitensteingruppe" konnte vor einem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiern. Heute beliefert er 32 Ortschaften und Weiler mit rund 5300 Einwohner in Unter- und Oberfranken mit rund 220 000 Kubikmeter sehr gutem Trinkwasser pro Jahr und dies bei einem günstigen Preis von 1,07 Euro/Kubikmeter.

Wie die bisherige Vorsitzende Gertrud Bühl bei der konstituierenden Sitzung betonte, müsse dieser Preis allerdings umgehend auf 1,36 Euro/Kubikmeter angehoben werden. Dies sei die erste Aufgabe des neuen Verbandsgremium, aus dem Ruth Frank, die neue Bürgermeisterin von Breitbrunn, als neue Vorsitzende gewählt wurde. Im 13-köpfigen Gremien der Verbandsversammlung, bestehend aus den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden Breitbrunn, Kirchlauter, Lauter und Baunach und denn Verbandsräten entsprechend der Einwohner und Nutzer galt es zu Beginn, eine neue Führung zu wählen. Wolfgang Holzmann schlug dabei den Bürgermeister der Gemeinde Kirchlauter Karl-Heinz Kandler vor, weil er schon 25 Jahre der Verbandsversammlung angehöre und zudem Kirchlauter die größte Abnehmergemeinde sei. Manfred Wolf stellte Ruth Frank dagegen, die Bürgermeisterin der Gemeinde Breitbrunn. Mit neun zu vier Stimmen wurde dann Ruth Frank zur Vorsitzenden des Zweckverbandes gewählt. Ihr Stellvertreter wurde zweiter Bürgermeister Peter Großkopf aus Baunach mit acht Stimmen, während auf Karl-Heinz Kandler fünf Stimmen entfielen. Zur Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses wurde Lilo Stubenrauch (Kirchlauter) bestimmt, die von den Beisitzern Karl-Heinz Kandler und Hildegard Weigmann (Lauter) unterstützt wird.

Die bisherige Vorsitzende Gertrud Bühl ging in einem Rückblick noch einmal auf die Erfolgsgeschichte des Wasserzweckverbandes seit 61 Jahren ein, weil auch sieben neue Mitglieder dem Gremium angehörten. In den sechs Jahrzehnten wurden sieben Hochbehälter zur Speicherung von rund 1800 Kubikmeter Wasser gebaut und 120 Kilometer an Leitungsnetz verlegt. Davon seien 50 km Fernleitungen, 40 Kilometer Ortsleitungen und 30 Kilometer Hausanschlussleitungen. Außerdem werden 720 Hydranten und Schieber betreut.

Jährlich würden 220 368 Kubikmeter Wasser verkauft, außerhalb des Verbandes an die Stadt Königsberg 26 627 Kubikmeter und an die Gemeinde Rentweinsdorf 3984 Kubikmeter. In der Veitensteingruppe verblieben 188 699 Kubikmeter, die sich auf die Gemeinde Kirchlauter 59 987 Kubikmeter (32 Prozent), Breitbrunn 46 181 Kubikmeter (25 Prozent), Lauter 45 459 Kubikmeter (24 Prozent), die Stadt Baunach 27 013 Kubikmeter (14 Prozent) und auf die Gemeinde Ebelsbach 10 059 Kubikmeter (fünf Prozent) verteilten. Pro Kopf und Jahr sind das 42,27 Kubikmeter oder pro Kopf/Tag 116 Liter. Die Nitratwerte liegen beim Brunnen I bei 34 mg/l und beim Brunnen II bei 37 mg/l.

Seit Januar 2020 habe man auch wieder drei aktive Brunnen, weil auch der Altbrunnen einbezogen wurde und man auf diese Weise vor dem Hintergrund der heißen Sommer genügend Trinkwasser benötige. Wie Gertrud Bühl informierte, erteilten Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt ein beschränktes Wasserrecht für den Altbrunnen bis zum Jahr 2025. Bis dahin laufe auch das Wasserrecht für die Brunnen I und II und dann müsse das Wasserrecht insgesamt für den Zweckverband neu beantragt und erteilt werden.

Der Anschluss des Altbrunnens machte es auch notwendig, dass im Maschinenhaus in Kottendorf eine Ultrafiltrationsanlage eingebunden wurde. Seit diesem Jahr würden nun aus dem Altbrunnen 4-6 l/sec dem Leitungsnetz beigefügt zur Entlastung der Brunnen I und II.

Ein weiterer Punkt war das Ergebnis der Gebührenkalkulation, die für die Jahre 2017 bis 2020 von einem Fachbüro durchgeführt worden ist. Demnach sei der bisherige Wasserpreis mit 1,07 Euro pro Kubikmeter oder 1000 Liter nicht mehr kostendeckend. Für eine Kostendeckung sei zumindest die Erhöhung auf 1,36 Euro pro Kubikmeter (27 Prozent) erforderlich. Das Büro empfehle sogar die Umsetzung der Variante mit Sonderrücklagenbildung und Erhöhung des Wasserpreises auf 1,49 Euro pro Kubikmeter, was einer Erhöhung um 39 Prozent entspreche. Ohne Rücklagenbildung müsse man mit einer weiteren Erhöhung der Gebühren um 20 Cent/Kubikmeter im Jahre 2025 rechnen. Die letzte Wasserpreiserhöhung sei im Jahre 2014 beschlossen worden. Im Durchschnitt koste ein Kubikmeter Wasser in Deutschland 2 Euro. Mit 1.07 Euro pro Kubikmeter liege die Veitensteingruppe derzeit weit unter dem Bundesdurchschnitt. Nach Vorlage dieser Gebührenkalkulation muss sich nun die Verbandsversammlung Gedanken darüber machen, wie weitere Sanierungsmaßnahmen zukünftig finanziert werden sollen. Das Gremium beschloss die neue Geschäftsordnung und Entschädigungssatzung.

Autor

Günther Geiling
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
30. 07. 2020
16:52 Uhr

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Günther Geiling

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30. 07. 2020
16:52 Uhr



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