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Kronach

Aufschwung durch Abriss

In Nordhalben werden leer stehende und verfallende Häuser beseitigt. Davon profitieren nicht nur die Nachbarn.



Nordhalben - Projekte der Nordostbayerninitiative und der Friedhof sind im Fokus der Nordhalbener Gemeinderatsitzung am Dienstagabend gestanden. Sven Schuster, Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung, stellte den Stand in Sachen Nordostbayerninitiative vor. Für 2017 waren vier Projekte eingereicht worden. Nordhalben Village laufe hervorragend (die NP berichtete); bei der Neuen Gasse 46 sehe man deutlich, welche Vorteile der Abriss hatte, Schlossbergstraße 24 und 26 würden weggerissen. Für die Ausgestaltung danach hätten sich bereits drei Interessenten gemeldet. Dies werde das erste Projekt sein, das verwaltungstechnisch abschließe, kündigte Schuster an. Das Projekt Roseninsel 30 verzögere sich wegen eines Erbfalls, werde aber auch in einigen Wochen erledigt sein.

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Aus dem Nordhalben-Fonds erhält der Gartenbauverein laut Bürgermeister Michael Pöhnlein 1000 Euro für die Verschönerung des Ortes. Außerdem werden die Kosten für den Einsatz "saubere Landschaft" übernommen.

Nordhalben stehe mit dem ehrenamtlichen Engagement der Bürger sehr gut da, lobte der Rathauschef. Deshalb wird es im Herbst zum ersten Mal einen Ehrenamtsempfang geben.

Der Jahresabschluss 2016 für die Wasserversorgung wurde mit einer Bilanzsumme von 672 704 Euro festgestellt und einstimmig beschlossen. Verzeichnet wurde ein Jahresgewinn von 5955 Euro.

Für den Raum Nordhalben fallen für die Maßnahmen 2018 des Landschaftspflegeverbandes im Landkreis Kronach Kosten in Höhe von 3735,18 Euro an. In dieser Summe ist auch die Pflege für vier große Bäume auf dem Friedhof enthalten. Der Beschluss zur Liste und den Kosten erfolgte im Gemeinderat einstimmig.

Für die Jahre 2019 bis 2023 wurden folgende Personen als Schöffen vorgeschlagen: Kathrin Deckelmann und Ralf Ellinger. Der Beschluss erfolgte einstimmig.


Für 2018 wurden angemeldet: Abriss von Bahnhofstraße 2 und Sanierung von Schlossbergstraße 9, hier läuft der Antrag. Bei der Lobensteiner Straße 10 läuft die Machbarkeitsstudie für den Saal "Weißes Lamm". In Heinersberg wird das Haus Nummer 33 abgerissen. Für das Haus Kronacher Straße 1 soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, jedoch reagiert die Besitzerin nicht auf Anfragen der Gemeinde.

Auch für 2019 steht einiges an. Im Fokus stehen dann die Gebäude Lobensteiner Straße 6, Kronacher Straße 26 sowie Lobensteiner Straße 2 und 4 (Café Daum). Die alte Schule in Heinersberg wurde bei der Förderung nicht anerkannt.

Durch den Abriss und die Sanierung dieser Gebäude erfahren die anderen Häuser teilweise eine enorme Aufwertung. Rudolf Ruf (CSU) meinte, dass man aufpassen müsse: Je mehr man wegreiße, desto mehr müsse man aus der Fläche wieder etwas machen. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) versicherte, dass man mit den Freiflächen das Ziel verfolge, die bestehenden Häuser aufzuwerten: "Niemand will immer nur auf Ruinen schauen müssen." Sven Schuster beruhigte, dass die Freiflächen und ihre Gestaltung ebenfalls in der Förderung enthalten seien. Bernd Daum (FW) gab im Namen des Arbeitskreises NohA Friedhof einen Sachstandsbericht zu den Themen Friedhof, Wasser und Abfälle und erklärte die weiteren Arbeiten. Die Wasserstelle soll um etwa 1,50 Meter verschoben werden. Granitpflaster für besseren Stand und besseres Gehen werde verlegt, die Müllbehälter vergrößert und mit Gabionen verblendet. Der Behälter für den Kompost soll als Container konzipiert werden, damit die Abfälle leichter abzutransportieren sind. Er soll ebenfalls hinter Gabionen verschwinden. Für den Hang rund um dieses Areal könnten Hecken als Sicht- und Windschutz dienen. "Der Friedhof gehört der Gemeinde, da müssen wir nachfragen, ob wir so weiterplanen können", sagte Daum.

Rudolf Ruf (CSU) forderte eine gute Befestigung für den Container, da er ja vom Lastwagen abgeholt werden müsse. Für Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) ist die Menge an Plastikmüll ein Ärgernis. Die Abfallbehälter hierfür seien zu klein. Man solle sich umweltfreundlichere Alternativen überlegen. Ludwig Pötzinger (FW) dankte NohA sowie Elfriede Stumpf und Gerda Kürschner. Beide Frauen hätten bereits 15 600 Euro an Spenden für den Friedhof gesammelt. Die vorgestellte Planung für den Friedhof genehmigte der Marktgemeinderat einstimmig.

Bedarf sieht man für eine öffentliche Toilette am Friedhof. In der Leichenhalle gebe es zwar ein WC, das jedoch in erbärmlichem Zustand sei. Man könne es wieder herrichten, bis man über die Städtebauförderung eine andere Lösung finde, hieß es. Albert Färber und Horst Wolf gen. Schmidt (beide FW) plädierten hingegen von vornherein für eine solide Lösung. Der Bürgermeister sagte, dass es eine Begehung des Bauausschusses geben werde. Dann werde man sich über die Städtebauförderung um eine Lösung bemühen.

Um auch weiterhin Stabilisierungshilfen des Freistaates erhalten zu können, muss das Haushaltskonsolidierungskonzept fortgeschrieben werden. So wird dokumentiert, wie sich die finanziellen Verhältnisse verbessern lassen. Bernd Daum (FW) dankte dem Bürgermeister für die Ausarbeitung der 16 Seiten umfassenden Dokumentation. Horst Wolf gen. Schmidt betonte, dass es der Arbeit des Gemeinderates und des Rechnungsprüfungs-Ausschusses zu verdanken sei, dass seit vier Jahren dem Trinkwasser und den Anlagen die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt werde. Dies sei ein echter Mutmacher für die Bürger. Diesen Weg solle man weiterverfolgen, über alle Fraktionsgrenzen hinweg.

Um eine beschränkte Erlaubnis für die Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Ölsnitz-Rodachtal bis zum 31. Dezember 2022 zu bekommen, sind einige Investitionen in die Anlage notwendig. Hier vertritt der Bayerische Prüfungsverband teilweise etwas andere Ansichten als das Wasserwirtschaftsamt, sodass noch Gespräche stattfinden müssen. Einige Maßnahmen müssen in sechs, andere in zwölf Monaten erledigt werden.

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Susanne Deuerling
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Veröffentlicht am:
11. 04. 2018
17:04 Uhr

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Susanne Deuerling

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Veröffentlicht am:
11. 04. 2018
17:04 Uhr



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