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Werkeln an der Nachhaltigkeit

Die Mittelschule Ebern ist zum fünften Mal in Folge Umweltschule in Europa. Die Beschäftigung mit der Natur soll auch das Schulprofil prägen.



Gelungene Symbiose von Berufsorientierung, ökologischer Gewissensbildung und praktischem Tun: Die Schreinerarbeiten der Mittelschüler im Mai.	Foto: tnk
Gelungene Symbiose von Berufsorientierung, ökologischer Gewissensbildung und praktischem Tun: Die Schreinerarbeiten der Mittelschüler im Mai. Foto: tnk   » zu den Bildern

Ebern - Das ist Nachhaltigkeit im doppelten Sinne: Zum mittlerweile fünften Mal in Folge hat die Mittelschule in Ebern das begehrte Prädikat "Umweltschule in Europa" erhalten. Stolz seien sie gewesen, die Jungs der Mittelschule, Kevin Ritter, Ralf Schmidt und Florian Peter, die als Vertreter ihrer Schule ausgesucht worden waren, die Auszeichnung am Montag zusammen mit Vertretern 86 weiterer fränkischer Schulen in den Räumen des Dientzenhofer-Gymnasiums in Bamberg entgegen zu nehmen, berichtet Mittelschul-Rektor Philipp Arnold. Insgesamt erhalten in Bayern 184 Schulen diese begehrte Prädikat; neben der Mittelschule war auch die Realschule erneut erfolgreich (siehe Artikel unten).

Mit mindestens zwei Projekten beteiligen sich die Schulen an der Ausschreibung "Umweltschule in Europa/ Internationale Agenda 21 - Schule 2011/2012", wie es offiziell heißt. Das Programm wurde 1994 gestartet, in Deutschland begann es damals mit acht beteiligten Schulen entwickelte sich aber innerhalb von zehn Jahren zum größten Umweltprogramm an deutschen Schulen. Ab dem Schuljahr 2005/2006 erweiterte die DGU das Projekt um den Titel "Internationale Agenda 21-Schule" für besondere Leistungen von Schulen bei der Erarbeitung von Nachhaltigkeitsprozessen in und außerhalb des Schulgeländes.

Diesem "Nachhaltigkeitsprozess" widmetet sich die Mittelschule Ebern mit dem Thema "Nachwachsende Rohstoffe/menschliche Nutzung" - und koppelte dabei erfolgreich das Umweltthema mit dem Praxisprojekt und der Einbeziehung externer Experten. Beim Vorbacher Schreiner Albrecht Wilhelm bauten einige Schüler eine Sitzbank aus stabiler Eiche für den Pausenhof. "So konnten Berufsorientierung, ökologische Gewissensbildung und praktisches Tun miteinander vereint und Synergieeffekte der einzelnen Themen genutzt werden", fasst Philipp Arnold zusammen. Außerdem standen der Besuch einer Biogasanlag, die Herstellung von "Bio-Kunststoffen" aus nachwachsenden Rohstoffen, Nutzungsmöglichkeiten von Holz, der Themenbereich Ernährung und die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zur Energiegewinnung im Mittelpunkt.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz (BN) etwa beim jährlich stattfindenden Apfeltag und der Pausenapfelaktion sowie einer Pilzausstellung in der Schule wurde in der Bewertung der Bewerbungsunterlagen gewürdigt. "Mit dem örtlichen BN-Vorsitzenden Harald Amon haben wir da natürlich einen Fachmann im Lehrerkollegium", schmunzelt Arnold. Im laufenden Schuljahr hat die Schule zusätzlich ein Arbeitsgruppe "Löwenzahn" eingerichtet, die sich ausschließlich mit Umweltthemen beschäftigt. "Wenn wir schon Umweltschule sind, wollen wir das schließlich auch in unserem Schulprofil verankern", erklärt der Rektor.

Denn um den Schülern ein nachhaltiges Umweltbewusstsein zu vermitteln, braucht es Zeit und kontinuierliche Aktionen, ist Philipp Arnold überzeugt: "Das ist ein langwieriger Prozess, der von vielen Seiten angestoßen werden muss." Einzelne Aktionen könnten zumindest aus der großen Themenbreite einen Bereich näher beleuchten, doch: "Die komplette Einstellung der Schüler zu Natur und Umwelt verändert man nicht von heute auf morgen." Deshalb sei es besonders erfreulich, dass die Mittelschule nun mit dem Umweltschulen-Prädikat im fünften Jahr die Chance hat, die Schüler auch über einen längeren Zeitraum, vielleicht sogar die Schulzeit über, zu sensibilisieren.

Im Rahmen des internationalen Projektes Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21 Schule werden Schulen ausgezeichnet, die besondere Anforderungen an die Umwelterziehung erfüllen.

Die Schulen bewerben sich mit einem selbstentwickelten Konzept, eine Jury entscheidet über die Vergabe der Auszeichnungen.

Das Prädikat wird für ein Jahr vergeben, die Schulen können mehrfach teilnehmen.


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Von Tanja Kaufmann
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Veröffentlicht am:
19. 10. 2012
00:00 Uhr

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Von Tanja Kaufmann

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19. 10. 2012
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