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Kronach

Acht Tage zwischen Spaß und Wettkampf

16 Jugendliche und fünf Betreuer des Kronacher THW machen beim Bundesjugendlager in Rudolstadt mit. Und erleben dabei eine Mammut-Veranstaltung.



Eindrucksvoll: das Bundesjugendlager der THW aus der Luft.   » zu den Bildern

Kronach - In diesem Jahr fand das Bundesjugendlager des Technischen Hilfswerks (THW) im thüringischen Rudolstadt statt. Natürlich ließen es sich auch die Kronach THWler nicht entgehen, bei dieser achttägigen Mammut-Veranstaltung dabei zu sein.

Daten & Fakten

Das THW-Bundesjugendlager in Rudolstadt konnte mit beeindruckenden Zahlen aufwarten:

5500 Teilnehmer

700 Kleinbusse und Autos

400 Lastwagen und Lastzüge

43 Sanitärcontainer

1240 Zelte auf 8 Hektar Fläche

Täglich 17 325 Mahlzeiten. Verzehrt wurden insgesamt:

15 Tonnen Fleisch

7 Tonnen Kartoffeln

7,5 Tonnen Gemüse

152 000 Semmeln

6300 Liter Kaffee und Kakao


Das Bundeslager findet alle drei Jahre an wechselnden Orten statt. Dabei treffen sich THW-Jugendgruppen aus ganz Deutschland zum Kennenlernen, Spaß haben und um neue Freunde treffen - aber auch, um sich im spielerischen Wettkampf zu messen und die beste THW-Jugendgruppe Deutschlands zu ermitteln.

So machten sich auch aus Kronach 16 Junghelfer im Alter von elf bis 17 Jahren zusammen mit fünf Betreuern auf den Weg nach Thüringen. Während es für die Kronacher Gruppe eine vergleichsweise kurze Anreise war, kam die Gruppe mit der weitesten Anreise aus dem schleswig-holsteinischen Niebüll. Die anderen 340 Gruppen waren aus allen Teilen Deutschlands angereist.

Nach der Ankunft auf dem Zeltplatz bekamen die Junghelfer schon mal einen Vorgeschmack darauf, wie es später sein kann, wenn sie zu einem überörtlichen Großeinsatz anrücken. Erst einmal war Warten und die Anmeldung beim sogenannten "Meldekopf" angesagt. Erst nachdem die Gruppen registriert waren, bekamen sie ihre Parzellen zugewiesen und konnten mit dem Aufbau und Einrichten der Zelte beginnen. Einer der Höhepunkte des Zeltlagers war der "Bundeswettkampf" der Jugendgruppen. Aus jedem der 16 Bundesländer traten die jeweiligen Landessieger, die sich zuvor beim Bezirks- und Landeswettkampf qualifiziert hatten, gegeneinander an. Unter dem Motto "Spielend helfen lernen" mussten die Jugendlichen dabei realistische, aber altersgerecht angepasste Aufgaben aus dem THW-Alltag bewältigen. Dazu gehörten der Bau eines Behelfstegs, Personenrettung mittels besonderer Techniken, aber auch die Instandsetzung eines Brunnens und der Transport von Wasser.

Den ersten Platz belegte die Gruppe aus Leonberg in Baden-Württemberg, der zweite Platz ging ins Saarland und die Bronzemedaille nach Obernburg in Bayern.

Die Folgetage konnten die Gruppen in eigener Regie gestalten, und die Kronacher Junghelfer nutzten die Gelegenheit, die große Modellbahnausstellung in Wiehe sowie das Besucherbergwerk "Hühn" in Trusetal zu besichtigen. Waren es bei der Modellbahnausstellung noch die Vielfalt und Detailtreue, die beeindruckten, so waren die Jugendlichen im Bergwerk ebenso erstaunt wie ihre Betreuer, mit welchem Aufwand und welcher Mühe die Arbeit unter Tage früher verbunden war. In der Grube Hühn wurden von 1709 bis 1990 Eisenerz und Schwerspat abgebaut, und man kann heute noch sehen und erahnen, wie schwer die Arbeit dort war.

Den Abschluss der Woche bildete eine Fahrt zur Bleilochtalsperre, die eine willkommene Abkühlung bei der sommerlichen Hitze bot, sowie ein hochinteressanter Besuch bei der Tunnel-Leitzentrale in Zella-Mehlis, welche die großen Autobahntunnel in ganz Thüringen überwacht.

Nicht nur Unterhaltung

Neben Spaß und Unterhaltung mussten die Jugendlichen auch Pflichten übernehmen und mithelfen, damit das Camp mit rund 5500 Personen "rund" lief. Nach einem genauen Plan waren im täglichen Wechsel Jugendliche mit Essensausgabe, Tische abwischen, Ordnung im Gemeinschaftsbereich und der Müllentsorgung betraut.

Während unter der Woche das Wetter fast zu heiß war, regnete es am Abreisemorgen, so dass die Junghelfer die Zelte bei Nässe abbauen mussten und anschließend zu Hause einiges zu trocknen und zu reinigen hatten. Davon ließ man sich die gute Laune und die tollen Eindrücke jedoch nicht vermiesen. Das Fazit bei Jugendlichen und Betreuern war einstimmig: "eine super Sache".

Autor

Hajo Badura
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 08. 2019
14:40 Uhr

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Hajo Badura

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Veröffentlicht am:
12. 08. 2019
14:40 Uhr



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