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Hassberge

Weiter niedrige Arbeitslosigkeit

Der auslaufende Herbstaufschwung hat nochmals zu einem guten Ergebnis auf dem Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön geführt. Nur die Haßberge schwächeln ein wenig.



Kreis Haßberge - Die Region profitierte im November von einer noch regen Nachfrage nach Arbeitskräften und einer Stabilisierung der Beschäftigung durch Inanspruchnahme von Kurzarbeit. Es waren 7128 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies waren 118 Menschen weniger als im Oktober.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Haßberge von Oktober auf November um acht auf 1311 Personen gestiegen. Das waren 187 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im November 2,6 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 2,3 Prozent. Dabei meldeten sich 422 Personen neu oder erneut arbeitslos, 16 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 411 Personen ihre Arbeitslosigkeit (plus18).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 4966 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 91 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4785 Abmeldungen von Arbeitslosen (minus 157). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im November um 53 Stellen auf 680 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 102 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im November 131 neue Arbeitsstellen, fünf weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1413 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 22.

Die Arbeitslosenquote in der gesamten Region Main-Rhön blieb allerdings im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 2,9 Prozent, da der geringe Rückgang der Arbeitslosigkeit sich nicht bei der Berechnung der Quote ausgewirkt hat. Von der leichten Reduzierung der Anzahl der arbeitslosen Menschen konnten alle von der Statistik ausgewiesenen Personengruppen profitieren. Am deutlichsten reduzierte sich die Personengruppe der Jüngeren unter 25 Jahren.

Im Vergleich zum Oktober hatten sich diese um die Anzahl von 71 auf 687 arbeitslose junge Menschen verringert. "Alle uns gemeldeten Jugendlichen werden von unserer Agentur für Arbeit intensiv unterstützt. Das gilt für die Bewerber um einen Ausbildungsplatz, um möglichst noch bis Jahresende eine Berufsausbildung zu finden und für Ausbildungsabsolventen auf der Suche nach einer Anschluss-Arbeitsstelle. Zu dieser Unterstützung zählt, neben der individuellen Beratung und der Unterbreitung von Vermittlungsvorschlägen, auch die Hilfe bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen oder ein Bewerber-Coaching zu Vorstellungsgesprächen.

Darüber hinaus finden Aktionen wie Ausbildungsbörsen oder -messen statt", teilt Thomas Stelzer, Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt, mit. Auch die Personengruppe der arbeitslos gemeldeten Ausländer sank um 55 Personen auf 1.394. Die 3.003 älteren arbeitslosen Menschen verringerten sich um 42 Personen und die der 1728 Langzeitarbeitslosen um 28 Personen. Bei den arbeitslosen Männern mit 3.939 konnte ein Rückgang von 51 Personen festgestellt werden.

Bei den 3189 arbeitslosen Frauen konnte ein Rückgang von 67 Personen verzeichnet werden. Auch wenn der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen mit 7128 vergleichsweise niedrig ist, so steckt doch hinter dieser Zahl einiges an Bewegung. Im November meldeten sich insgesamt 2304 Menschen arbeitslos. Aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet hatten sich 2409 Personen. Im Vorjahr lag das Niveau der Arbeitslosigkeit niedriger. Damals wurden 456 weniger arbeitslose Menschen gezählt und die Arbeitslosenquote lag bei 2,7 Prozent.

Die Unterbeschäftigungsquote stieg im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die Unterbeschäftigung. Diese beinhaltet neben den arbeitslosen Menschen beispielsweise auch Personen in Weiterbildungen sowie Selbstständige, die mit einem Gründungszuschuss gefördert werden und daher nicht als arbeitslos gelten. Sie vermittelt damit einen umfassenderen Eindruck über die Lage auf dem Arbeitsmarkt. 10 215 Menschen waren im November von Unterbeschäftigung betroffen. Das waren 58 Personen mehr als im Oktober sowie 374 Personen mehr als im November 2018. Die Unterbeschäftigungsquote lag im November 2019 bei 4,1 Prozent. Im Vorjahr lag diese noch bei 3,9 Prozent.

Im Zusammenhang mit der Betrachtung der Unterbeschäftigung wird ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der Teilnehmerzahlen in Sprach- und Integrationskursen gelegt. Diese ist im Vergleich zum Vormonat um 66 auf 527 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Teilnehmer allerdings um 171 deutlich gesunken.

Die Zahl der Betriebe, die für ihre Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten, lag im November bei 61 Betrieben. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Anzahl der Betriebe um 5, während die Anzahl der betroffenen Personen um 14 auf 1.643 Arbeitnehmer sank. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es einen deutlichen Anstieg der Anzeigen von Kurzarbeit. Im November 2018 hatten lediglich 14 Betriebe für 107 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt.

"Betroffene Branchen sind vor allem die Automobil- und deren Zuliefererindustrie und der Maschinenbau. Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld ist dazu bestimmt, den Arbeitnehmern die Arbeitsplätze bei vorübergehenden Arbeitsausfalls zu erhalten, sowie einen Teil des durch die Kurzarbeit bedingten Lohnausfalls zu ersetzen. Den Betrieben bleiben so die bereits eingearbeiteten Fachkräfte erhalten und die betroffenen Arbeitnehmer werden nicht arbeitslos", führt Stelzer aus. red

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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
13:24 Uhr

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13:24 Uhr



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