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Weniger als 30 Entlassungen

Der Stellenabbau bei Rösler in Memmelsdorf fällt geringer aus, als zunächst gedacht. Das teilt Firmenchef Stephan Rösler mit.



Stellenabbau bei der Firma Rösler: Statt 100 Arbeitsplätze sollen nun höchstens 30 abgebaut werden. Foto: Geiling
Stellenabbau bei der Firma Rösler: Statt 100 Arbeitsplätze sollen nun höchstens 30 abgebaut werden. Foto: Geiling  

Memmelsdorf - Der Stellenabbau bei der Firma Rösler Oberflächentechnik GmbH fällt nach Angaben des Geschäftsführenden Gesellschafters Stephan Rösler geringer aus, als zunächst erwartet. Wie berichtet, hatte das Memmelsdorfer Unternehmen kürzlich angekündigt, eine "strategische Neuausrichtung" des Geschäftsfeldes Strahltechnik vorzunehmen, um die langfristige Wirtschaftlichkeit des Bereiches zu sichern und um unter anderem den momentan schwierigen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht zu werden. "Diese neue, selektive Marktbearbeitungsstrategie führt zu einer Reduzierung der Kapazitäten und somit zu einem verringerten Personalbedarf", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens vom Mittwoch. In diesem Zusammenhang lege die Geschäftsführung höchsten Wert darauf, dass der Personalabbau so gering wie möglich und in unausweichlichen Fällen absolut sozialverträglich ablaufe, heißt es. Und: "Entgegen der ursprünglichen Meldung von bis zu 100 zu entlassenden Mitarbeitern konnte die Zahl deutlich auf unter 30 reduziert werden."

Vom geplanten Einschnitt hatte die Belegschaft Mitte September bei einer Betriebsversammlung erfahren. Zwischenzeitlich hatten sich auch Gewerkschaften eingeschaltet und sozialverträgliche Lösungen gefordert. "Als geschäftsführender Gesellschafter muss ich immer das Gesamtwohl des Unternehmens und der Belegschaft im Auge haben", bekräftigt nun Stephan Rösler. Sein Ziel sei es immer, "die Basis für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft für uns alle zu schaffen". Rösler: "Leider gibt es aber immer Entwicklungen, auf die wir keinen direkten Einfluss haben, aber dennoch reagieren müssen. Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst und hatten deshalb das Ziel, so wenig Mitarbeiter wie möglich entlassen zu müssen."

Verschiedene Maßnahmen hätten nun zu dieser deutlichen Reduzierung der Zahl der zu entlassenden Mitarbeiter geführt. Zum einen werden ohnehin befristete Verträge nicht verlängert, zum anderen werden Mitarbeitern, die nahe dem gesetzlichen Renteneintrittsalters sind, attraktive Vorruhestandsregelungen geboten. Diese freiwerdenden Stellen werden laut Rösler intern besetzt. "Aufgrund der nachhaltigen, strategischen Ausrichtung des Unternehmens konnten darüber hinaus Mitarbeiter in den zukunftsträchtigen Tätigkeitsfeldern AM Solutions (Nachbearbeitung 3D-gedruckter Bauteile) und Digitalisierung integriert werden", so der geschäftsführende Gesellschafter weiter. Auch in das Geschäftsfeld Gleitschlifftechnik werden einige Mitarbeiter wechseln.

Das Familienunternehmen Rösler ist als Komplettanbieter internationaler Marktführer bei der Herstellung von Gleitschliff- und Strahlanlagen, Lackier- und Konservierungssystemen, sowie Verfahrensmitteln und Technologie für die rationelle Oberflächenbearbeitung von Metallen und anderen Werkstoffen. Zur Rösler-Gruppe gehören neben den deutschen Werken in Untermerzbach/Memmelsdorf und Bad Staffelstein/Hausen Niederlassungen in Großbritannien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Belgien, Österreich, Serbien, Schweiz, Spanien, Rumänien, Russland, Brasilien, Indien, China und den USA. Am Standort Memmelsdorf wurde in den letzten Jahren viel investiert, die Zuwachsraten sind enorm gestiegen. Die Rösler Academy, die im Mai 2016 als zentrales Trainingscenter der Rösler-Gruppe ins Leben gerufen worden war, benötigte einen Neubau, weil das Seminarangebot so gut angenommen wurde, dass die Räumlichkeiten zu eng geworden waren. Gerade für den Bereich Strahltechnik hatte das Unternehmen in den zurückliegenden Jahren noch jeweils hohe Auslastung und Umsatzsteigerungen gemeldet. 2017 war sogar vom "höchsten Auftragseingang in der Geschichte des Fachbereichs" die Rede gewesen.

 
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Tanja Kaufmann

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Veröffentlicht am:
02. 10. 2019
17:32 Uhr

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Tanja Kaufmann

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02. 10. 2019
17:32 Uhr



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