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Hassberge

Wohnungsnot: Unterkünfte für Asylbewerber gesucht

Der Landkreis Haßberge sucht Unterkünfte für Asylbewerber. Ihm werden ab morgen kurzfristig fünf Flüchtlinge zugewiesen.



Am morgigen Donnerstag kommen fünf Asylbewerber im Landkreis Haßberge an.	Foto: dpa
Am morgigen Donnerstag kommen fünf Asylbewerber im Landkreis Haßberge an. Foto: dpa  

Ebern/Haßfurt - Die Regierung von Unterfranken sucht nach neuen Standorten für Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber und nimmt dabei auch das Landratsamt Haßberge in die Pflicht. Wegen der steigenden Asylbewerberzahlen ist die Regierung entscheidend auf Angebote und die Bereitschaft von Vermietern sowie natürlich die Akzeptanz der Bevölkerung angewiesen, um die Asylbewerber künftig vor allem auch dezentral unterzubringen. Dabei weiß man auch im Landratsamt: "Geeignete Objekte zu finden, ist schwierig", so die Pressesprecherin des Landratsamtes Haßberge, Monika Göhr am Dienstag.

15 der von der Regierung von Unterfranken selbst betriebenen Gemeinschaftsunterkünfte und die zwei Ausweichunterkünfte der Regierung sind wegen steigender Asylbewerberzahlen bereits belegt. Wie der Pressesprecher der Regierung Unterfranken, Johannes Hardenacke, am vergangenen Freitag bekannt gab, müssten nach aktuellem Stand vorrangig die Landratsämter der Landkreise Würzburg, Aschaffenburg, Schweinfurt, Miltenberg und Main-Spessart Asylbewerber aufnehmen. Die kreisfreien Städte Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt sollen dagegen zunächst keine weiteren Asylbewerber zugeteilt bekommen, weil hier bislang die meisten von ihnen leben.

Nun bekommt das Landratsamt Haßberge erstmals kurzfristig fünf Asylbewerber direkt zugewiesen. Diese werden nach Auskunft der Pressestelle im Landratsamt am morgigen Donnerstag in den Haßbergen ankommen. "Das Landratsamt entscheidet, wo und wie die Asylbewerber untergebracht werden", erklärt Pressesprecherin Monika Göhr. Die Menschen würden solange dezentral untergebracht, bis es genügend Plätze in staatlichen Gemeinschaftsunterkünften gebe. Der Freistaat übernimmt dabei die Kosten für Unterbringung, Verpflegung, Bekleidung, Gesundheitsversorgung und Taschengeld, das Landratsamt sorgt für die Betreuung.

Das Landratsamt Haßberge ist seit einiger Zeit bemüht, entsprechende Möglichkeiten zur übergangsweisen Unterbringung von Flüchtlingen zu finden. "Auch der Landkreis Haßberge rechnet mit erheblich mehr Zuweisungen, denn die Flüchtlingsströme aus Krisenländern wie Afghanistan und Syrien reisen nicht ab", erklärt Dieter Sauer, Leiter des Amtes für Soziales und Senioren: "Deshalb ist es notwendig, neue Unterbringungsmöglichkeiten bereitzustellen."

Aus diesem Grund sucht der Landkreis Haßberge in Frage kommende Immobilien. Die Stadt Ebern hat der Regierung in Unterfranken bereits Unterkünfte in der ehemaligen Balthasar-Neumann-Kaserne angeboten, wo diese gerne 100 Asylbewerber unterbringen möchte (Neue Presse vom 6. November).

Geeignet zur Unterbringung sind nach Mitteilung des Landratsamtes insbesondere Immobilien mit einer nutzbaren Wohnfläche ab etwa 250 Quadratmetern, die ab sofort oder innerhalb der nächsten sechs Monate genutzt werden können, also keine umfangreichen Umbauarbeiten erfordern. Dazu gehören zum Beispiel Pensionen, Mehrfamilienhäuser oder auch leer stehende Gasthäuser mit Fremdenzimmern.

Je nach Größe des Objektes sollen zwischen 20 und 50 Asylbewerber unterkommen. Aber auch Einzelwohnungen für Asylbewerber, die schon länger in Deutschland leben, werden gesucht.

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Ansprechpartner beim Landratsamt ist der Leiter des Amtes für Soziales und Senioren, Dieter Sauer, Telefon: 09521/27-168, E-Mail: dieter.sauer@hassberge.de.

Kreis muss mehr Asylbewerber aufnehmen


Auch der Landkreis Haßberge rechnet mit erheblich mehr Zuweisungen.

Dieter Sauer, Leiter des Amtes

für Soziales und Senioren


Steigende Zahlen

In Unterfranken werden bis Ende 2012 voraussichtlich über 1300 Asylbewerber neu ankommen, bzw. angekommen sein.

Im Landkreis Haßberge leben derzeit 131 Asylbewerber in den drei staatlichen Gemeinschaftsunterkünften in Zeil, Eltmann und Dippach.

Weitere zehn Personen sind in Zeil, Eltmann und Haßfurt dezentral untergebracht. lra


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Von Tanja Kaufmann
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Veröffentlicht am:
14. 11. 2012
00:00 Uhr

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14. 11. 2012
00:00 Uhr



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