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Kronach

Abriss schafft Raum für Parkplätze

Im Stadtradt Teuschnitz werden Pläne für die Neugestaltung des Projekts Dorfplatz 7 in Wickendorf vorgestellt. Das marode Wohnhaus soll sieben Stellplätzen weichen.



Das marode Wohnhaus wird abgerissen und das Anwesen Dorfplatz 7 in Wickendorf als Parkplatz gestaltet. Dabei entstehen sieben Stellflächen.   Foto: Schülein

Teuschnitz - Bereits im Juni hatte der Stadtrat Teuschnitz die Anmeldung des Projekts Dorfplatz 7 in Wickendorf für das Programm FONOB beim Amt für ländliche Entwicklung Bamberg beschlossen. Das marode Wohnhaus wird abgerissen und das günstig von der Stadt zu erwerbende Anwesen als Parkplatz neu gestaltet.

Stadtrat in Kürze

Bürgermeisterin Gabriele Weber informierte den Stadtrat Teuschnitz über ein Treffen mit Vertretern der Jagdgenossenschaft, da es hinsichtlich des Zuständigkeitsbereichs zu Abstimmungsproblemen gekommen war. Man sei überein gekommen, dass die Jagdgenossenschaft pro Jahr 5000 Euro für Wege-Maßnahmen zur Verfügung stellt - etwa die gleiche Summe wie die Stadt. Von nun an soll zu Jahresbeginn ein gemeinsames Treffen stattfinden, um anstehende Maßnahmen zu besprechen.

Eine Besprechung fand auch mit der Fernwasserversorgung Oberfranken statt, wobei es um die Verbesserung der Wasserversorgung von Teuschnitz ging. Zum Wasser-Bezug, der von Tschirn aus über einen Hochbehälter erfolgt, gebe es wahrscheinlich eine Alternative. Diese wird von einem Büro geprüft und danach im Stadtrat vorgestellt.

Entgegen der bisherigen Ankündigung sei die Vollsperrung der Reichenbacher Straße nicht zum 19. August aufgehoben worden, sagte die Bürgermeisterin. Erst am Tage der Sitzung habe man ihr mitgeteilt, dass die Sperrung noch eine weitere Woche aufrecht erhalten werden müsse, möglicherweise sogar bis 2. September. "Ich bin heilfroh, wenn die Maßnahme endlich fertig ist", sagte Weber. Da es sich um eine Landkreis-Maßnahme handelt, habe die Stadt hier kaum Einfluss.

 

Der mit der Planung beauftragte Architekt Oliver See stellte bei der Stadtratsitzung am Montagabend drei Varianten für die Neugestaltung des Platzes vor. Einstimmig grünes Licht gab es schließlich für die Variante mit der höchstmöglichen Anzahl an Stellplätzen.

 

"Wir sind sehr froh, diesen Schandfleck endlich beseitigen und neu gestalten zu können", zeigte sich Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) voller Vorfreude auf die Aufwertung im Dorfkern, in direkter Nachbarschaft zur alten Schule. Die Stadt habe bereits vor rund einem Jahr Kontakt mit der Eigentümer-Familie des nicht mehr bewohnten ehemaligen "Haase"-Hauses aufgenommen. Nachdem sich der Verkauf zeitlich in die Länge gezogen hatte, sei man sich schließlich doch einig geworden. Es gibt bereits einen Notartermin. Auch die Zusage des Amts für ländliche Entwicklung auf eine Förderung über 90 Prozent liegt schon vor.

"Wie es im Haus aussieht, das haut einen um", fand See deutliche Worte. Ähnlich verhalte es sich mit dem äußeren Erscheinungsbild mit verbauten Flächen, diversen Anbauten sowie Wildwuchs. Eine Sanierung sei nicht sinnvoll; ein Abriss sei alternativlos. Die Neugestaltung als Parkplatz biete sich sowohl für die benachbarte Feuerwehr als auch für Besucher von Veranstaltungen in der ebenfalls neu zu gestaltenden alten Schule an.

Unter den drei Varianten bevorzugte das Gremium diejenige mit den meisten Stellplätzen, sieben an der Zahl. "Der Parkplatz soll keine glatt zubetonierte Fläche werden", betonte See. Der Platz werde begrünt und optisch an das Ortsbild angepasst. Auch zwei Sitzbänke sollen aufgestellt werden. Die Zufahrt erfolgt aus der Richtung Milchhäuschen. Links entstehen vier, rechts drei Stellplätze, jeweils 2,5 Meter lang. Der Höhenunterschied auf dem Grundstück über 80 Zentimeter soll angeglichen werden. Hinsichtlich der Entwässerung strebt man eine Ableitung in den Bach und nicht in die Kanalisation an. Als Pflaster könne er sich Fugen- oder Rasengitter-Pflaster vorstellen, sagte See.

Die Brutto-Gesamtkosten - inklusive Grunderwerb, Abriss, Platzgestaltung und Planungskosten - belaufen sich auf 87.500 Euro. Durch das Entfernen des unansehnlichen Gebäudes und die ordentliche Nachnutzung erfahre der Ort eine "Superaufwertung", meinte Gabriele Weber. Auch das Parkplatzproblem werde gelöst.

Ebenfalls einstimmig genehmigte der Stadtrat eine interkommunale Zweckvereinbarung mit dem Landkreis Kronach für mehr Datenschutz und Informationssicherheit. Im Zuge der gemeinsamen Aufgabenerfüllung stellt der Landkreis einen Datenschutz- sowie einen Informationssicherheitsbeauftragten ein. Die Ausschreibung für zwei EDV-Fachleute läuft. Die Funktion des Datenschutzbeauftragten für die Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz hat Geschäftsleiter Thomas Weber inne; später Sven Schuster. Informationssicherheitsbeauftragte ist Kämmerin Sabine Suffa. Die Kosten für die Zweckvereinbarung werden nach Aussage Webers verteilt. 50 Prozent der Kosten entfallen auf den Landkreis; die anderen 50 Prozent auf die Gemeinden, entsprechend ihrer Einwohnerzahl.

Die Bürgermeisterin gab eine dringliche Entscheidung bekannt. Im Zuge der Sanierung der Gemeindeverbindungstraße Wickendorf war eine zusätzliche Verfestigung notwendig, da der Baugrund nicht ausreichend tragfähig war. Die Entscheidung war vor Ort fällig gewesen, da sonst - bis zum Abwarten des Stadtrat-Beschlusses - die Firma einen Baustopp von einer Woche hätte einlegen müssen. Der Auftrag über knapp 14 700 Euro war von ihr laut vorliegendem Angebot erteilt worden. Die Asphaltierung fand bereits statt.

Autor

Heike Schülein
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Veröffentlicht am:
20. 08. 2019
14:48 Uhr

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Autor

Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
20. 08. 2019
14:48 Uhr



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