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Kronach

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Das Gebäude der Schlammpresse in Nagel wird saniert. Die Technik jedoch wird ausgetauscht. Die Arbeiten an der Kläranlage kommen schnell voran.



Richtfest für die neue Schlammpresse an der Kläranlage Nagel. Rund eine Million Euro investieren die Mitgliedsgemeinden Küps, Weißenbrunn und die Stadt Kronach. Foto: Rainer Glissnik  

Küps - Die vorgesehenen Baumaßnahmen des Abwasserverbands Kronach-Süd schreiten schneller voran als vorgesehen. Die Investitionskosten für die Baumaßnahmen an Schlammpresse und Schaltanlage sind nicht im vollen Umfang im diesjährigen Haushalt eingestellt, weshalb Verbandsvorsitzender Bernd Rebhan einen Nachtragshaushalt ankündigte. Für die Arbeiten an der Schlammpresse mussten zusätzliche 14 214,85 Euro beantragt werden.

Zur Finanzierung der Kosten für die Sanierung der Schlammentwässerung (Gebäude und Maschinen) muss der Verband ein Darlehen über 580 000 Euro bei der LfA Förderbank aufnehmen. Für die Errichtung der Photovoltaikanlage ist das nicht möglich. So wurde ein Darlehen über 300 000 Euro bei der Sparkasse Kulmbach-Kronach als wirtschaftlichstem Anbieter aufgenommen.

Schließlich führten Verbandsvorsitzender Bernd Rebhan und Klärwerksmeister Daniel Neumann durch die Anlage, zumal etliche Mitglieder und stellvertretender Verbandsvorsitzender Jörg Neubauer (Bürgermeister von Weißenbrunn) neu im Gremium sind.

"Wir sind insgesamt bei rund einer Million", erläuterte Verbandsvorsitzender Bernd Rebhan die Kosten für die neue Schlammpresse, an der Richtfest gefeiert werden konnte. Das Gebäude wird jedoch saniert, obwohl die Verantwortlichen zeitweise an einen Neubau gedacht hatten. Es habe seine Qualitäten bewiesen. Der Schlamm kommt aus dem Faulturm in den Schlammvorlagebehälter. Künftig wird er von der neuen Schneckenschlammpresse angesaugt und möglichst viel Wasser herausgedrückt. Die Schnecke wird den getrockneten Schlamm herausbringen.

Die Verantwortlichen in den 1980er-Jahren arbeiteten bereits sehr fortschrittlich und sahen schon eine Klärschlammpresse vor, obwohl der anfallende Klärschlamm damals von den Landwirten auf den Feldern ausgebracht wurde. Als sich dann die Voraussetzungen änderten, musste nur die Anlage eingeschaltet werden. Sie hielt 25 Jahre lang.

Jetzt wurde eine Schlammablagefläche angebaut, auf der sich mehrere Monate lang der gepresste Schlamm lagern lässt. Erfreulicherweise kann gepresster Schlamm innerhalb gewisser Zeitfenster beim Müllheizkraftwerk in Coburg angeliefert werden. Pro Tonne kostet das 70 Euro.

Klärmeister Daniel Neumann zeigte die Vorteile des neuen Geräts auf, das enorm viele Arbeiten erledigen kann und das auch noch ziemlich leise. Der alte Unimog konnte für fast 10 000 Euro verkauft werden.

Die neue Schlammpresse wird demnächst angeliefert und eingebaut, erläuterte Maximilian Murrmann von der ausführenden Firma SRP, wobei auch Planer Walter Brandner beim Richtfest dabei war. Anfang September soll die Anlage in Betrieb gehen. "Hier zeigt sich, dass auch aus etwas Altem etwas Neues entstehen kann", stellte Stefan Ströhlein von der SRP-Geschäftsführung fest. "Für alles werden Lösungen gefunden", zeigte sich Christian Carl von der Baufirma Hofmann über die Zeitplanung zuversichtlich.

Bekanntgabe von Beschlüssen aus der letzten nicht öffentlichen Sitzung:

Das wirtschaftlichste Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dem Gelände des Klärwerks in Nagel gab die Firma Münch, Rugendorf, ab, es beträgt 277 965,37 Euro. Durch das angebotene Montagesystem für die Erd-rammung entfallen die weiteren Kosten für die Fundamentarbeiten. Außerdem sind im Angebot der Firma Münch die Tiefbauarbeiten für die Leitungstrasse enthalten. Somit konnte beschlossen werden, die Ausschreibungen für die Nebengewerke und die Fundamentarbeiten aufzuheben.

Die Verwaltung wurde beauftragt, mit dem Planungsbüro Schneider und Partner einen Ingenieurvertrag für das Pumpwerk und Regenüberlaufbecken Schmölz I abzuschließen.

Autor

Rainer Glissnik
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
31. 07. 2020
17:48 Uhr

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Rainer Glissnik

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31. 07. 2020
17:48 Uhr



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