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Hassberge

Vollausbau oder nur neuer Belag?

Der Gemeinderat Pfarrweisach muss sich entscheiden: Wie soll man mit der Straße von Pfarrweisach über Lohr zur B 303 verfahren?



Pfarrweisach - Die Straße von Pfarrweisach über Lohr zur B 303 und damit zusammenhängend das Neubaugebiet "Bei der Schule" beschäftigte den Gemeinderat Pfarrweisach wieder einmal in der jüngsten Gemeinderatssitzung, aber bei weitem noch nicht abschließend. Ein Vollausbau der Straße würde Kostenschätzungen zufolge über drei Millionen Euro kosten, bei einer FAG-Bezuschussung von etwa 60 Prozent, wie Bürgermeister Ralf Nowak darstellte.

Musikschulleiterin stellt sich vor

Kristina Renner, neue Schulleiterin der Musikschule Ebern, stellte sich dem Gemeinderat Pfarrweisach vor und gab gleichzeitig einen ausführlichen Einblick in die Musikschule.

311 Schüler im Alter zwischen eineinhalb und 85 Jahren erfahren derzeit in der Schule musikalische Bildung, dazu noch 350 Kinder in Kooperationseinrichtung wie Kitas, Grund - und Mittelschulen. Zu den derzeit sechs Mitgliedsgemeinden könnten, so Renner, weitere Gemeinden beispielsweise aus der Baunachallianz und weitere schon bestehende Musikschulen hinzukommen.

Kristina Renner stellte auch die Vorzüge der Musikschule vor, denn Musik fördere die Persönlichkeitsentwicklung, bringe Lebensqualität in die Gemeinden und bereichere das kulturelle Leben. Die Einrichtung biete qualitativ hochwertige Beschulung, von der auch Pfarrweisach profitiere.


Aus dem Gemeinderat in Kürze

Auch wenn die Belange der Gemeinde Pfarrweisach nicht berührt werden, erhoben sich zwei Gegenstimmen gegen eine Änderung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet Eyrichshof" Stadt Ebern. Für Klaus Dünisch ist der zu erwartende Schwerlastverkehr durch Pfarrweisach und Junkersdorf nicht gut.

Josef Kneuer mahnte an, dass in der Alten Dorfstraße in Kraisdorf hinsichtlich zunehmender Straßenschäden gerade im Blick auf den nahenden Winter Handlungsbedarf besteht.

Für die Gemeinderatswahlen am 15. März 2020 wird Roland Holzheid aus Rabelsdorf zum Wahlleiter berufen, zu seinem Stellvertreter Lukas Pecht aus Lohr.

Markus Oppel teilte dem Gremium mit, dass Klaus Dünisch anlässlich seines 60. Geburtstags statt Geschenken um Geldspenden bat, die er dem Kindergarten Pfarrweisach zukommen ließ, immerhin 610 Euro.


Werner Hauck sprach wohl allen Räten aus der Seele mit dem Hinweis, dass dies von der Gemeinde nicht zu leisten sei. Es müsste jetzt ein Durchführungsbeschluss erfolgen, damit die Regierung etwas Genaueres sagen könnte. Eine Entscheidung wurde deshalb vertagt, bei einer nächsten Sitzung sollen konkrete Zahlen vorgelegt werden. Eine Alternative wäre eine Belagerneuerung der Fahrbahn in vier Zentimeter Stärke oder ein erster Bauabschnitt von 1,28 Kilometer Länge. Solange hier keine Klärung besteht, kann auch keine Entscheidung fallen über die tatsächliche Ausführung des Anschlusses der Straße zum Neubaugebiet.

Im Baugebiet soll ein Flüssiggasnetz aufgebaut werden. Die ausführende Firma Primagas geht davon aus, dass 60 Prozent der Häuslebauer Gasanschluss nehmen würden, Kostenpunkt pro Bauparzelle 1100 Euro. Der Gemeinderat sieht in der Gasversorgung einige Vorzüge und stimmte dem zu, wobei er den Gastank unter der Erde positioniert wissen will. Die Telekom ließ verlauten, so der Bürgermeister, dass das Baugebiet mit Glasfasertechnik versorgt wird.

Ein weiterer Dauerbrenner im Gemeinderat Pfarrweisach ist die Sanierung der Grundschule. Es soll eine Teilsanierung der Schule mit Turnhalle beantragt werden, die auch einen Werkraum vorsieht. Hierfür sollte das Gerätelager der Turnhalle und ein Lagerraum umgenutzt werden, Kostenpunkt etwa 25 000 Euro. Dazu sollen bei der Regierung Vorplanungen angestoßen werde. Gemeinderat Christoph Göttel mahnte bei Bürgermeister Nowak an, in die Planungen die beiden Baureferenten Markus Oppel und ihn selbst künftig einzubeziehen. Als Planer wird das Architekturbüro Gick + Partner aus Bamberg beauftragt.

Zustimmung zu Plänen

Umfassend musste sich der Gemeinderat befassen mit den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zu dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Photovoltaik-Freiflächenanlage Heckenbrunn mit paralleler Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Pfarrweisach eben an dieser Stelle. Alle Stellungnahmen enthielten Zustimmung, alles ist baurechtlich in Ordnung. Jetzt muss nur noch vom Landratsamt Haßberge der Flächennutzungsplan genehmigt werden. Manuel Zeller und Tobias Semmler von der ausführenden Firma Südwerk Burgkunstadt dankten für das vertrauen und freuen sich bereits auf die Einweihungsfeier im nächsten Jahr. Mit Bauvorbereitungsarbeiten wurde bereits begonnen.

Um den Brandschutz in Lichtenstein zu verbessern, soll der Steinbruchsee an der Straße nach Buch als Lieferant für Löschwasser zugänglich gemacht werden. Baron Alexander von Rotenhan, der Initiator dieser Maßnahme, würde die baulichen Maßnahmen im Zuge der Waldwegebaus unentgeltlich organisieren. Die trotzdem anfallenden Kosten in Höhe von etwa 3000 Euro wird die Gemeinde übernehmen.

Die Gemeinde Pfarrweisach will weiterhin im Städtebauförderprogramm als Fortsetzungsmaßnahme bleiben, das heißt, auch die notwendigen Aufwendungen haushaltsrechtlich absichern. Angedacht ist eine Verbesserung der Verbindung zwischen den einzelnen Siedlungsbereichen in Kraisdorf, nämlich eine gestaltete Überquerungshilfe über die Kreisstraße 46, zusammen mit der Landkreisverwaltung (2020/2021). Ferner sind für 2021/2022 der Ausbau der Weißgasse und Parkplätze an der Kirche vorgesehen.

Stellvertretender Bürgermeister Rüdiger Kuhn trug einen Untersuchungsbericht vor, in dem der Schimmelpilzbefall in der Wohnung am Bauhof Pfarrweisach begutachtet wurde. Die Untersuchung gibt Entwarnung: Keine gravierende Belastung des Innenraums wird festgestellt. Somit können die Feuerwehrler die Räume weiterhin nutzen, allerdings ist ein Luftentfeuchter nötig.

Autor

Klemens Albert
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Veröffentlicht am:
22. 11. 2019
12:46 Uhr

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Autor

Klemens Albert

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Veröffentlicht am:
22. 11. 2019
12:46 Uhr



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