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Kronach

Alles ist vorbereitet

Im Mai starten die Flößer aus Wallenfels in die neue Saison. Die Gäste dürfen sich auch heuer wieder über einige Neuerungen freuen. Damit das so ist, wurde viel gearbeitet.



Nicht nur Flöße und das Wasser erwarten die Gäste in dieser Floßsaison - regionale Produkte und neue Programme werden begeistern. Von links stehend 2. Bürgermeister Erich Mähringer, Ines Simon-Graf, Bürgermeister Jens Korn, Tina-Christin Rüger, Oliver Plewa. Sitzend Andreas Buckreus jun. (links) und Sandra Heinz. Foto: Susanne Deuerling   » zu den Bildern

Wallenfels - Die neue Floßsaison steht vor der Tür. Am Samstag, 25. Mai, ist es soweit und bis dahin gibt es noch viel vorzubereiten. Über die Flöße selbst kann der Schatzmeister der Flößergemeinschaft Wallenfels, Andreas Buckreus jun., Auskunft geben. Bereits seit Ende 2018 laufen die Vorbereitungen, sagt er bei einem Pressegespräch in Wallenfels. Weil jedes Jahr sechs Flöße ausgetauscht werden, mussten etliche Bäume gefällt werden. Das heißt, 50 bis 60 Stämme müssen von Hand entrindet werden, bevor sie kurz vor Beginn der Saison zu Flößen mit je acht Stämmen zusammengefügt werden können. Die Floßstrecke wird für die Fahrten fit gemacht, die Wehre, Stauvorrichtungen und Uferböschungen begutachtet, ausgebessert und Gefahrenstellen beseitigt.

Damit es losgehen kann, gibt es Ines Simon-Graf, Tourismusbeauftragte der Stadt Wallenfels. Bei ihr laufen die Buchungen ein, sie koordiniert die einzelnen Programme, die man buchen kann und kümmert sich auch sonst um die Organisation. Spektakulär, einzigartig und traditionell beschreibt der Flyer zur Floßfahrt die feucht-fröhliche Aktion.

Und so beschreibt auch Ines Simon-Graf die Flößerei: "Es gibt in der Region und darüber hinaus nichts Vergleichbares." Da sei zwar das Flößen auf dem Main oder der Isar - aber das sei etwas ganz anderes. Ruhige Touren mit Bänken, Brotzeit und Musik. Spannung und den kleinen Nervenkitzel gebe es nur in Wallenfels.

Für die 15 Termine, an denen Floßfahrten eingeplant sind, können bis zu 7500 Personen das Angebot annehmen. "Bis jetzt habe ich bereits 3500 Buchungen vorliegen", sagt Simon-Graf. Besonders erfreut ist sie darüber, dass viele online buchen und die Zielgruppe sich auf Betriebsausflüge, Vereinsfahrten und Familientreffen ausgeweitet hat.

Neben den traditionellen Programmen mit Brotzeit nach dem Flößen oder Mittagessen in einer der Gaststätten im Oberen Rodachtal, gibt es in diesem Jahr auch eine Frankenwälder-Bierverkostung am Ausflugslokal Herrgottswinkel, hoch über den Dächern der Stadt Wallenfels. Und die wird von einer kompetenten Botschafterin des Tourismus durchgeführt. Wer wäre da besser geeignet als eine ehemalige Bierkönigin Tina-Christin Rüger?

"Wasser ist nicht nur beim Flößen wichtig, sondern auch beim Bierbrauen. Was ist da nahe liegender, als dies zu kombinieren?", erklärt sie. Die Flößer waren schon immer trinkfreudig, es war sogar festgelegt, wie viel Maß Bier ihnen täglich zustand. Auch die Vorfahren der ehemaligen Bierkönigin können auf ein Flößerleben zurückblicken. Fünf Biere werden verkostet, natürlich in kleinen Gläsern, nicht in Maßkrügen.

Wer ganz viel "Flößerflair" genießen will, kann natürlich auch ein ganzes Wochenende buchen oder gleich Urlaub im Oberen Rodachtal machen. Auch ein Besuch des Flößermuseums in Unterrodach, für alle Floßgäste gratis, ist zu empfehlen. "Mitbringsel" für die Lieben zu Hause, aber auch für sich selbst, gibt es dann im "Flößerlädla". Auch hier gibt es Neuerungen: Flößerschnaps, Flößerbrot und "Schwazz Flasch" (Geräuchertes) brauchen etwas Gutes dazu. Und da kommt die Arnikastadt Teuschnitz ins Spiel. "Flößersenf" hat Oliver Plewa, Netzwerkmanager der Arnikastadt, mitgebracht. Und der Slogan "Aus der Region, für die Region" trifft hier voll und ganz zu, denn der Senf wird aus regionalen Kräutern und Meerrettich zubereitet.

Sandra Heinz vom Tourismusverband Oberes Rodachtal hat auch Zukunftswünsche beziehungsweise Perspektiven. Es ist angedacht, im Ortskern das Flößerlädla kombiniert mit einem kleinen Cafe einzurichten, wo man auch außerhalb der Floßtermine einkaufen kann. "Damit wären unsere regionalen Produkte das ganze Jahr präsent", sagt Sandra Heinz. Genau wie die G’stopften Rumm, die gibt es allerdings nur von November bis Ostern. Dann stehen sie auch auf den Speisekarten der Egersmühle und des Gasthofs Roseneck. Wegen ihnen wurde Wallenfels einer der 100 Genussorte Bayerns. Die Spezialität gibt es nur hier und sie ist etwas ganz Spezielles.

Um natürlich nicht nur regional im Oberen Rodachtal angesiedelt zu sein, hat man den Frankenwaldtourismus im Boot. Markus Franz nennt die Flößerei auf der Wilden Rodach absolut authentisch, so wie es in der Region früher war. Kein Hollywood oder Disneyland, sondern bodenständige Veranstaltungen, die in Erinnerung bleiben. Der Schwerpunkt des Frankenwaldtourismus ist hauptsächlich auf Wasser und Wald gelegt - und da passe Wallenfels mit seiner gelebten Tradition hervorragend dazu.

Autor

Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
19. 04. 2019
16:20 Uhr

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Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
19. 04. 2019
16:20 Uhr



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