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Hassberge

Stets freundlich und zuverlässig

In Königsberg hat Hans Stark, ein Kind des Haßgaues, kürzlich seinen 90. Geburtstag gefeiert. Sein ganzes Leben war er seiner Heimat treu verbunden.



Seinen 90. Geburtstag konnte Hans Stark in Königsberg am Montag feiern. Gratulanten waren auch der zweite Bürgermeister der Stadt Königsberg Alexander Krauser (links) und stellvertretender Landrat Oskar Ebert (rechts). Foto: Snater
Seinen 90. Geburtstag konnte Hans Stark in Königsberg am Montag feiern. Gratulanten waren auch der zweite Bürgermeister der Stadt Königsberg Alexander Krauser (links) und stellvertretender Landrat Oskar Ebert (rechts). Foto: Snater  

Königsberg - In wirtschaftlich und politisch unruhige Zeiten hinein, wurde Hans Stark am 11. November 1929 als drittes von elf Kindern, in Hofheim geboren, wo er auch aufwuchs und zur Schule ging. Nach dem Schulabschluss absolvierte er ab 1944 in einer Schreinerei in Haßfurt eine Lehre, die er unterbrechen musste, nachdem er wie viele Gleichaltrige, zwar nicht zum Kriegsdienst, aber als "Schanzenbub" zum Bau von Panzergräben, ins Saarland beordert wurde.

Es war nicht zuletzt das starke Interesse für Technik und der Spaß am Tüfteln an Motoren und Maschinen, weshalb er sich in den Jahren des Wiederaufbaues nach dem Krieg umorientierte. Mit 19 Jahren erlangte er die Berechtigung zum Führen von Lastkraftwagen und übte dann, für 28 Jahre, den Beruf des Kraftfahrers aus.

Neben dem Beruf war es sein ausgeprägter Sinn für Gemeinschaft, Geselligkeit und Heimatverbundenheit, die ihn für zahlreiche Vereine aktiv werden ließ. Viele Jahre war er als Torwart Teil der ersten Mannschaft beim Hofheimer Sportverein. Beim Hofheimer Carnevals Club brachte er sich bei den Faschingsveranstaltungen ein und für die Freiwillige Feuerwehr Hofheim verrichtete er 25 Jahre lang seinen aktiven Dienst. Gerne beschäftigte er sich darüber hinaus mit Fotografieren, hatte Freude am Modellbau und, als er noch besser zu Fuß war, auch am Wandern. Sein größtes Projekt aber, dem er sich immer leidenschaftlich widmete, war und ist der Hofheimer Fanfaren- und Spielmannszug. Zusammen mit drei Gleichgesinnten hatte er diesen Musikverein 1958 ins Leben gerufen, war aktiver Musiker, stellvertretender Stabführer und stand über Jahrzehnte als zweiter und erster Vorsitzender an der Spitze des Vereins. Heute ist er Ehrenvorsitzender und nach wie vor eng mit seinem Spielmannszug verbunden.

Nachdem er sein privates Glück gefunden und 1965 geheiratet hatte, gehörten bald zwei Kinder zur Familie. Man entschloss sich, im nahegelegenen Königsberg ein Haus zu bauen und dorthin umzuziehen. Hier war der Jubilar inzwischen beruflich eingesetzt, aber unter anderem auch, durch seine Zugehörigkeit zur Bürgerwehr und zur Schloßberggemeinde, ins lokale Leben der Regiomontanusstadt eingebunden. 31 Jahre lang gehörte er dem Kommando der Bürgerwehr an und führte in dieser Zeit das Trommlerkorps als dessen Tambourmajor. So kam es auch, dass er 1976 noch einmal den Arbeitsplatz wechselte und als Angestellter der Stadt Königsberg, zunächst im Bauhof und für zwölf Jahre, bis er im Jahre 1995 in Rente ging, als Hausmeister der hiesigen Grundschule, tätig war. Handwerklich geschickt, hilfsbereit und voller Tatkraft, brachte sich der Hans immer wieder für die Gemeinschaft ein. Zusammenhalt, kameradschaftliches und kollegiales Verhalten sind ihm dabei immer wichtig gewesen.

Ganz in den Dienst der Sache gestellt, trug er schon mal ein paar Blessuren davon. Dazu gehört ein mehrfach gebrochenes Bein während eines Fußball-Pokalspieles in Haßfurt 1953. Für neun Monate war er damals außer Gefecht gesetzt. Dem ansonsten noch recht agilen, rüstigen Rentner machen die Spätfolgen der Verletzung heute beim Gehen sehr zu schaffen. Neben all den Ehrungen, die er im Laufe der Jahre für sein ehrenamtliches Engagement erhielt, hat er sich über die Verdienstmedaille des Bayerischen Ministerpräsidenten, die ihm 2008 verliehen wurde, besonders gefreut. Bei der täglichen Lektüre der Heimatzeitung informiert er sich über das Tagesgeschehen. Er kennt viele Begebenheiten und Ereignisse, die sich früher, sowohl in Hofheim, als auch in Königsberg, zugetragen haben. Die Leute schätzen Hans Stark wegen seiner freundlichen, humorvollen Art, wenn man ihm beispielsweise auf seinen Besorgungs- und Einkaufstouren in der Stadt begegnet, die er noch selbstständig erledigen kann.

Neben den Verwandten, Bekannten und vielen Freunden gratulierten an diesem Tag auch stellvertretender Landrat Oskar Ebert für den Landkreis und zweiter Bürgermeister Alexander Krauser für die Stadt Königsberg zu diesem besonderen Ehrentag und wünschten noch viele gesunde und glückliche Jahre.

Autor

Gerold Snater
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Veröffentlicht am:
11. 11. 2019
17:02 Uhr

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Autor

Gerold Snater

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Veröffentlicht am:
11. 11. 2019
17:02 Uhr



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