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Kronach

Auf der Suche nach dem verlorenen Traum

Ingo Cesaro veröffentlichte sein drittes Kinderbuch. Es ist eine Geschichte, die Alt dun Jung gleichermaßen Mut macht.



Ingo Cesaro veröffentlichte sein drittes Kinderbuch "Der verlorene Traum". Foto: Heike Schülein  

Kronach - Eines Nachts hat Dominik einen wunderschönen Traum. Ausgerechnet jetzt klingelt der altmodische Wecker im Schlafzimmer seiner Eltern unverschämt laut. Vor Schreck wacht der Junge auf. Dominik gräbt in seinem Gedächtnis, doch der Traum ist und bleibt verschwunden. Sehnsüchtig begibt sich er sich schließlich auf die Suche nach seinem verlorenen Traum. Kann er ihn wiederfinden?

32 Seiten Lesestoff

"Der verlorene Traum", Hardcover, 32 Seiten, Euphemia-Verlag, ISBN-Nr. 978-3-9816948-1-9 ist zum Preis von 14,95 Euro erhältlich in Kronach bei der Buchhandlung LeseZeichen, in der Weka, im Franken-Verlag, an der Tankstelle am Kreuzberg sowie bei Cesaro selbst, bei dem ein Versand per Post möglich ist.


"Ich habe mir überlegt, wie ein Kind an diese Sache herangehen und was es unternehmen würde, um seinen verlorenen Traum wiederzufinden", sagt Ingo Cesaro. Weit über 200 Einzelveröffentlichungen hat der freie Schriftsteller schon veröffentlicht. Sein drittes Kinderbuch "Der verlorene Traum" wendet sich nunmehr an Jungen und Mädchen im Kindergartenalter beziehungsweise in der Grundschule oder eben auch an "Erwachsene mit großen Träumen". Der siebenjährige Dominik unternimmt darin alle möglichen Versuche, um seine verlorene Traumgeschichte wiederzufinden. Suchen lässt ihn Cesaro dabei unter anderem bei einem Traumdeuter, im Fundbüro - schließlich könnte ihn ein Finder dort abgegeben haben - und bei einem Traumfänger im Zirkus, der vor der Stadt seine Zelte aufgeschlagen hat. Vielleicht kann auch ein auf Traumsuche spezialisierter Meisterdetektiv helfen oder die Polizei, wie ihm einige Klassenkameraden raten? Bei seiner Suche erlebt Dominik viele Enttäuschungen; trotzdem schöpft er immer wieder neuen Mut und versucht es immer wieder aufs Neue.

Gewidmet hat der Kulturschaffende diese Geschichte seinen Enkelinnen Greta und Martha. Eigentlich wollte er dabei auch einige ihrer Vorlieben einbauen. Die Jüngere der beiden könne beispielsweise stundenlang baggern oder der Müllabfuhr zuschauen, während ihre größere Schwester ein Fan von Polizei und Feuerwehr sei. Vom Verlag sei das aber nicht gewünscht gewesen, weswegen Cesaro die Geschichte mehrfach abänderte. Auch deswegen verzögerte sich die Buchvorstellung um einige Zeit, was schließlich bei der - nunmehr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagten - Leipziger Buchmesse hätte erfolgen sollen. Auch einige bundesweite Lesungen in Kitas, darunter auch in zertifizierten Buchkindergärten sowie an Grundschulen waren bereits vereinbart.

"Solche Lesungen werden sicherlich erst wieder im Herbst stattfinden können", gibt sich der Autor realistisch. "Langweilig" ist diesem - trotz der vielen ausfallenden Termine - aber keineswegs. Vielmehr habe er von morgens bis abends gut zu tun. Auch die derzeit alles bestimmende Corona-Pandemie verarbeitet er "natürlich" in Gedichtform; gilt der Kulturvermittler doch als der im deutschsprachigen Raum bekannteste Publizist von Haiku; 17-silbige persönliche Kurzgedichte. Eine Stunde am Tag hält er sich - in diesen schwierigen Zeiten - aber doch frei, wenn er mit seiner Ehefrau am Kreuzberg spazieren geht.

Wichtig ist es dem Autor, bei seinen Geschichten gerade auch für die jüngsten Leser weg vom gemeinen - also allgemein geläufigen - Kinderbuch zu kommen. Vielmehr möchte er Kinder mit seinem leichten und lockeren Schreibstil behutsam an ein literarisches Niveau heranführen; sie zum Nachdenken und darüber Sprechen anregen. Von seinem Buch "Der verlorene Traum" geht dann auch, die hinreißenden Illustrationen eingeschlossen, im Gegensatz zum heute überwiegend angebotenen Lesestoff ein fast schon "altmodischer" Charme aus.

Wie anerkannt Cesaro auch als Buchautor für die Jüngsten ist, belegt die Tatsache, dass er für die "Sendung mit der Maus" drei Kindergeschichten schrieb. Die Macher hätten - so Cesaro - einen ganzen Pool mit jeweils rund 30 eigenen Autoren und Zeichnern, um die Sendungen komplett alleine realisieren zu können. "Das war ein Riesenglück für mich und natürlich auch eine hohe Anerkennung", meint er stolz. Auch die Kinderbuch-Verlage verfügten über zahlreiche Haus-Autoren und -Illustratoren - so auch der Euphemia-Verlag, bei dem "Der verlorene Traum" erschienen ist. Farbenprächtig illustriert wurde dieser von Susanne Ledendecker, die mit diesem Verlag aus Bad Nauheim zusammenarbeitet.

Entstanden ist ein kunstvoll poetisches Buch, das die Träume feiert und die Fantasie beflügelt.

Autor

Heike Schülein
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 04. 2020
14:30 Uhr

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Autor

Heike Schülein

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 04. 2020
14:30 Uhr



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