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Kronach

Alter kirchlicher Brauch lebt wieder auf

In Stockheim segnet Pfarrer Lars Rebhan den Johanneswein. Er soll an die arglose Liebe erinnern und Kranke stärken.



Nach dem Gottesdienst konnten die Gläubigen den gesegneten Johanneswein kaufen. Foto: Gerd Fleischmann  

Stockheim - Die Segnung des Johannesweins ist ein alter kirchlicher Brauch nach Weihnachten. Diese Tradition wurde nun im Stockheimer Gotteshaus St. Wolfgang durch Dekan Lars Rebhan (Marktgraitz) wiederbelebt. Im Kreis Kronach ist das eine Besonderheit. Den Gottesdienst umrahmten im Beisein von Diakon Wolfgang Fehn die Sänger der Zechgemeinschaft Neukenroth unter der Leitung von Alexander Fröba. An der Orgel spielte Organist Michael Lutz. Bei einem Stehempfang nach dem Gottesdienst hatten die Gläubigen die Möglichkeit, den Wein zu kosten und auch zu kaufen. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht.

Die Johannesweinsegnung hat einen historischen Hintergrund. Am Fest des heiligen Johannes, des Evangelisten, ist es seit altersher üblich, Wein zu segnen. Die Legende berichtet von Apostel Johannes, er habe einen Becher vergifteten Weines gesegnet und dadurch vom Gift befreit. Außerdem soll der Johanneswein an das Gebot argloser Liebe erinnern, das dieser Apostel besonders gepredigt hat. Der gesegnete Johanneswein wird zum Trinken gereicht mit den Worten: "Trinke die Liebe des heiligen Johannes."

Nach altem Volksglauben stärkt der Johanneswein die Glieder und hält Gicht fern. Vor allem Brautpaare tranken den Wein für eine glückliche Ehe. Und den Sterbenden wurde der Johanneswein zur Stärkung für ihre letzte Reise gereicht.

Für die Gläubigen war es ein freudiges Wiedersehen mit Dekan Lars Rebhan, einem gebürtigen Stockheimer, der die heilige Messe feierte. Der 44-jährige Pfarrer machte sein Abitur am Kronacher Kaspar-Zeuß-Gymnasium. Nach dem Theologiestudium in München stand sein Entschluss fest, Priester zu werden. Die Diakonenweihe erfolgte am 20. September 2002. Am 26. Juni 2004 wurde der Stockheimer im Bamberger Dom durch Erzbischof Professor Ludwig Schick zum Priester geweiht. Die Primiz einen Tag später war für seine Heimatgemeinde ein unvergessliches Erlebnis. Danach betreute Lars Rebhan die Gläubigen in der Stadt Pegnitz. Ab 2006 war er Pfarrer in Hannberg. Im November 2017 übernahm er die vakante Pfarrstelle in Marktgraitz, Lettenreuth und Redwitz. Mittlerweile ist Lars Rebhan zum Dekan ernannt worden.

Autor

Gerd Fleischmann
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Veröffentlicht am:
30. 12. 2018
17:02 Uhr

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Gerd Fleischmann

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30. 12. 2018
17:02 Uhr



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