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Aus dem Gemeinderat in Kürze

Sonnige Aussichten für Solarpark Buch

Die Gemeinde Untermerzbach legt die Pläne nochmals vor. Diesmal mit mehr Platz für Wild und einem strengeren Konzept für die Bepflanzung.



Im Untermerzbacher Gemeindeteil Buch soll auf einer Fläche von 21 Hektar ein Solarpark mit Photovoltaikmodulen entstehen. Kritiker sind der Meinung, dass das Vorhaben den Naturraum und auch die Schönheit in diesem Teil des Gemeindegebietes zerstört. Bei einem Bürgerentscheid im September hatte sich jedoch eine deutliche Mehrheit für das Projekt ausgesprochen. Archivfoto: Bernd Settnik/dpa
Im Untermerzbacher Gemeindeteil Buch soll auf einer Fläche von 21 Hektar ein Solarpark mit Photovoltaikmodulen entstehen. Kritiker sind der Meinung, dass das Vorhaben den Naturraum und auch die Schönheit in diesem Teil des Gemeindegebietes zerstört. Bei einem Bürgerentscheid im September hatte sich jedoch eine deutliche Mehrheit für das Projekt ausgesprochen. Archivfoto: Bernd Settnik/dpa  

Untermerzbach - Die Untermerzbacher kommen, was den Solarpark Buch betrifft, nicht zur Ruhe. Nun standen die Pläne erneut im Fokus der Gemeinderatssitzung. Man erinnere sich: Beim Bürgerentscheid im vergangenen September stimmt eine klare Mehrheit für den Bau der Solaranlage nahe Buch. Die Bürgerinitiative, die sich zuvor leidenschaftlich dagegen eingesetzt hatte, war somit offiziell gescheitert.

Schon beim Auszählen der Stimmen zum Bürgerentscheid wurde damals deutlich, dass die Befürworter des Solarparkprojektes die Nase vorne hatten. Die Stapel der Wahlzettel mit den "Nein-Stimmen" waren deutlich höher, als die mit den "Ja-Stimmen." 48 Prozent aller Bürger der Gemeinde Untermerzbach und ihrer Ortsteile beteiligten sich an der Abstimmung, deren Ergebnis lautete: Mit "Nein" hatten 506, mit "Ja" lediglich nur 154 Wähler gestimmt.

Mittlerweile wurden Vorschläge und Anregungen aus der Gemeinde und von behördlicher Seite in die Pläne eingearbeitet, jetzt soll alles passen. Am Montag billigte der Gemeinderat Untermerzbach einstimmig die dritte Änderung des Flächennutzungsplans sowie des Bebauungsplans für den "Solarpark Buch". Bei dem neuesten Entwurf wurde erneut an einigen Stellschrauben gedreht und Anregungen aus früheren Befragungen der Öffentlichkeit eingearbeitet.

Wie geplant setzt man auch weiterhin auf eine Umzäunung ohne Sockel. So sollen Hasen oder Igel in ihrer Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt werden. Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) führte aus, dass in dem neuen Entwurf auch ein begrünter Korridor zwischen den beiden Teilflächen hindurch führe, um auch größeren Wildtieren wie Wildschweinen oder Rehen eine Querung des Geländes zu ermöglichen. Explizit wird im Entwurf auch die Bepflanzung des Areals intensiviert. Neben den Streuobstwiesen am östlichen Grundstücksrand in Richtung Wald sollen auch die Sträucher der Eingrünungen mindestens 40 Prozent der festgesetzten Fläche unter Verwendung von heimischen Arten wie Feldahorn, Hasel, Heckenkirsche oder Wildrose einnehmen. Explizit wird auch der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden verboten sowie die Schnitt- und Pflegezeiten eingeschränkt, um "extensives Grünland zu entwickeln".

Mit Argwohn hatten Skeptiker auch die Bauhöhe der Solarmodule beäugt. Sepp Bichler, Geschäftsführer der als Betreiber fungierenden Energiebauern GmbH, hatte am ersten Infoabend im Frühjahr in Buch von rund 3,5 Metern gesprochen. Bei der jetzigen Änderung ist die maximale Höhe der Bauteile auf 3,2 Meter festgesetzt.

Eine Diskussion lösten die Pläne bei den Gemeinderäten erwartungsgemäß nicht aus. Diese hatten dem Projekt vor dessen Ergänzung ja bereits Mitte des Jahres zugestimmt. Mit der nun abgesegneten 3. Änderung in Flächennutzungs- und Bebauungsplan beschlossen die Mitglieder des Gemeinderats außerdem eine erneute frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden. Die Pläne und Erläuterungen werden also nochmals zur Einsichtnahme ausliegen.

Autor

Christian Schuster
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Veröffentlicht am:
06. 11. 2019
00:00 Uhr

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Autor

Christian Schuster

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Veröffentlicht am:
06. 11. 2019
00:00 Uhr



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