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Kronach

96,3 Prozent für "Baumeister" Baumgärtner

Mit einem Rekordergebnis wurde er im Amt als CSU-Kreisvorsitzender bestätigt. Sein Ziel ist es, die Partei zu reformieren. Auch diverse Neubauten stehen auf seiner Liste.



CSU-Kreisgeschäftsführer Bernd Liebhardt (links) gratulierte Jürgen Baumgärtner zu seiner Wiederwahl. Letzterer wird aufgrund seiner Vorliebe für Neubauten immer wieder gefragt, ob er Bob der Baumeister sei. Passend dazu gab es einen CSU-Bauhelm als Glücksbringer für die nächsten zwei Jahre. Fotos: Julia Knauer   » zu den Bildern

Kronach - Die Frankenwald-CSU hat ihrem Vorsitzenden Jürgen Baumgärtner bei der Kreisversammlung am Donnerstagabend im Kronacher Schützenhaus einen großen Vertrauensbeweis entgegengebracht: Mit 103 von 107 gültigen Stimmen (110 wurden abgegeben) ist er in seinem Amt bestätigt worden. Das entspricht 96,3 Prozent. "Jetzt bin ich fast ein bisschen gerührt. So ein Ergebnis hatte ich noch nie", konnte er es nach der Wahl selbst kaum glauben. Vor zwei Jahren hatte es schließlich gerade einmal für 80 Prozent gereicht - vor allem wegen der kontrovers geführten Debatte um einen möglichen Nationalpark im Frankenwald, die er angestoßen hatte (die NP berichtete). Einen Gegenkandidaten gab es beide Male nicht.

Ergebnisse der Neuwahlen

Neben CSU-Kreisvorsitzendem Jürgen Baumgärtner, ist am Donnerstag auch der Großteil des restlichen Kreisvorstands im Amt bestätigt worden. Seine Stellvertreter bleiben somit Gerhard Wunder, Susanne Daum, Jens Korn und Angela Hofmann. Das Amt des Schatzmeisters hat weiterhin Jochen Gleich inne, Schriftführer bleiben Bernd Rebhan und Sabine Jaklin. Neubesetzungen gab es zum Teil bei den Beisitzern. Gewählt wurden: Michael Wunder, Reinhold Heinlein, Winfried Lebok, Peter Ebertsch, Thomas Karl, Susanne Heinlein, Tobias Wicklein, Tina-Christin Rüger, Peter Klinger, Michael Müller, Robert Wachter, Albert Rubel, Jonas Geissler und David Martin. Nicht gewählt, aber aufgrund ihrer Funktion automatisch Mitglieder im CSU-Kreisvorstand, sind Kreisgeschäftsführer Bernd Liebhardt, Frauenunions-Vorsitzende Sibylle Fugmann, Junge Unions-Kreisvorsitzender Markus Oesterlein, Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik-Kreisvorsitzender Franz Josef Wich, Arbeitnehmer-Unions-Kreisvorsitzender Jörg Schnappauf, Kreisverbands-Ehrenvorsitzender Heinz Hausmann sowie Landrat Klaus Löffler. Die Aufgabe der Kassenprüfer übernehmen auch in Zukunft Otmar Fugmann und Jan Fischer.

 

In seiner Rede blickte Jürgen Baumgärtner zufrieden auf die vergangenen zwei Jahre zurück. "Wir hatten teils harte Diskussionen in der Frankenwald-CSU - aber keinen Streit. Das ist ziemlich vorbildlich", fand er. Für die Region habe man vieles erreicht. Eines der größten und wichtigsten Projekte sei die Beamten-Fachhochschule, die derzeit in Kronach entsteht. "Perspektivisch werden wir 1000 Studenten hier haben. Das ist eine große Aufgabe", sagte er. In diesem Zusammenhang müsse man auch noch einmal über das Stadtbild sprechen und überlegen, ob der Expert-Markt an dieser Stelle bleiben kann.

 

Im Hinblick auf die Kommunalwahl 2020 meinte Jürgen Baumgärtner: "Wir müssen deutlich jünger und weiblicher werden." Nur so könne man sich zukunftsfähig aufstellen. Das bedeute aber auch, dass man auf der Kreistagsliste Platz machen müsse für alle gesellschaftlichen Gruppen und auch für Leute, die keine CSU-Mitglieder seien, aber die Werte der Partei teilten. In Sachen Kommunikation müsse man ebenfalls moderner werden und verstärkt auf soziale Medien setzen - das gelte auch für alle Bürgermeister und den Landrat. "Das schafft Transparenz. Wir müssen es hinbekommen, die Menschen wieder für die Politik zu begeistern. Sonst sehe ich für die Zukunft schwarz", appellierte er. Von den Ortsverbänden erwartet Baumgärtner, dass sie sich künftig noch aktiver ins politische und gesellschaftliche Leben einbringen und Inhalte liefern. "Es ist nicht akzeptabel, dass manche nicht mehr auf der Bildfläche sind und nur noch auf dem Papier existieren. Leichen können wir uns nicht mehr leisten", stellte er klar und warb dafür, untätige Ortsverbände aufzulösen. Für ihn war klar: "Die nächsten zwei Jahre werden Jahre der innerparteilichen Reformation. Und ja, das wird an manchen Stellen auch wehtun."

Häufig werde er gefragt, ob er Bob der Baumeister sei. "Nein, das bin ich nicht", stellte Jürgen Baumgärtner klar. Allerdings habe er verstanden, dass ein Neubau oft sinnvoller sei als eine Sanierung. "Das Schützenhaus hält noch 20 Jahre, dann wird‘s schwierig. Ich bin nach wie vor dafür, eine Stadthalle mit Multifunktionsraum als Ersatz zu bauen", sagte er. Denn dass die Stadt einen modernen Veranstaltungsraum brauche, stehe völlig außer Frage. Gleiches gelte für die Helios Frankenwaldklinik: Sämtliche Krankenhäuser im Umkreis würden nach modernsten Gesichtspunkten neu gebaut. Da könne man es sich einfach nicht leisten, das in Kronach nicht zu tun. Darüber hinaus müsse man ein gutes medizinisches Konzept vorhalten.

Das Wichtigste für den Landkreis seien die Arbeitsplätze. Deshalb müsse man die örtlichen Unternehmen pflegen und vor allem aufhören, die Automobil-Industrie schlechtzureden. Asyl sei in der Region kaum mehr ein Thema. "Wir haben es gut im Griff", freute sich Jürgen Baumgärtner und führte das unter anderem auf regelmäßige Treffen mit den Sicherheitsbehörden und das erfolgreiche Verhindern von Sammelunterkünften zurück. Auch in Sachen Umwelt-Region sei man auf einem guten Weg.

Nun gelte es, die Attraktivität des Landkreises weiter zu steigern. Toll sei, dass der Freistaat Bayern das Kleintettauer Tropenhaus finanziell gestützt habe und man sich nun auf den Weg mache, die Flößerei im Frankenwald zu sichern. Ein wichtiges Instrument sei auch die Förderoffensive Nordostbayern, dank der sich bereits vieles bewegt habe. Jürgen Baumgärtner erklärte, dass keine einzige Landkreis-Kommune durch das Raster des Staatshaushalts falle und jede entsprechend profitieren werde. Er versprach: "Die Zeit der Ankündigungen ist vorbei, jetzt müssen wir liefern. 2023 wird die Quote der Erfüllung bei 100 Prozent liegen."

Autor
Julia Knauer

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Veröffentlicht am:
17. 05. 2019
17:26 Uhr

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Julia Knauer

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17. 05. 2019
17:26 Uhr



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