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Kronach

100 Prozent stimmen für Heiko Kopp

Der 50-jährige Welitscher will Bürgermeister von Pressig werden. Nominiert wird er von der neuen "Bürgergemeinschaf(f)t Markt Pressig". Sie strebt auch in den Gemeinderat.



Die Kandidaten für den Marktgemeinderat Pressig der Bürgergemeinschaf(f)t Markt Pressig mit Bürgermeisterkandidat Heiko Kopp (Achter von links). Foto: Karl-Heinz Hofmann  

Pressig - Der Markt Pressig hat mit Heiko Kopp einen weiteren Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl am 15. März. Neben Stefan Heinlein (CSU) und Peter Barnickel- Veit (SPD) schickt nun die neu gegründete "Bürgergemeinschaf(f)t Markt Pressig" Kopp ins Rennen um den Chefsessel im Pressiger Rathaus.

Die Kandidaten

Die Kandidaten für die Marktgemeinderatswahl: 1. Heiko Kopp, Welitsch; 2. Andrea Andera, Eila;

3. Andreas Dauer, Pressig; 4. Frank Müller, Welitsch; 5. Ralf Schmitt, Marienroth; 6. Christopher Fehn, Rothenkirchen; 7. Bertram Glatzer, Pressig; 8. Thomas Günther, Eila;

9. Dieter Gerber, Friedersdorf;

10. Johannes Scherbel, Welitsch; 11. Alexandra Schmitt, Marienroth; 12. Florian Müller, Rothenkirchen; 13. Stefan Lieb, Welitsch; 14. Jennifer Fehn, Rothenkirchen; 15. Markus Müller, Marienroth; 16. Oliver Müller, Rothenkirchen. Ersatzkandidaten: Max Schneider, Pressig; Erik Glatzer, Pressig.


Der 50-jährige Welitscher Heiko Kopp wurde am Sonntag im Schützenhaus Rothenkirchen mit einem einstimmigen Votum von 81 Wahlberechtigten zum Bürgermeisterkandidat der neuen "Bürgergemeinschaf(f)t Markt Pressig gewählt. Bei der Aufstellungsversammlung zeigte sich Versammlungsleiter Johannes Scherbel überwältigt von der großen Besucherzahl. Das deute auf ein großes Interesse der Bevölkerung an dieser neuen Gruppierung hin, sagte er. Der zu gründende Verein wahre politische Neutralität. Seine Hauptaufgabe sei die sachbezogene, nicht auf Parteiideologie und Gruppenegoismus ausgerichtete Kommunalpolitik, führte Scherbel aus. Sein Ansatz sei, dass Entscheidungen von unten herauf gefasst und nicht von oben herab vorgegeben werden.

"Unabhängig, überparteilich, bürgernah", so will Heiko Kopp mit 16 Marktgemeinderatskandidaten plus zwei Ersatzleuten das Rathaus erobern und damit frischen Wind ins die Verwaltung bringen. Das sei auch notwendig, wie die Kandidaten bei ihrer Vorstellung betonten. Andrea Andera und Andreas Dauer informierten, dass sie zunächst von der CSU wegen einer Kandidatur angesprochen worden seien. Da sie sich dafür jedoch als CSU-Mitglied anmelden sollten, hätten sie dies verneint. Sie wollten unabhängig und überparteilich sein, wenn sie in das Gremium einzögen, daher sei die "Bürgergemeinschaf(f)t Markt Pressig" genau richtig für sie, betonten beide.

Bürgermeisterkandidat Heiko Kopp ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er ist Sparkassen-Fachwirt und seit 2015 Leiter der Zweigstelle der Sparkasse Kulmbach-Kronach in Pressig. Kopp baut auf Bürgernähe und will gemeinsam mit den Bürgern Prioritäten erarbeiten. Dabei setzt er auf soliden, verhältnismäßigen Haushalt. Er mache keine Versprechungen, da er die Haushaltssituation zu wenig kenne, sagte er. Klar ist für ihn, dass sich in der Verwaltung etwas ändern müsse und dass die Bürger mehr und schneller Informationen erhalten müssten. Mehr Transparenz sei für ihn und sein Team oberste Priorität.

Die Bürgergemeinschaf(f)t biete jedem Bürger die Mitwirkung an und werde mehrmals jährlich offene Versammlungen und Diskussionsrunden veranstalten, kündigte Kopp an. Schon seit Monaten werde er immer wieder von Bürgern angesprochen: "Du bist der richtige Bürgermeister, mach es doch." Eine Entscheidung habe er aber erst dann getroffen, als mit Stefan Heinlein von der CSU nur ein Bürgermeisterkandidat im Markt Pressig nominiert worden sei. Und wenn nur ein Kandidat zur Wahl stehe, sei das ja eigentlich keine Wahl, meinte Kopp. Mehrere Gespräche und Diskussionen hätten dann eine breite Zustimmung ergeben.

In der Versammlung konnten auch Vorschläge für Kandidaten vorgebracht werden. Nach der Vorstellung der vorgeschlagenen Kandidaten durften sich weitere Interessenten zu Wort melden. Der 72-jährige Georg Zinner aus Rothenkirchen meinte, er habe sich nach 46 Jahren Mitgliedschaft in der CSU vor einigen Wochen abgemeldet. Er finde es gut, dass sich die Bürgergemeinschaf(f)t gebildet habe, die er gern unterstütze. Da aber genügend Kandidaten da seien, verzichte er auf eine Kandidatur.

Darauf meldete sich Markus Müller aus Marienroth und zeigte Interesse daran, auf der Liste zu kandidieren. Schließlich wurde er von der Versammlung auf Platz 15 nominiert. Für ihn machte Erik Glatzer seinen Platz frei und ließ sich als Ersatzkandidat aufstellen.

Nun wird der Wahlvorschlag bei der Marktgemeinde eingereicht. Bis zum 3. Februar haben die Bürger die Möglichkeit, die Liste durch ihre Unterschrift im Rathaus zu unterstützen. Es werden 80 Unterschriften benötigt.

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Karl-Heinz Hofmann
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Veröffentlicht am:
20. 01. 2020
14:18 Uhr

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Karl-Heinz Hofmann

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Veröffentlicht am:
20. 01. 2020
14:18 Uhr



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