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Hassberge

Unmut über Baustillstand

In der Straße Julius-Allee in Eyrichshof klafft ein Loch. Dieses nahm der Bauausschuss in Augenschein und erfuhr, weshalb es hier zu Verzögerungen kommt.



Am "Loch des Anstoßes": Der Bauausschuss mit Bürgermeister Jürgen Hennemann (Fünfter von rechts) informierte sich mit Diplomingenieur Hans-Joachim Brandt (links neben dem Bürgermeister), wie es mit der Erschließung der Firma Lang weiter geht. Fotos: Helmut Will
Am "Loch des Anstoßes": Der Bauausschuss mit Bürgermeister Jürgen Hennemann (Fünfter von rechts) informierte sich mit Diplomingenieur Hans-Joachim Brandt (links neben dem Bürgermeister), wie es mit der Erschließung der Firma Lang weiter geht. Fotos: Helmut Will   » zu den Bildern

Ebern - Zu seiner ersten Sitzung in der neuen Wahlperiode trat der Bauausschuss der Stadt Ebern am Mittwochabend zusammen. Es fanden zunächst zwei Ortseinsichten statt, im Anschluss wurden im Betreuungsgebäude der Grundschule mehrere Bauanträge behandelt.

Bauanfragen und Anträge

Zugestimmt wurde einer Bauvoranfrage der Firma Fertsch-Angermüller über den Neubau einer Lagerhalle in Eyrichshof. Ebenso wurde dem Tekturplan der Firma Manfred Lang zugestimmt, der im Innenbereich des Büros Änderungen vornehmen möchte. Auch ein Ja gab es zu dem Antrag von Lang auf Errichtung von fünf Fertiggaragen und einem Schwerlast-Rollregal.

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Jochen Horn aus Höchstädten möchte eine Fotovoltaik-Freiflächenanlage auf seinem Grundstück in der Kasernenstraße errichten. Auch dazu wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Zustimmung auch zum Antrag von Frank Friedrich für den Neubau einer Lagerhalle auf dem ehemaligen oberen Exerzierplatz.

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Waldemar Schoppel, Frickendorf, stellte eine Bauvoranfrage auf Neubau einer Stahlhalle im Rauenecker Weg in Frickendorf. Dem wurde zugestimmt. Die Firma Vodafone möchte auf der Flurnummer 15 in Vorbach, Gemarkung Haube, eine Mobilfunkanlage auf dem bereits für den Behördenfunk vorhandenen Masten bauen. Dem wurde zugestimmt.


Der "Baustillstand" auf der Kreisstraße HAS 49, Julius-Allee in Eyrichshof wurde mitunter öffentlich bemängelt. Die Kreisstraße ist in Eyrichshof infolge der Neuansiedlung der Firma Manfred Lang im dortigem Bereich und den damit erforderlichen Anschlüssen im Straßenkörper seit einiger Zeit für den Durchgangsverkehr gesperrt. Hier erkundigte sich das Gremium und wurde dabei von Hans-Joachim Brandt, vom Ingenieurbüro SRP Zeil, beraten.

Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) führte aus, dass sich die Erschließung der genannten Firma verzögere, weil unvorhersehbare Probleme aufgetreten seien. Hierzu erläuterte Diplomingenieur Brandt, dass es sich nach außen hin eigentlich um eine kleine Baumaßnahme handele. "Aber die hat es in sich, wir haben hier einen Mischwasser- und Stauraumkanal vorgefunden. Es sind komplizierte Abwasserprobleme vorhanden," sagte er. Es sei zu beachten, dass von der Firma Lang nicht zu viel Abwasser zugeführt werde, weshalb ein Rückhaltebecken erforderlich ist. Dafür müsse jedoch ein eigens gefertigter Schacht gebaut werden, an dem sich die Firma Lang finanziell mit einbringe. "Das ist auch der Grund des Baustillstands, weil der Schacht erst gefertigt werden muss, sonst sind aber schon weitere erforderliche Baumaßnahmen erledigt", so Hans-Joachim Brandt. Er und Bürgermeister Hennemann waren der Meinung, dass Ende Mai weiter gebaut werden könne. "Diese Maßnahme muss vernünftig und zukunftssicher gelöst werden", so der Bürgermeister. Über die erhöhten Baukosten, vorgesehen waren 180 000 Euro, vermochten er und Brandt noch keine Aussagen zu machen.

Räume nehmen Gestalt an

Auch die neue Kindertagesstätte in der Albrecht-Dürer-Straße wurde besichtigt. Hier stand als fachkundiger Berater Klaus Gick vom Architektenbüro Gick & Partner zur Verfügung. Auf dem Neubau stellte Bürgermeister Jürgen Hennemann fest, dass der Baufortschritt zufrieden stellend sei. Klaus Gick erläuterte bisher getätigte Bauabschnitte. So sei der Estrich eingebracht worden. Die Baufirmen wären trotz Corona bei der Stange geblieben, der Baufortschritt sei nicht beeinträchtigt gewesen.

"Nächste Woche schon können einzelne Räume Gestalt annehmen." Er sei zuversichtlich, dass Mitte Juli mit der Einrichtung begonnen werden könne. Seiner Meinung nach wird das Haus außen in etwa vier Wochen "Farbe annehmen." Wie sich der Bauausschuss überzeugen konnte, beherbergt der Neubau große, helle und zweckmäßige Räume. Die Außenanlagen können nach den Worten von Hennemann nicht gleich ganz fertig gestellt werden, da erst die ehemalige Berufsschule abgerissen sein muss, weil dort noch Flächen für die Außengestaltung gebraucht würden. Wenn die Kindertagesstätte komplett fertig ist, habe die Stadt die Vorgaben zu einhundert Prozent erfüllt, so der Bürgermeister. Stadtrat Philipp Arnold dachte schon über einen Namen für diese neue Errungenschaft nach: "Kinder-Häusla" wäre doch ein guter fränkischer Name, sagte er.

Information per Mail

Vor Beginn der Behandlung der Bauanträge fragte Bürgermeister Hennemann das Gremium, wie man künftig mit kurz vor dem Sitzungstag des Bauausschusses eingegangenen Bauanträgen umgehen wolle. Er fände es bauwerberfreundlich, wenn man diese noch einschieben könne, auch, wenn sie auf der Einladung nicht vorhanden sind. Dazu führte Stadtrat Philipp Arnold (FWE) aus, dass er ein Problem habe, über etwas sofort zu entscheiden, wenn er sich vorher nicht damit befassen konnte. Ähnlich sah es auch Stadtrat Sebastian Ott (CSU), der vorschlug, dass die Gremiumsmitglieder am Nachmittag vor der Sitzung per Mail über nicht auf der Tagesordnung stehende Anträge informiert werden sollten. Zweiter Bürgermeister Harald Pascher sah keinen Handlungsgrund. "Es hat doch bisher auch immer geklappt." Man entschloss ich dann, es mit Infos per Mail zu versuchen.

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Helmut Will
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Veröffentlicht am:
14. 05. 2020
15:58 Uhr

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Helmut Will

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14. 05. 2020
15:58 Uhr



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