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Kronach

Damit die Feuerwehr auch sicher ankommt

Wenn es brennt, muss es schnell gehen. Doch dies birgt Risiken. Nun nahmen 21 Florianasjünger an einem speziellen Fahrtraining teil. Denn auch am Steuer gilt: Übung macht den Meister.



Bevor es los ging, gab es für die Feuerwehrleute noch eine theoretische Einweisung. Foto: Matthias Schuhbäck  

Kronach/Berg - 21 Feuerwehrmänner und -frauen aus neun Feuerwehren des Landkreises haben kürzlich ein Fahrsicherheitstraining für Fahrer von Feuerwehrfahrzeugen in Berg, Landkreis Hof, absolviert. Hier galt es, Gefahrensituationen rechtzeitig zu erkennen, einzuschätzen und das Fahrzeug sicher zu führen.

Die Teilnehmer

Sie nahmen am Fahrsicherheitstraining teil: Rene Wiedel, Mario Küpferling (Feuerwehr Schnaid), Daniel Müller, Thomas Baierlipp, Michael Mark, Justine Hofmann (Feuerwehr Glosberg), Kerstin May, Kevin Schwägerl, Steffen Wunder, Fabian Wunderlich (Feuerwehr Steinwiesen), Johannes Hiesl, Alexander Stegner, Sebastian Kolb (Feuerwehr Schmölz), Michael Wunder, Thorsten Schuberth (Feuerwehr Nordhalben), Sebastian Heim (Feuerwehr Haßlach), Michael Beetz, Florian Kleine-Herzbruch (Feuerwehr Haig), Bastian Fischer, Andreas Kießling (Feuerwehr Burggrub) und Oliver Stauch von der Wehr Tettau.


Im letzten Jahr waren die Feuerwehren des Landkreises bei annähernd 1500 Einsätzen unterwegs. Bei einer Vielzahl von Einsätzen mussten die Fahrzeugführer mit Sonder- und Wegerechten zum Einsatzort fahren, denn es war höchste Eile geboten. Menschenleben oder bedeutende Sachwerte waren in Gefahr.

Diese Einsatzfahrten stellen aber auch für die Fahrzeugführer eine besondere Herausforderung dar, denn es soll zwar schnell gehen, aber weder die Besatzung noch andere Verkehrsteilnehmer sollen geschädigt oder gefährdet werden. Nicht immer ist es leicht, im dichten Straßenverkehr oder bei wechselnden Witterungsverhältnissen das Fahrzeug sicher zu beherrschen. Die Fahrzeugführer tragen hier große Verantwortung für alle Beteiligten im Straßenverkehr.

Dank der Unterstützung des bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes ist es den Feuerwehren möglich, spezielle Fahrsicherheitstrainingseinheiten auf einem abgesperrten Gelände, unter Aufsicht von geschulten Instruktoren, zu absolvieren.

Einen ganzen Tag lang lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Risiken des Straßenverkehrs richtig einzuschätzen, das Verhalten der Fahrzeuge in Grenzsituationen zu kennen, um schließlich Gefahren besser vermeiden zu können. Trotz der mittlerweile hoch technisierten Fahrzeuge lassen sich die Gesetze und die Grenzen der Physik, insbesondere der Fliehkräfte, nicht überlisten.

Zu Beginn der Schulung galt es, einige grundsätzliche theoretische Ausbildungsinhalte abzuarbeiten. Nur wer im Fahrzeug eine richtige Sitzposition einnimmt, kann auch sicher fahren. Weiter zeigten die Ausbilder den Teilnehmern Grundlagen der Fahrphysik, wie Reibungswert der Fahrbahnoberfläche oder der Seitenführungskräfte der Fahrzeuge, auf.

Den Schwerpunkt der Ausbildung bildete jedoch ein gut fünfstündiger Praxisteil. Die Floriansjünger mussten ihr Fahrzeug zunächst optimal auf sich selbst einstellen und hatten anschließend Gelegenheit, sich mit den Abmessungen Ihrer Fahrzeuge bestens vertraut zu machen, indem ein Hindernisparcours mit verschiedenen Aufgabenstellungen durchfahren werden musste. Das Fahren mit einem Einweiser war für viele eine neue Erfahrung. Genauigkeit stand hier im absoluten Vordergrund.

Danach sollte es aber dann richtig zur Sache gehen. Es galt Ausweichmanöver auf trockener, nasser oder teils trockener/nasser Fahrbahn zu meistern oder Gefahrenbremsungen bei wechselnden Fahrbahnbeschaffenheiten durchzuführen. Das richtige Bremsen auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen oder Glatteis muss gelernt sein, so die Ausbilder. So mancher staunte nicht schlecht, als sich sein Fahrzeug anders verhielt als gedacht.

Die Lehrgangsteilnehmer, darunter zwei Feuerwehrfrauen, waren sich einig, dass die investierte Freizeit sehr gut angelegt gewesen sei. Großes Lob gab es auch für die Ausbilder und Schulungsleiter, die selbst bei der Feuerwehr sind und so vollkommen zielorientiert und praxisnah ausbilden können.

Autor

Matthias Schuhbäck
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
30. 09. 2019
17:52 Uhr

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Matthias Schuhbäck

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Veröffentlicht am:
30. 09. 2019
17:52 Uhr



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