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Kronach

Acht neue Amtsträger legen Eid ab

In Mitwitz ist der neue Gemeinderat erstmals zusammengetreten. Dabei erläuterte Bürgermeister Oliver Plewa seine Ziele. Eine Ehrung gab es für seinen Vorgänger.



Vereidigung der neuen Mitwitzer Gemeinderäte Jessica Lang und Claudia Gundermann (beide CSU), Corinna Rudolph und Matthias Rudolph (Grüne) sowie Oliver Kern (SPD) und Siegmund Katholing (Freie Wähler). Fotos: Maria Löffler   » zu den Bildern

Mitwitz - Feuertaufe - ein Wort, das wohl vielen neuen Bürgermeistern im Landkreis in den vergangenen Wochen durch den Kopf gespukt ist; das vielleicht auch schlaflose Nächte bereitet hat. Nach und nach dürfte sich die Aufregung allerdings legen, denn der konstituierende Sitzungsreigen im Landkreis hat längst begonnen. In Mitwitz stand jetzt der neue Bürgermeister Oliver Plewa (CSU) zum ersten Mal offiziell vor dem Ratsgremium und führte durch die Sitzung.

In neuer Besetzung

Im Rechnungsprüfungsausschuss sind: Gerd Hempfling (CSU, er wird auch den Vorsitz führen, Vertreter: Klaus Schneider, CSU), Bianka Knauer (CSU, Vertreterin: Claudia Gundermann, CSU), Corinna Rudolph (Grüne, Vertreter: Matthias Rudolph, Grüne), Markus Limmer (SPD, Vertreter: Jürgen Kern, SPD), Martin Heidenbluth (FW, er wird als stellvertretender Vorsitzender fungieren; Vertreter: Wolfgang Götz, FW).


Doch bevor er das tat, wurde er von Matthias Rudolph (Grüne) feierlich vereidigt. Ähnliche Eidesformeln sprachen auch die neuen Gemeinderäte und Bianka Knauer (CSU) als Dritte Bürgermeisterin. Jürgen Kern (SPD), der seinen Posten als Zweiter Bürgermeister schon lange innehat, wird ihn auch die nächsten sechs Jahre ausfüllen. Vereidigt werden musste er deshalb nicht mehr.

Bevor man im Mitwitzer Schützenhaus die unterschiedlichen Ausschüsse besetzte, definierte Plewa seine Wünsche und Ziele: "Ich freue mich aufrichtig auf eine vertrauensvolle und vor allem lösungsorientierte Zusammenarbeit mit Euch in diesem Gremium. Es kann bei uns auch nicht um Parteien gehen, sondern darum, unsere Heimatgemeinde nach vorne zu bringen und zukunftsfest zu machen." Was hinter diesen Worten stecken soll, verriet er im Anschluss: "Zeitnahe Ortsbegehungen, ausführliche Sitzungsvorlagen, eine gemeinsame Runde mit den Fraktionssprechern vor jeder Sitzung."

Doch Plewas Gedanken griffen weiter: "Sobald es die Situation wieder ermöglicht, ist ein Klausurwochenende von mir angedacht, um ein gemeinsames Zielbild für unsere Marktgemeinde Mitwitz zu formulieren und um tiefer in die einzelnen Maßnahmen einsteigen zu können." Projekte, die schon vor seiner Amtszeit begonnen wurden, möchte er zu Ende führen, aber auch neue anstoßen: zum Beispiel einen einheitlichen Auftritt der Marktgemeinde, die Installation eines Stadtumbaumanagements, Dorferneuerungen und die Weiterentwicklung des Wasserschlosses mit dem Landkreis. Informieren möchte Plewa vor allem die Bürger. Instrumente dafür sollen beispielsweise der Internetauftritt der Gemeinde, ein Mitteilungsblatt und soziale Netzwerke wie "Facebook" sein. Eine Bitte an die Gemeinderäte formulierte er am Ende: "Gewährt auch mir als Eurem neuen Bürgermeister eine Einarbeitungszeit, um mich mit den Sachständen tiefer vertraut zu machen. Dabei werde ich mich vor allem auf die laufenden Großprojekte konzentrieren und mir die Strukturen in der Verwaltung und im Bauhof näher ansehen." Seine emotionale Rede endete mit den Worten: "Ich wünsche uns allen viel Mut, Schaffenskraft, Kompromissbereitschaft, Zuversicht und Solidarität. Unsere Entscheidungen sollten immer mit dem Blick auf das Wesentliche getroffen werden und das ist die Zukunft unserer Gemeinde und das sind vor allem auch die Bürgerinnen und Bürger, die hier leben."

Mit dem Titel "Altbürgermeister" dürfen sich diejenigen schmücken, die von einem Ratsgremium dazu ernannt werden. Es handelt sich hier um Personen, die außergewöhnlich lange Bürgermeister waren beziehungsweise sich in ihrem Amt in besonderer Weise um die Kommune verdient gemacht haben. Eine allzu große Überraschung dürfte deshalb die Verleihung dieses Ehrentitels für Hans-Peter Laschka nicht gewesen sein. In nicht öffentlicher Sitzung wurde ihm diese Auszeichnung feierlich verliehen.

Der Jugendbeauftragte sei "eine Instanz, die sich in Mitwitz bewährt hat", meinte Oliver Plewa und wollte mit diesem Posten eine Verbindung schaffen, um Jugendliche stärker in politische Entscheidungen einzubeziehen. Nicholas Gentzsch soll künftig also Schnittstelle sein zwischen beiden Seiten. Im Ratsgremium werden ihn Jessica Lang (CSU) und Oliver Kern (SPD) unterstützen.

Zum neuen Umweltbeauftragten wurde Ulrich Münch, Vorsitzender des LBV-Kreisverbandes, gewählt. Er soll künftig eine zentrale Rolle spielen, denn dem Umweltschutz müsse man auch weiter große Bedeutung zumessen, betonte der neue Rathauschef.

Einige Entscheidungen standen noch aus, die man nach und nach aber abarbeiten werde. Dazu gehören unter anderem der Erlass einer neuen Geschäftsordnung sowie die Wahlen der Ortssprecher und der Seniorenbeauftragten. Bei der Sitzung rief Plewa auch zu einer Umweltaktion auf: Spaziergänger in und um Mitwitz könnten herumliegenden Müll aufsammeln und zum Bauhof bringen, regte er an.

Autor

Maria Löfflerr
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Veröffentlicht am:
06. 05. 2020
14:54 Uhr

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Maria Löfflerr

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06. 05. 2020
14:54 Uhr



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