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Kronach

Allee trägt zur Artenvielfalt bei

16 Obstbäume werden in Birnbaum gepflanzt - dank dem Amt für Landwirtschaft und Gartenbauverein. Dabei wird auch an die Verantwortung der Verbraucher erinnert.



Am Ortsrand von Birnbaum wachsen jetzt 16 Kirsch-, Apfel-, Birn- und Zwetschgenbäume in einer Allee. Zu verdanken ist das dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie dem Obst- und Gartenbauverein.  

Birnbaum - Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kulmbach hat kürzlich in Birnbaum eine von insgesamt fünf Pflanzaktionen in den Landkreisen Kulmbach und Kronach durchgeführt. Heinz Kolb, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Birnbaum, hieß dazu bei strömendem Regen - "bestes Pflanzwetter" - neben vielen Mitgliedern und interessierten Bürgern auch Bürgermeister Gerhard Wunder, BBV-Kreisobmann Erwin Schwarz, Kreisfachberaterin Beate Singhartinger und AELF-Bereichsleiter Günter Heinlein willkommen. Die Veranstaltung gehörte zu dem Themenschwerpunkt "Biodiversität", den sich die Landwirtschafts- und Forstverwaltung gesetzt hat. Unter dem Motto "Unser Auftrag: Erzeugung gestalten - Arten erhalten" werden bayernweit Aktionen durchgeführt, die sich mit Möglichkeiten zur Verbesserung der Artenvielfalt beschäftigen.

In Birnbaum wurden dafür gemeinsam mit dem Gartenbauverein 16 Hochstamm-Obstbäume als Allee am Ortsrand gepflanzt: vier Kirschbäume, fünf Apfelbäume, vier Birnbäume und drei Zwetschgenbäume. Geplant wurde das Projekt gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Birnbaum, der auch die Pflege der Bäume übernimmt.

Gerhard Wunder betonte in seinem Grußwort den Zusammenhalt in Birnbaum, ohne den eine solche Aktion nicht auf die Beine gestellt werden könnte.

Erwin Schwarz freute sich ebenfalls über das Beispiel aktiven Naturschutzes und zeigte sich sicher, dass die Bäume in Birnbaum gut gepflegt werden: "Wie wir an vielen anderen Beispielen sehen können, ist das leider keine Selbstverständlichkeit."

Stephan Poersch vom AELF Kulmbach erinnerte in seinem Vortrag an das im Anschluss an das Volksbegehren "Rettet die Bienen" beschlossene Maßnahmenpaket, das insbesondere für die Landwirtschaft einschneidende Veränderungen zur Folge haben werde. Dabei könne aber die öffentliche Hand nicht alles regeln. So sei die angestrebte deutliche Ausweitung des Ökolandbaus von derzeit elf Prozent der landwirtschaftlichen Fläche auf 30 Prozent im Jahr 2030 nur zu schaffen, "wenn der Verbraucher mitspielt". Eine Folge sei, dass dann ein deutlich höherer Anteil des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben werden müsse. Man werde sehen, ob der Verbraucher hierzu bereit sei. Beim Naturschutz in der Landwirtschaft fange man keineswegs "bei Null" an, sagte er: So gebe es etwa auf Ackerland in den Landkreisen Kulmbach und Kronach 409 Hektar staatlich geförderte Blühflächen und 81 Hektar Erosions- und Gewässerschutzstreifen. Weitere knapp 2000 Hektar extensive Grünlandnutzung ohne Düngung und Pflanzenschutz direkt an Flüssen und Seen sorgten für bessere Gewässerqualität - mit jeweils deutlich ansteigender Tendenz gegenüber den Vorjahren.

Poersch appellierte an Kommunen und Gartenbesitzer, mehr Natur zuzulassen. "Die Landwirte werden das Insektensterben nicht alleine beenden können. Das ist eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft: mehr öffentliches Grün und weniger Bodenversiegelung in den Städten, mehr Obstbäume und Blühsträucher, dafür weniger Kirschlorbeer und Thujahecken in den Gärten."

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Veröffentlicht am:
12. 11. 2019
16:42 Uhr

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