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Hassberge

Viel Platz für Fotovoltaik

Acht Anträge für den Bau von Freiflächenfotovoltaikanlagen lagen dem Gremium am Montag zur Beratung vor. Erläuterungen gab es hierzu von Karl Kutzner vom Planungsbüro Strunz und Bauamtsleiter Andre Grüner.



Karl Kutzner (links) vom Planungsbüro Strunz, gab Erläuterungen zu den neu beantragten Fotovoltaikanlagen. Mit dabei (von links) zweite Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner, dritte Bürgermeisterin Ramona Schrapel, Bürgermeister Wolfram Thein, Verwaltungsangestellte Yvonne Beck und Bauamtsleiter Andre Grüner. Foto: Helmut Will
Karl Kutzner (links) vom Planungsbüro Strunz, gab Erläuterungen zu den neu beantragten Fotovoltaikanlagen. Mit dabei (von links) zweite Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner, dritte Bürgermeisterin Ramona Schrapel, Bürgermeister Wolfram Thein, Verwaltungsangestellte Yvonne Beck und Bauamtsleiter Andre Grüner. Foto: Helmut Will   » zu den Bildern

Maroldsweisach - Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) erklärte eingangs der jüngsten Gemeinderatssitzung in Maroldsweisach , dass es in dieser Sache "heute wohl zu keinem Beschluss kommen" werde. Der Gemeinderat soll zunächst über die eingegangenen Anträge umfassen informiert werden.

Thein sagte, dass die Höchstgrenzen solcher Anlagen bereits mit Beschluss des Gemeinderates festgelegt wären. Demnach dürfen nur fünf Prozent des Ackerlandes im gesamten Gemeindegebiet mit Anlagen bestückt werden und in den einzelnen Ortschaften 15 Prozent. "Wir möchten eine maximale Transparenz in dieser Sache. Es werden deshalb auch noch Info-Veranstaltungen stattfinden und irgendwann wird der Gemeinderat einen Beschluss zu den Anträgen fassen müssen", sagte der Bürgermeister.

Andre Grüner, Leiter des Bauamtes der Marktgemeinde, zeigte dem Gremium anhand einer Skizze eine Gesamtübersicht über den bereits vorhandenen und den beantragten Anlagen. "Es könnten nach den gefassten Beschlüssen 142,88 Hektar der Ackerflächen im Gemeindegebiet mit Anlagen bebaut werden", sagte Grüner. Heute stünde man noch am Anfang der Beratungen.

Karl Kutzner von der Planungsgruppe Strunz gab Erläuterungen, die bei der Beurteilung der beantragten Anlagen mit eingeflossen sind und stellte dann die beantragten Fotovoltaikanlagen im Detail vor. Hierbei ging er darauf ein, ob die Standorte geeignet, teilweise geeignet oder eher nicht geeignet sind.

Beim neuen Standort in Allertshausen sah er Planer keine negativen Punkte. Die geplante Anlage in der Gemarkung Eckartshausen befinde sich relativ nah am Siedlungsgebiet. Bei der Anlage im Bereich Wasmuthhausen sei keine große Beeinträchtigung zu erwarten.

In Hafenpreppach liege die geplante Anlage wieder näher an der Siedlung. Bei der neu geplanten Anlage im Bereich Gut Saarhof, handele es sich um eine relativ große Fläche mit zu erwartender hoher Blendwirkung. Von der Topographie sei die Anlage im Bereich Gückelhirn geeignet. Bei Marbach befände sich die Anlage in einer "Kessellage", sei nur teilweise von Marbach aus einzusehen. Teilweise sei sie gut, teilweise nicht so gut geeignet. Bei Gresselgrund wäre die geplante Fläche insgesamt geeignet.

Nach den Worten des Bürgermeisters und den Ausführungen von Andre Grüner zufolge haben die geplanten Flächen folgende Größen: Allertshausen, 37,8 Hektar, davon sind schon 17,3 Hektar seit dem Jahr 2019 in Aufstellung. In Eckartshausen betragen die Flächen 24,3, in Wasmuthhausen, 7,8, in Hafenpreppach 15,6 Hektar.

Relativ groß ist die Fläche in Großsaarhof mit 38,2 Hektar, in Gückelhirn beträgt sie 15,5, in Marbach 22,9 und in Gresselgrund 14,4 Hektar. In der Marktgemeinde liegt die Bemessungsgrundlage für Freifotovoltaikanlagen bei 2857,56 Hektar, weshalb nach zurückliegenden Beschlüssen des Gemeinderates 142,88 Hektar mit Anlagen bebaut werden dürfen.

Gebaut sind, wie Bürgermeister Thein, sagte, bereits 36,1 Hektar und 17,3 Hektar sind bereits mit der Aufstellung beschlossen. Die zulässigen 15 Prozent für Ortsbereiche wären mit den geplanten Anlagen in Allertshausen und Marbach überschritten. Würden alle beantragten Anlagen genehmigt, wären mit den Neuanträgen, die im Gemeindegebiet 159,2 Hektar betragen, die festgelegten Grenzwerte um 69,72 Hektar überschritten. "Bisher gelten unsere gefassten Beschlüsse hinsichtlich der Obergrenzen", sagte Bürgermeister Wolfram Thein.

Zum 1. Juni wurde als neuer Geschäftsleiter Verwaltungsrat Armin Bogendörfer in der Gemeinde eingestellt. Er wurde, zu einem weiteren Standesbeamten bestimmt. Es lagen drei Bauanträge vor, die von Andre Grüner ausführlich beleuchtet und erläutert wurden. Keine Einwände gab es und erforderliche Befreiungen wurden für den Bauantrag auf Ausbau eines bestehenden Dachgeschosses "Am Wolfsgrund 11" in Maroldsweisach und für den Antrag auf Anbau eines Carports an ein bestehendes Wohnhaus in Altenstein, Conrad-Feustling-Straße 1, erteilt. Nicht zugestimmt hingegen wurde dem Antrag auf Erweiterung eines Wohnhauses in Pfaffendorf, Lohrer Straße 20. Hier stehen Baulinien und weitere Umstände entgegen, die Andre Grüner ausführlich darlegte. Bekannt gegeben wurde das Ergebnis der Beteiligung Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit für die Änderung des Bebauungsplanes Birkenfelder Weg in Maroldsweisach. "Es wurden 18 Beteiligte angeschrieben, dreizehn haben geantwortet", sagte Grüner, um dann die Einwendungen dem Gremium vorzulesen. Es wurden alle Träger positiv abgewogen und geringe Änderungen beziehungsweise Ergänzungen vorgenommen.

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Helmut Will
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Veröffentlicht am:
26. 05. 2020
17:32 Uhr

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Helmut Will

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Veröffentlicht am:
26. 05. 2020
17:32 Uhr



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