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Kronach

Bald freie Fahrt nach Nordhalben

In Tschirn wird die Straßensperrung zum Wochenende aufgehoben. Für Diskussionen sorgt im Gemeinderat ein Konzept über den Fahrzeugpark.



Die Hauptstraße in Tschirn wurde von der Kreuzung im Ortsmittelpunkt in Richtung Nordhalben bereits asphaltiert und kann ab dem kommenden Wochenende wieder befahren werden. Anschließend geht es gleich in Richtung Teuschnitz mit den Sanierungsarbeiten weiter. Foto: Michael Wunder  

Tschirn - Die Gemeinde Tschirn will ihren Fahrzeugpark effektiver gestalten. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag stellte Bürgermeister Peter Klinger (CSU) ein von der AfT beantragtes Fahrzeugkonzept vor. Das umfangreiche und detaillierte Konzept gliederte sich in Bestand, Aufgabenbeschreibung und Zielsetzung.

Bauarbeiten bis Ende August

Bürgermeister Peter Klinger (CSU) informierte, dass die Straßensperrung in Richtung Nordhalben zum Wochenende aufgehoben werden soll. Am Montag soll die Baustelle in Richtung Teuschnitz umverlegt werden. Bis Ende August sieht das Zeitfenster dort Bauarbeiten vor.

Außerdem informierte Klinger, dass ein Verlegen des Hydranten aus dem Kreuzungsbereich nicht möglich gewesen sei, weil im Gehweg, wo er neu montiert werden sollte, zu viel Kabel verlegt sind. Erfreulich sei, dass der Mobilfunkempfang in Tschirn verbessert werde, sagte der Bürgermeister. Die Telekom nutze dazu einen bestehenden Mast auf der Wacht. Der Gemeinde entstünden dabei keine Kosten. mw


Darüber hinaus zeigte der Bürgermeister auch Möglichkeiten auf, wie es umgesetzt werden kann. Im Bestand des Bauhofs ist derzeit ein Fendt-Geräteträger, Baujahr 1992, mit rund 11 000 Betriebsstunden, der neben Ladetätigkeiten vorwiegend im Winterdienst eingesetzt wird. Entsprechend sei auch der äußere Zustand, sagte Klinger. Motor und Getriebe seien hingegen noch gut in Schuss. Verschlissen sei jedoch der Köppl Pony, der nach sieben Jahren nicht mehr einsatzfähig ist. Neben dem Winterdienst, wofür er nicht geeignet ist, wurde das kleine Gerät mit Benzinmotor auch zum Rasenmähen eingesetzt. Ergänzend gibt es bisher dazu einen Transporter BSI, der acht Jahre alt ist. Er wurde ebenfalls im Winterdienst eingesetzt, entsprechende Reparaturen blieben deshalb nicht aus. Das Fahrzeug wird für Transporte aller Art verwendet und kann aufgrund seiner geringen Breite flexibel eingesetzt werden. Wenn man gewisse Kompromisse eingehe, könne man künftig mit zwei Fahrzeugen zurechtkommen, meinte Klinger. Er schlug deshalb vor, noch in diesem Jahr Ersatz für den Pony anzuschaffen. Die Kosten dafür schätzte er auf 60 000 Euro, wobei das Altgerät mit vielen Zubehörteilen noch rund 10 000 Euro wert sein dürfte. Im zweiten Schritt soll im nächsten Jahr ein Kommunaltraktor mit Frontlader zum Preis zwischen 80 000 und 100 000 Euro angeschafft werden. Dafür würden der Fendt Geräteträger und der BSI verkauft, was rund 40 000 Euro bringen würden. Mit Kosten von rund 110 000 Euro auf zwei Jahre verteilt, hätte man zwei neue Fahrzeuge und wäre für die Zukunft gut ausgerüstet, sagte Klinger. Auch die Reparaturkosten dürften sich dann in den ersten Jahren in Grenzen halten.

Gemeinderat Günter Böhnlein (CSU) meinte, dass man mit dem vorgelegten Konzept gut leben könne. Es sei sinnvoll, zehn bis 26 Jahre alte Geräte auszutauschen. Mit neuen Maschinen hätte man für die nächsten zehn bis 15 Jahre ausgesorgt. Im Bedarfsfall könne man sich mit externen Vergaben behelfen.

Zweiter Bürgermeister Michael Hader (AfT) bat zu prüfen, inwieweit man mit dem D-Führerschein Kommunalfahrzeuge steuern darf. Außerdem beantragte er eine Kostenaufstellung des Winterdienstes in der vergangenen Saison, insbesondere über die Räumung der Gehwege in der Gemeinde. Darüber hinaus forderte die AfT, Angebote von externen Firmen bezüglich der Gehwegräumung einzuholen. Christian Alber (AfT) ergänzte, damit würden die Geräteanschaffungskosten von 60 000 Euro unnötig, und man könnte mit einem kleineren Rasentraktor oder eventuell sogar mit Mährobotern den Park pflegen. Der Bürgermeister bezweifelte, ob ein externes Unternehmen diese Aufgaben übernimmt. Günter Böhnlein plädierte dafür, dies einfach mit abzufragen. Das Konzept wurde schließlich mit fünf zu vier Stimmen befürwortet, wobei die AfT, die es beantragt hatte, geschlossen dagegen stimmte.

Einstimmig hingegen erfolgte der Abschluss einer Ausbauvereinbarung mit dem Landkreis Kronach. Demnach soll die Lehestener Straße mit dem Landkreis ausgebaut werden. Dazu forderte das Landratsamt einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates. Der Bürgermeister sprach von Kosten von rund 109 000 Euro, als realistischen Zeitraum nannte er 2019 und 2020. Michael Hader meinte, dass entsprechende Vorarbeiten der Gemeinde notwendig seien. Einig war man sich auch hinsichtlich der Gehwegabtrennung, welche durchwegs als Niederbord ausgeführt werden soll und so auch in die Vereinbarung einfließt.

Östlich und westlich von Tschirn gibt es Fußwege, auch Feuersteige genannt. Diese Steige, meist auf Privatgrund, sind im Straßenverzeichnis der Gemeinde als beschränkt öffentliche Wege gewidmet. Nun liegt der Gemeinde die Anfrage eines Grundstückeigentümers vor, der eine Gartenmauer erneuern möchte. Geschäftsleiter Thomas Weber erläuterte dem Gemeinderat die rechtliche Lage. Demnach stellt sich die Frage, ob dieses Wegerecht aus den 1960er-Jahren aufrechterhalten werden soll. In den neuen Lageplänen sind diese Wege schon nicht mehr gekennzeichnet, aber rechtlich noch vorhanden.

Günter Böhnlein meinte, dass diese Feuersteige früher Sinn gemacht hätten. Die Ostseite sei seit längerem zugewachsen oder überbaut. "Wir brauchen gut ausgebaute Straßen, es gibt keinen Grund, diese Wege aufrecht zu erhalten", meinte er. Die Feuersteige sollen deshalb nach Jahrzehnten entwidmet werden.

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Michael Wunder
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Veröffentlicht am:
10. 07. 2018
17:38 Uhr

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10. 07. 2018
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