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Hassberge

Touristen achten zunehmend auf Genuss

Bequeme Betten, eine schöne Umgebung: All das ist den Gästen einer Region wichtig. Aber noch etwas anderes gewinnt immer mehr an Bedeutung: die Kulinarik.



Hinter diesen Mauern des alten Brauhauses in Köslau entstanden Ferienwohnungen mit futuristischer Architektur und Wellness vom Feinsten. Der gelungene Umbau wurde auch mit dem Denkmalförderpreis ausgezeichnet. Foto: Günther Geiling
Hinter diesen Mauern des alten Brauhauses in Köslau entstanden Ferienwohnungen mit futuristischer Architektur und Wellness vom Feinsten. Der gelungene Umbau wurde auch mit dem Denkmalförderpreis ausgezeichnet. Foto: Günther Geiling  

Rügheim - "70 Prozent der Reiseentscheidung hängt vom Essen und Trinken ab und da haben wir eine Riesenchance. Viele Betrieb sind auch schon beim "slowfood' und 'natürlich von hier'. Trotzdem ist es noch ein unbekanntes Deutschland, wo man Neues entdecken kann mit unseren Alleinstellungsmerkmalen Genuss, Natur und Landschaft, Burgen und Schlössern sowie Kunst/Kultur und Feinsinnigkeit." Dies betonte Peter Zimmer auf dem dritten Tourismus-Treffen des "Haßberge-Tourismus im Naturpark Haßberge", bei dem die Ergebnisse des "touristischen Entwicklungs- und Handlungskonzeptes" vorgestellt wurden. Ebenso stellte man die Frage, wo denn nun die Reise hingehe.

"Die Freizeit- und Tourismuswirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Standortfaktor in der Region entwickelt", betonte Landrat Wilhelm Schneider bei der Begrüßung der zahlreichen Teilnehmer. Die positiven Entwicklungen spiegelten sich in vielem wieder, zum Beispiel in wertvollen Kultureinrichtungen wie dem Zeiler Hexenturm, dem archäologischen Museum in Bad Königshofen, dem Rückert Poetikum in Oberlauringen, dem Burgeninformationszentrum auf der Burgruine Altenstein, im Krippenmuseum in Baunach und im Dokumentationszentrum der Ritterkapelle in Haßfurt.

Der Tourismus stelle auch für die Region einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar, was die Zahlen belegten. So hätten sich die Übernachtungszahlen im Gebiet der Haßberge im Jahr 2014 mit 460 000 auf 529 000 Übernachtungen im Jahr 2017 um 15 Prozent gesteigert. Der Bruttoumsatz erfahre damit eine Steigerung um 16 Prozent und damit von 36 auf 42 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum liege die Zunahme der Tagestouristen bei 41 Prozent. Für den Bruttoumsatz im Gastgewerbe bedeute dies im gleichen Zeitraum eine Zunahme von 31 Prozent oder von 34 Millionen Euro auf 44 Millionen Euro.

Gegen Wirtshaussterben

Um die Region sowohl für die Bevölkerung als auch nach außen für Gäste attraktiv zu halten, sei es aber notwendig, immer wieder in die Infrastruktur zu investieren. Positive Beispiele seien hier die Franken-Therme, die Frei- und Hallenbäder, der Ellertshäuser See oder Top-Wohnmobilstellplätze. Natürlich bekomme man auch mit, dass Gasthäuser wegen mangelnder Nachfolgeregelung schließen. Hierbei verwies er auf eine neue Initiative der Bayerischen Staatsregierung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, die eine Kampagne gegen das Wirtshaussterben gestartet hätten.

Laut Ministerpräsident Markus Söder sollen hier 20 Millionen in die Unterstützung von Modernisierungen und zehn Millionen in den barrierefreien Umbau fließen. Er könne den Gastwirten nur empfehlen, dieses Beratungsangebot und die finanziellen Hilfen auch in Anspruch zu nehmen. Dem stimmte auch der Kreisvorsitzende des Gaststättenverbandes Michael Bayer zu, der kurz über die Möglichkeit der "Blitzlichtberatung" informierte.

In mehreren Workshops habe man sich nun über die touristische Qualität und die Dynamik in der Tourismusbranche Gedanken gemacht und dabei auch aktuelle Trends berücksichtigt. Es seien Themen und Projekte definiert worden, die nun umgesetzt werden sollten. Bürgermeister Wolfgang Borst, Hofheim, hielt es für begrüßenswert, wenn die Region auf den Prüfstand genommen werde. Auch in Hofheim sei man sehr bemüht, auf die Trends und Entwicklungen zu reagieren. Generell habe die Beliebtheit Hofheims als Wohnort in den letzten Jahren zugenommen. Aber auch die Übernachtungs- wie auch die Ankunftszahlen hätten sich positiv entwickelt. In der Zeitspanne von 2011 bis 2017 seien die Übernachtungszahlen um 36 Prozent auf 37 678 gestiegen und die Zahl der Ankünfte um 52 Prozent, von 12 516 auf 18 894.

Bei den Maßnahmen und Projekten wurde das "themenoffensive Rad" angesprochen. Das E-Bike werde immer mehr zu einer Riesennummer und das sollte man nicht unterschätzen. Aber auch Events und Veranstaltungen wie der Mainathlon in Eltmann, der Triathlon in Hofheim, der Haßbergritt oder Sternradtouren hätten eine besondere Anziehungskraft.

Beim Projekt "Wandern und Natur" wolle man das Thema "Kelten" erweitern mit einem Kelten-Erlebnisweg und mehr Kulturwegen. Aber auch hier sei der Trend spürbar "weniger ist mehr", "denn die Wanderwege werden kürzer und die Einkehrschwünge länger", betonte Peter Zimmer.

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Günther Geiling
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Veröffentlicht am:
05. 07. 2018
17:30 Uhr

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Günther Geiling

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Veröffentlicht am:
05. 07. 2018
17:30 Uhr



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