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Hassberge

Schulen sollen Handys sammeln

Im Fokus der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses stand einmal mehr die Gelbe Tonne. Ebenso wurde die Frage behandelt, wie Mobiltelefone besser erfasst und einer sinnvollen Verwertung zugeführt werden könnten.



Eine Abstimmung in der Verwaltung ergab, dass Mobiltelefone über eigene Entsorgungs- und Verwertungswege zu erfassen seien. Symbolfoto: Maksym Yemelyanov /Adobe Stock
Eine Abstimmung in der Verwaltung ergab, dass Mobiltelefone über eigene Entsorgungs- und Verwertungswege zu erfassen seien. Symbolfoto: Maksym Yemelyanov /Adobe Stock  

Haßfurt - Die Umstellung auf das Kombi-System zur Erfassung von Leichtverpackungen zum 1. Januar 2020, verbunden mit der Einführung der Gelben Tonne, erforderte eine Fortschreibung der Abfallwirtschaftssatzung, die der "Umwelt- und Werkausschuss" in seiner jüngsten Sitzung beschloss. Es wird nun die Gelbe Tonne im Landkreis Haßberge eingeführt, daneben wird weiterhin die Möglichkeit zur Entsorgung von Leichtverpackungen über das Wertstoffhof-System angeboten.

1000 Bäume für den Landkreis Haßberge

Kreisfachberater Guntram Ulsamer informierte dann über das Projekt "1000 Bäume für den Landkreis Haßberge - Aktiv gegen den Klimawandel". Bäume zu pflanzen, sei laut Aussagen von Klimaforschern eines der wirksamsten Mittel im Kampf gegen den Klimawandel. Die Bäume nähmen die von Menschen verursachten Kohlendioxid-Emissionen auf und könnten so die Erderwärmung begrenzen. Der Landkreis Haßberge wolle durch die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern auf seinen Liegenschaften und dem Freigelände der Einrichtungen ein Zeichen setzen über zwei beispielhafte Pflanzaktionen in den Jahren 2020 und 2021, bei denen 1000 Klima-Bäume gesetzt werden sollen.

Die Pflanzungen sollen prinzipiell zusammen mit engagierten Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern aller Schulen im Landkreis erfolgen. Mit der Umsetzung wurde das Sachgebiet "Gartenbau und Landespflege" beauftragt und als Zuwendung für die Realisierung des Vorhabens für die beiden Jahre jeweils 10 000 Euro festgelegt.

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Um eine Erhöhung des Mitglieds-Beitrages ging es beim "Naturpark Steigerwald e.V.", der bisher im Tourismusverband Steigerwald beziehungsweise dem Kreis-Tourismus des Landkreises Neustadt an der Aisch integriert gewesen sei. Die Geschäftsstelle des Naturparks Steigerwald agiere nun aber eigenständig, wodurch zusätzlich Ausgaben für den laufenden Betrieb erforderlich wurden. Der Mitgliedsbeitrag der sechs Landkreise (Neustadt an der Aisch, Haßberge, Bamberg, Schweinfurt, Kitzingen und Erlangen-Höchstadt) lag bisher bei 60 000 Euro und wurde nun ab dem Jahr 2020 auf 92 500 Euro erhöht. Für den Landkreis Haßberge bedeutet dies entsprechend dem Flächenanteil am Naturpark Steigerwald von 21,1 Prozent eine Beitragserhöhung von 12 660 Euro auf 19 517 Euro aus. Außerdem beteiligt sich der Landkreis Haßberge am "Projekt Wandern" (einheitliche Beschilderung und Wander-Informationstafeln) mit einer Sonderumlage von 8504 Euro und an einer Standortanalyse Naturparkzentrum mit 5000 Euro.


Der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Wilfried Neubauer gab auch einen Zwischenbericht zum Abfallwirtschaftsbetrieb und legte die Gewinn- und Verlustrechnung vor. So sehe der Wirtschaftsplan 2019 einen Jahresverlust von 867 800 Euro vor. Zudem sei eine Entnahme aus der Rückstellung von Gebührenüberschüssen aus den Vorjahren mit 729 700 Euro vorgesehen. Die zur Abrechnung kommenden Gebührensätze seien seit dem 1. Januar 2016 gültig. Eine Neukalkulation der Abfallentsorgungsgebühren sei wegen der Einführung des Behälter-Identsystems auf den 1. Januar 2021 festgelegt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt zum 30. Juni mit einem Überschuss von 85 073 Euro ab.

Die SPD-Fraktion hatte die Frage aufgeworfen, wie Mobiltelefone besser erfasst und einer sinnvollen Verwertung zugeführt werden könnten. Eine Abstimmung in der Verwaltung hatte das Ergebnis erbracht, dass Mobiltelefone über eigene Entsorgungs- und Verwertungswege zu erfassen seien. Das Sammeln auf den Wertstoffhöfen sei nicht zulässig. Sie würden heute bereits bei Händlern oder an anderen Stellen gesammelt und der Verwertung zugeführt. Von Fall zu Fall würden ja auch Handys in Zahlung gegeben. Dennoch sei vom Landkreis beabsichtigt, ab dem kommenden Schuljahr an zwei Schulen, vorzugsweise an den Gymnasien in Ebern und Haßfurt, über einen Versuchszeitraum mit dem Sammeln zu beginnen. Das werde aber sicherlich Kosten sowohl für die Beschaffung von Behältern als auch für den Transport aus den Anlagen verursachen. Die Ausschussmitglieder wurden von Wilfried Neubauer auch über eine Änderung des Müllanlieferungs-Vertrages wegen Mitverbrennung von Klärschlamm informiert. Die Fernwärmegesellschaft beim GKS in Schweinfurt habe nämlich die Entscheidung getroffen, die Anlagen des Kohleteils auf die Mitverbrennung von Biobrennstoffen umzurüsten. Insbesondere könne dann getrockneter Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen nach einer Vorbehandlung eingesetzt werden. Der Landkreis Haßberge habe sich hier ein Kontingent von rund 2700 Tonnen pro Jahr reservieren lassen. Er könne den Nachvertrag zum Müllanliefer-Vertrag allerdings erst dann mit dem GKS abschließen, sobald der Zweckverband im Landkreis Haßberge gegründet sei, der sich zur Lieferung von getrocknetem Klärschlamm verpflichte.

Die Abfallvermeidungsmaßnahme "Möbel-Z.A.K. - der Gebrauchtmöbelmarkt des Landkreises Haßberge" wird im Jahre 2020 weitergeführt, obwohl im Jahre 2018 ein Fehlbetrag von 112 832 Euro erreicht wurde und auch der Zwischenbericht aus dem ersten Halbjahr 2019 einen Fehlbetrag von 70 803 Euro aufweist. In der Hochrechnung werde somit der vom Umwelt- und Werkausschuss genehmigte Betrag von 130 000 Euro überschritten. In dem Projekt seien fünf Mitarbeiter beschäftigt und eine weitere Reduzierung sei nicht möglich. Es soll aber im kommenden Jahr der Versuch unternommen werden, den Fehlbetrag unter die vorgegebene Grenze von 130 000 Euro zu bringen.

Autor

Günther Geiling
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
28. 11. 2019
17:44 Uhr

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Günther Geiling

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Veröffentlicht am:
28. 11. 2019
17:44 Uhr



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