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Kronach

40 Jahre im Dienst der Menschen

Die Caritas Sozialstation Steinwiesen hat ihr Jubiläum gefeiert. Dabei hat auch ein beliebter Pater seinen Abschied aus Kronach verkündet.



Pater Wladyslaw Poddebniak OMI (rechts) stellt seinen Nachfolger Dekan Detlef Pötzl vor, links Caritas Geschäftsführerin Cornelia Thron.   » zu den Bildern

Steinwiesen - Die Feier zum 40-jährigen Bestehen der Caritas Sozialstation Steinwiesen hat Mitarbeiter und Gäste erfreut. "Gegrüßet seist du Königin" schallte es durch die voll besetzte Pfarr- und Wallfahrtskirche "Mariae Geburt" in Steinwiesen. Und gegrüßt waren auch alle, die gekommen waren. Patienten und Angehörige, ehemalige Mitarbeiter, Caritas Vorstand und Aufsichtsrat, viel Prominenz aus Politik und Kirche und natürlich auch einige Neugierige. Aber am auffallendsten waren die vielen "roten Hemden" in den vorderen Bänken. Sie sind das Herz der Sozialstation, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zu den Patienten gehen, sie betreuen und ihnen ein Stück Geborgenheit schenken.

Zu Beginn des Dankgottesdienstes begrüßte Pater Wladyslaw Poddebniak OMI die versammelte Gemeinde. Es werde das Fest "Maria Heimsuchung" gefeiert und das Evangelium erzählt von der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth. Auch die Caritas, und vor allem die Sozialstation, ermöglichen solche Begegnungen und bringen ein Lächeln zu den Kranken. In seiner Predigt meinte der Pater, man erlebe viele Begegnungen, schöne und lästige. Die Begegnungen können ermutigen, trösten und froh machen, deshalb seien sie sehr wichtig.

Zusammen mit Pfarrer Richard Reis, Dekan Detlef Pötzl und Pater Jan Poja feierte Pater Wladyslaw das Heilige Messopfer. In den Fürbitten wurde für die Mitarbeiter gebetet, die Kranke und Notleidende aufrichten, für den Vorstand und Aufsichtsrat der Caritas, für alle, die unter menschenunwürdigen Verhältnissen leiden und für alle lebenden und verstorbenen Patienten und Mitarbeiter. Den Gottesdienst umrahmten Udo Simon an der Orgel und Claudia Ringhoff mit Liedern an der Gitarre. Die Lesung trug die Geschäftsführerin der Caritas, Cornelia Thron, vor, und die Fürbitten wurden von den Mitarbeiterinnen gestaltet, die nach jeder Bitte ein rotes Herz vor den Altar legten.

Der leitende Pfarrer des Seelsorgebereiches Oberes Rodachtal, Pfarrer Richard Reis, betonte, wie stolz er auf die Mitarbeiter der Sozialstation ist. Das rote Herz der Caritas, das auch den Altarraum schmückt, stehe für die Liebe, die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Patienten. Und nur, wenn diese Liebe so richtig gelebt wird, dann stecke auch viel Kraft darin.

Auch Steinwiesens Bürgermeister Gerhard Wunder ist stolz auf die Sozialstation. Auch im Namen der Bürgermeisterkollegen aus Wallenfels, Nordhalben, Wilhelmsthal, Tschirn und Marktrodach dankte er den "roten Engeln": "Ihr genießt bei Patienten und Angehörigen großes Ansehen und Wertschätzung." Die gute Betreuung und Entlastung der pflegenden Angehörigen, die Freundlichkeit und das Einfühlungsvermögen der Pflegekräfte seien nicht mit Geld zu bezahlen. Die Caritas Sozialstation ist einer der größten Arbeitgeber am Ort und die Entscheidung, sie im ehemaligen Forsthaus zu belassen und dafür das Forstamt nach Nordhalben zu verlagern, sei zu jeder Zeit richtig gewesen.

"Der größte Danke heute gilt aber der Leiterin der Sozialstation, Brigitte Wunder, die mit ihrem Team so viel Gutes bewirkt", begann Cornelia Thron ihre Dankesrede. Seit 35 Jahren schon steht sie an der Spitze. Durch ihre Professionalität und Mitarbeiterführung erweiterte sich der Mitarbeiterkreis von drei auf 63, die 400 Patienten zu versorgen haben. Sie überreichte Brigitte Wunder Blumen und ein Lebkuchenherz mit dem Spruch "40 Jahre Caritas Sozialstation Steinwiesen". Dieses Herz, zusammen mit einem Segensgebet, erhielt jeder Besucher des Festes und jeder Patient.

Nach dreijähriger Tätigkeit als geistlicher Beirat beim Caritasverband Kronach verlässt Pater Wladyslaw Poddebniak seinen Seelsorgebereich Oberes Rodachtal und gibt seine Tätigkeit im Krankenhaus auf. Er verlässt den Landkreis Kronach in Richtung Zwickau. Dort findet er neue Wirkungsstätten. Geschäftsführerin Cornelia Thron betonte, dass er stets eine große Hilfe und Stütze war. Gabi Alka hatte als Geschenk ein Fotoalbum mit Aufnahmen aus den letzten Jahren vorbereitet. Außerdem dankten Bernhard Müller im Namen des Kreisverbandes und Marco Fischer im Namen der Mitgliedervertretung. Pater Wladyslaw Poddebniak war sichtlich gerührt und meinte, dass er sich sehr wohlgefühlt habe. "Aber ich lasse euch nicht allein zurück, als meinen Nachfolger stelle ich euch Dekan Detlef Pötzl vorab mal vor", sagte der scheidende Beirat.

Das 40-jährige Jubiläum wurde natürlich auch nach dem Gottesdienst noch gefeiert. Bei Kaffee und Kuchen traf man sich im Pfarrsaal und auf dem Pfarrhof. Zur Unterhaltung spielte Barbara Müller auf dem Schifferklavier und die "Rothemden" übernahmen die Bewirtung. Es wurden für alle Interessierten Führungen durch die Sozialstation angeboten, der Leiter des Caritas Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth Wallenfels verteilte leckeres Eis und kühle Getränke waren ebenfalls heiß begehrt. Zum Abschluss noch frischer Leberkäse - das schmeckte. Nette Gespräche, Wiedersehensfreude bei vielen und ein glückliches Lächeln auf den Gesichtern.

Autor

Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
17:24 Uhr

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Autor

Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
17:24 Uhr



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