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Hassberge

Vier von 24

Der neue Bezirkstag Unterfranken ist größer als bisher. Am Mittwoch steht fest: Der Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld hat darin vier Vertreter.



Klara May
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Würzburg/Kreis Haßberge – Der Plan war ein anderer: Nach einer Stimmkreisreform war der unterfränkische Bezirkstag eigentlich von 20 auf 19 Mandate verkleinert worden. Doch durch Überhang- und Ausgleichsmandate wird er für die kommende Wahlperiode nun sogar noch größer. Weil die CSU alle zehn Direktmandate gewonnen hat, ihr rechnerisch nach den Gesamtstimmen (37,58 Prozent; 2013: 46,18) aber eigentlich nur sieben Sitze zustehen würden, erhält die Partei die übrigen drei Sitze zusätzlich als sogenannte Überhangmandate. Dafür geht jeweils ein Ausgleichsmandat an Grüne (15,9 Prozent, 2013: 9,09) und SPD (10,41 Prozent; 2013: 18,09). Anders als im Bund und auf Landesebene gibt es bei der Bezirkswahl obendrein keine Fünf-Prozent-Hürde, weshalb auch die FDP (4,83 Prozent; 2013: 2,76) und die Linke (3,46 Prozent; 2013: 2,51) jeweils einen Vertreter entsenden dürfen. Die Freie Wähler (12,55 Prozent; 2013: 12,54) behalten drei Sitze.

Die künftigen Bezirksräte

Die CSU vertreten im künftigen Bezirkstag von Unterfranken: Erwin Dotzel, Gerlinde Martin, Dr. Hülya Düber, Werner Elsässer, Stefan Funk, Marcus Grimm, Thomas Habermann, Maria Hoßmann, Karin Renner und Rosa Behon; die SPD: Eva Maria Linsenbreder, Marion Schäfer-Blake und Bernhard Ruß; die Freien Wähler: Tamara Bischof, Thomas Zöller und Thomas Schiebel; die Grünen: Bärbel Imhof, Gerhard Müller, Klara May und Christina Feiler; die AfD: Andrea Klingen und Alfred Schmitt; die FDP: Adelheid Zimmermann und die Linke: Angelika Strobel.

 

Der neue unterfränkische Bezirkstag zählt demnach also 24 Sitze, die sich sieben Parteien teilen. Nach dem vorläufigen Endergebnis (das endgültige Ergebnis der Bezirkswahl wird der Wahlkreisausschuss am 26. Oktober feststellen) gesellen sich zu den zehn direkt gewählten CSU-Vertretern weitere 14 Bezirksräte, die den Einzug über die Parteilisten geschafft haben. Nicht nur aufwendige Rechenspiele waren dafür verantwortlich, dass deren Namen am Dienstag noch nicht feststanden. Laut Bezirkssprecher Markus Mauritz hatten obendrein EDV-Probleme in einem Landratsamt für Verzögerungen gesorgt.

 

Am Mittwoch dann war klar: Für den Sander SPD-Bürgermeister Bernhard Ruß hat es wieder gereicht. Lange hatte er zittern müssen, denn zunächst sah es nach nur zwei SPD-Sitzen aus, und dafür war die parteiinterne Konkurrenz mit den beiden Würzburger Genossinnen Eva Maria Linsenbreder und Marion Schäfer-Blake recht groß, trotz der beachtlichen 11 534 Erststimmen, die der Sander verbuchen konnte.

Damit ist Bernhard Ruß der einzige Bezirksrat aus dem Landkreis Haßberge, innerhalb des Stimmkreises 604 (Haßberge/Rhön-Grabfeld) gibt es diesmal aber gleich drei weitere

 

Vertreter. Einen souveränen Erststimmensieg hatte CSU-Direktkandidat Thomas Habermann, Landrat im Kreis Rhön-Grabfeld, eingefahren.

Mit 39,3 Prozent (32 904 Stimmen) gewann Habermann das Direktmandat vor Bernhard Ruß und Klara May von den Grünen, für die 11 009 Wähler votierten. Die 58-jährige Bio-Bäuerin aus Junkershausen (Gemeinde Hollstadt/Lkr. Rhön-Grabfeld) zieht ebenfalls in den Bezirkstag ein.

Nicht gereicht hatte es dagegen für Direktkandidatin Birgit Bayer (Humprechtshausen/Freie Wähler), die mit 9026 Stimmen auf Rang 4 der Erststimmenwahl gelandet war. Kein Weiterkommen gab es auch für die Haßfurter Erststimmen-Bewerberin Katrin Hiernickel (FDP) und den Fischbacher ÖDP-Direktkandidaten Reinhold Hümmer.

Dank des guten Abschneidens seiner Partei gelang jedoch AfD-Direktkandidat Alfred Schmitt (8351 Erststimmen) über die Liste der Einzug in den Bezirkstag: Dort sitzt der 54-jährige Architekt aus Poppenhausen künftig neben Andrea Klingen (Markt Einersheim (Lkr. Kitzingen), die für die AfD bereits zur Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Bad Kissingen angetreten war. Ihr Mann Christian Klingen ist künftig übrigens AfD-Landtagsabgeordneter in München.

Somit hat der Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld künftig vier Vertreter, einen davon aus dem Haßberge-Kreis. Nicht über die Liste einziehen konnte Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider – wie aber auch sonst kein weiterer CSU-Bewerber, da sämtliche CSU-Sitze bereits durch die Direktmandats-Gewinner abgedeckt sind. Gar nicht im neuen Bezirkstag vertreten sind die Bayernpartei (1,03 Prozent), die ÖDP (1,42 Prozent), die Piraten (0,34 Prozent), die Franken (0,99 Prozent), die Partei (0,77 Prozent), die Tierschutzpartei (0,79 Prozent) und die V-Partei3 (0,31 Prozent).

Die konstituierende Sitzung des neuen Bezirkstages findet am 6.November in Würzburg statt.

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Tanja Kaufmann

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Veröffentlicht am:
17. 10. 2018
13:56 Uhr

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