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Solarenergie löst Diskussionen aus

Der Gemeinderat Maroldsweisach hatte jüngst über zwei Anträge für den Bau von Fotovoltaikanlagen zu entscheiden. Für eine gab es ein Ja. Die zweite Entscheidung wurde vertragt.



Bürgermeister Wolfram Thein (links), vereidigt den Ortssprecher von Voccawind, Rene Müller (rechts). Hinten verdeckt Geschäftsleiter Armin Bogendörfer und Bauamtsleiter Andre Grüner. Foto: Helmut Will
Bürgermeister Wolfram Thein (links), vereidigt den Ortssprecher von Voccawind, Rene Müller (rechts). Hinten verdeckt Geschäftsleiter Armin Bogendörfer und Bauamtsleiter Andre Grüner. Foto: Helmut Will   » zu den Bildern

Maroldsweisach - Der Marktgemeinderat Maroldsweisach hat am Montag im Hartlebsaal über zwei Anträge für Freiflächenfotovoltaikanlagen beraten. Für die Anlage bei Gresselgrund gab es Zustimmung, die Entscheidung über die Anlage zwischen Gückelhirn und Geroldswind wurde vertagt. Zudem wurde der Ortssprecher von Voccawind wurde vereidigt und der Beitritt zur Musikschule Ebern beschlossen.

Vereidigungen

Vereidigt wurde im Rahmen der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Rene Müller als Ortssprecher für Voccawind. Er war erst kürzlich gewählt worden. Für den Wasserzweckverband Gemeinfelder Gruppe wurden als Vertreter von Maroldsweisach Bürgermeister Wolfram Thein bestimmt. Für Ditterswind gehören dem Zweckverband Gerhard Gagel (SPD), Peter Hellmuth, Jörgen Hellmuth und Dieter Bauer an, für Gresselgrund sind dies Erwin Schneider, für Marbach Walter Graumann, für Todtenweisach Michael Bätz und für Gückelhirn Sven Scheidler. Auch die Vertreter wurden benannt.


Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) erklärte eingangs, dass bereits bei einer Gemeinderatssitzung über die acht vorgesehenen Freiflächenfotovoltaikanlagen informiert wurde. Negative Stimmen habe er hierzu bisher nicht vernehmen können. Nun gelte es, die vorliegenden Anträge zu behandeln und eine Entscheidung treffen. Gemeinderat Martin Schramm (FWG) fragte, ob geklärt sei, wie es künftig mit der Gewerbesteuer für die Gemeinde aussehe und ob sich die Antragsteller diesbezüglich schon geäußert hätten. Eine feste Aussage vermochte Bürgermeister Thein hier nicht zu treffen. "Es wird sich wohl unterschiedlich darstellen. Wir erwarten schon Gewerbesteuereinnahmen, aber es kommt darauf an, wie sich die Unternehmen hierzu positionieren. Es hängt auch von der Gesellschaftsform ab, die für die Anlagen gewählt werden", so Thein. Er gehe davon aus, dass man vorab vertraglich einiges regeln könne. Dritte Bürgermeisterin Ramona Schrapel (FWE) schlug vor, die Meinung aller acht Antragsteller einzuholen und darüber in einer weiteren Gemeinderatssitzung zu sprechen. Gemeinderat Harald Deringer (CSU) drängte darauf, dass der Sitz der Anlagen in Maroldsweisach gewählt werden sollte.

Gemeinderat Gunther Hartleb (SPD) sprach sich dafür aus, dass die Anlage in Gresselgrund eine Zustimmung erfährt. "Die Leute in Gresselgrund stören sich ganz offensichtlich an der geplanten Anlage nicht, deshalb sollten wir zustimmen", sagte er. So geschah es dann auch. Das Gremium fasste den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes für die Anlage in Gresselgrund, Gemarkung Ditterswind, einstimmig.

Gleiches Verfahren war für die Anlage zwischen Gückelhirn und Geroldswind vorgesehen. Der Bürgermeister informierte, dass hierzu kürzlich eine Info-Veranstaltung in Gückelhirn stattgefunden habe. Gemeinderätin Melanie Gräbner (CSU) bemängelte, dass zu dieser Veranstaltung die Altensteiner Bürger nicht eingeladen gewesen seien, obwohl sie betroffen seien. Sie könnten direkt auf die Anlage sehen und auch eine Blendwirkung sei zu befürchten. "Ich habe versucht, von meinem Urlaubsort aus noch kurzfristig zu informieren und auch in der Presse wurde auf die Veranstaltung hingewiesen", betonte Gräbner. "Allerdings konnten nicht alle erreicht werden." Auch wurde bemängelt, dass die Altensteiner durch die Anlage eine Minderung ihrer Grundstücke befürchten. Bürgermeister Thein entgegnete, dass er auch angeregt habe, die Bevölkerung von Altenstein und Pfaffendorf einzuladen. Allerdings sei nicht die Gemeinde Veranstalter gewesen. Melanie Gräbner schlug vor, diesen Tagesordnungspunkt zu streichen. Gemeinderätin Doreen Büschel (SPD) stellte einen entsprechenden Antrag, dem bei zwei Gegenstimmen gefolgt wurde. Nun soll für die Altensteiner und Pfaffendorfer eine entsprechende Information folgen, bevor der Antrag wieder auf der Tagesordnung erscheint.

Weiterhin ging es in der Sitzung um einige Anträge. Von der Feuerwehr Maroldsweisach mit Löschgruppe Voccawind lag ein Antrag auf Beschaffung von Einsatzstiefeln vor. Bürgermeister Thein schlug vor, hier einen Grundsatzbeschluss für alle Wehren im Gemeindegebiet zu fassen. "Manche haben Gummi-, manche Lederstiefel", sagte Thein. Vorgeschlagen wurde von der Feuerwehr mit dem federführenden Kommandanten Wolfgang Harnauer (SPD), der Gemeinderatsmitglied ist, Stiefel im Wert von 125 Euro zu kaufen. Nach eingehender Diskussion und Abwägung wurde der Grundsatzbeschluss gefasst, Einsatzstiefel im Wert von 125 Euro nach und nach für alle Feuerwehrleute anzuschaffen. André Grüner, Leiter der Bauverwaltung der Marktgemeinde, erläuterte dem Gremium eine Anzahl von Bauanträgen, die von der Verwaltung behandelt und dem Landratsamt zugeleitet wurden. Beschlossen wurde auch, der Musikschule Ebern beizutreten. Zweite Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner, die schon länger auf eine Entscheidung im Gemeinderat gedrängt hatte, erläuterte die Modalitäten des Beitritt. Für einen Jahresbeitrag von 2500 Euro könnten alle Altersgruppen bedient werden.

Derzeit besuchen 17 Kinder aus Maroldsweisach schon die Musikschule. Bürgermeister Wolfgang Thein war es wichtig, dass alle Kinder aus dem Gemeindegebiet Zugang zur Musikschule haben sollten. In dieser Sache habe er auch mit den Verantwortlichen der Weisachtaler Blasmusik gesprochen. "Wir sollten es erst einmal für ein Jahr ausprobieren, wie es funktioniert", sagte Thein, der auch meinte, dass mancher Unterricht in Maroldsweisach stattfinden könne. Wie es sich aber tatsächlich gestalte, müsse man der Musikschule überlassen. Es wurde beschlossen, pro Gemeindeeinwohner einen Beitrag von 50 Cent, höchstens 2500 Euro an die Musikschule zu zahlen.

Auf Frage von Gemeinderätin Doreen Büschel sagte Thein, dass die Tankstelle im Gewerbegebiet "Bleichäcker" nach Abnahme durch den TÜV wohl am 31. Juli eröffnet werden könne.

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Helmut Will
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Veröffentlicht am:
21. 07. 2020
19:02 Uhr

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Helmut Will

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21. 07. 2020
19:02 Uhr



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