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Hassberge

"Zwei plus " ist das Ziel für FDP und Freie Bürger

Eine volle Liste von 20 Kandidaten präsentiert die Gruppierung für die Stadtratswahl 2020 in Ebern. An der Spitze kandidiert Harald Pascher - fürs Bürgermeisteramt dagegen (vorerst) nicht.



Gemeinsam an einem Strang für die Stadtratswahl 2020 ziehen die Kandidaten von FDP und Freien Bürgern, die am Montag gemeinsam eine Liste aufstellten.
Gemeinsam an einem Strang für die Stadtratswahl 2020 ziehen die Kandidaten von FDP und Freien Bürgern, die am Montag gemeinsam eine Liste aufstellten.  

Ebern - Tut er’s oder tut er’s nicht? Die Frage, ob Harald Pascher, amtierender Zweiter Bürgermeister der Stadt Ebern, im März 2020 vielleicht doch den Schritt wagt und sich für das Amt des Stadtoberhauptes bewirbt, beschäftigte in den vergangenen Wochen die Menschen in Ebern. Naturgemäß beschäftigte sie ihn selbst aber noch mehr. Nicht nur, weil er sich dann, wie er scherzhaft bemerkte, eine Krawatte kaufen müsste. Noch am Montagnachmittag - es war Kreistagssitzung in Haßfurt - war der Eberner Stadt- und Kreisrat hin- und hergerissen. Im Februar hatte er auf NP-Anfrage eine Kandidatur für das Bürgermeisteramt nicht ausgeschlossen. Etliche Bürgerinnen und Bürger hatten seitdem in den vergangenen Monaten das Gespräch mit ihm gesucht und ihn dazu zu bewegen versucht. Viele Joggingrunden habe es schließlich gebraucht, so Harald Pascher dann am Montagabend bei der Nominierungsversammlung von FDP und Freien Bürgern für die Stadtratsliste im Eberner "Pizzablitz", um eine Entscheidung zu treffen: Die Krawatte bleibt wo sie ist, Harald Pascher hat sich gegen eine Kandidatur entschieden. Vorerst. "Ich werde zum jetzigen Zeitpunkt nicht als Bürgermeister-Kandidat antreten", verkündete der 50-Jährige: "Trotz des vielen Zuspruchs, persönlich, auch per E-Mails, habe ich mich aus persönlichen und beruflichen Gründen erstmal gegen eine Kandidatur entschieden."

Die Kandidaten

1. Harald Pascher (Ebern)

2. Jochen Göller (Ebern)

3. Petra Büchner (Ebern)

4. Markus Weis (Eyrichshof)

5. Hermann von Rotenhan

(Eyrichshof)

6. Kirsten Kohlmann-Dietz (Ebern)

7. Thomas Hau (Unterpreppach)

8. Elke Baier (Ebern)

9. Paul Schad (Ebern)

10. Franziska Geiling (Ebern)

11. Uwe Dietz (Ebern)

12. Michaela Mogath (Ebern)

13. Frank Wolfert (Heubach)

14. Annalena Voigt

(Unterpreppach)

15. Niklas Zillig (Ebern)

16. Nicole Damm (Ebern)

17. Markus Vollkommer (Ebern)

18. Liane Haagen (Ebern)

19. Gaetano Hofmann (Ebern)

20. Sven Streubel (Ebern)

Nachrücker: Lukas Weis

(Eyrichshof)

 

Weiter Politik machen in und für Ebern, das will Harald Pascher aber auf jeden Fall weiter, und so hofft er nun auf ebenso große Unterstützung bei seiner Wahl in den Stadtrat. "Zwei plus X" sei das "sportliche Ziel" der Gruppierung aus FDP und Freie Bürger, die ihre Kandidatenliste am Montag präsentierte. Und zwar nicht nur mit Harald Pascher an der Spitze, sondern auch mit einer Frauenquote, die Markus Söder vor Neid gelb werden lassen könnte: Acht Frauen sind unter den 20 Kandidaten, und damit stattliche 40 Prozent. Spitzenkandidaten neben Harald Pascher sind Jochen Göller (46 Jahre), frisch gekürter Vorsitzender der Freien Bürger in Ebern, sowie Petra Büchner. "Man kann nicht immer nur motzen, sondern muss auch etwas tun", sagt die 37-Jährige, die sich bereits 2014 zur Wahl gestellt hatte, damals noch für die Freien Wähler.

 

"Wiederholungstäter" sind auch Markus Weis (Listenplatz 4) aus Eyrichshof, der Unterpreppacher Thomas Hau (Platz 7), Elke Baier und Michaela Mogath aus Ebern (Platz 8 und 12), Frank Wolfert aus Heubach (13), Liane Haagen (Ebern, Platz 18) und Pizzablitz-Wirt Sven Streubel (Listenplatz 20). Einen Listenplatz bei FDP und Freien Bürgern erhielt auch Hermann von Rotenhan (Eyrichshof), der als Sprecher von gleich zwei Bürgerinitiativen zuletzt bereits Kommunalpolitik-Luft schnuppern konnte. Ebenfalls auf der Liste finden sich mit Annalena Voigt (19 Jahre) und Niklas Zillig (18 Jahre) zwei der jüngsten nominierten Kandidaten für die Eberner Stadtratswahl.

Generell punktet die Liste mit einem recht jungen Altersdurchschnitt von 40,75 Jahren, vor allem aber damit, dass sie im Gegensatz zur Wahl 2014 (mit damals 17 Kandidaten) bis auf den letzten Platz gefüllt werden konnte. "Eine volle Liste ist immer gut", freute sich denn auch FDP-Kreisrat Kurt Sieber aus Königsberg, der die - einstimmige - Wahl der Liste am Montagabend leitete. Sind nämlich nicht alle Plätze besetzt, muss mehrfach belegt werden - und dann werde es für den Wähler leicht unübersichtlich, so Sieber. Auch für die Kreistagsliste der FDP ist deren Fraktionsvorsitzender im Kreistag zuversichtlich. "Sie steht kurz vor der Vollendung", verriet Kurt Sieber am Montag in Ebern. Und auch, dass nicht nur der stellvertretende Kreisvorsitzende Harald Pascher ein Eberner Kreistagsmandat für die FDP anstrebt. "Wir haben starke Eberner Unterstützung", sagte Kurt Sieber, und ergänzte, nicht minder stolz: "Ebern hat uns immer gut gewählt."

Als Themen für den Wahlkampf in Ebern schreiben sich FDP und Freie Bürger vor allem auf die Fahne, "Bestehendes zu fördern". "Die finanzielle Situation der Stadt ist uns durchaus bewusst", erklärte Harald Pascher. Entsprechend halte man nichts davon, "Luftschlösser" zu bauen, sondern wolle vielmehr freiwillige Leistungen der Stadt (wie Bäder, Bücherei oder Musikschule) erhalten. Da müsse beispielsweise auch der von ihm anvisierte Busbahnhof eben zurückstehen.

Apropos zurückstehen: Bis 23. Januar 2020 um 18 Uhr wäre noch Zeit, einen Bürgermeisterkandidaten zu nominieren, wie Harald Pascher beiläufig informierte - "falls sich bis dahin irgendwas Gravierendes noch ändert."

Autor
Tanja Kaufmann

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Veröffentlicht am:
22. 10. 2019
18:00 Uhr

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Tanja Kaufmann

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22. 10. 2019
18:00 Uhr



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