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Kronach

Dank an die treuen Urgesteine

Der Wallenfelser Heimat- und Wanderverein "Frankenlust" wird heuer 100 Jahre alt. Einer, der fast schon sein ganzes Leben dabei ist, ist Elmar Schlee.



Ehrungen führte der Heimat- und Wanderverein "Frankenlust" Wallenfels im Rahmen seiner Jahresversammlung durch. Das Bild zeigt (von links) Vorsitzenden Josef Schlee, Hans Förner, Uwe Eger, Andreas Stumpf, Hans Weiß, Karin Gleich, den neuen 2. Vorsitzenden Maximilian Zeitler, Elmar Schlee und Bürgermeister Jens Korn. Foto: Hans Franz  

Wallenfels - Bereits auf sein 100-jähriges Bestehen kann in diesem Jahr der Heimat- und Wanderverein "Frankenlust" Wallenfels zurückblicken. Wie jetzt in der Jahresmitgliederversammlung festgelegt wurde, wird dieses Ereignis aber nicht gesondert gefeiert, sondern es wird in das traditionelle Bergfest mit eingebunden. Diese beiden Anlässe werden heuer am Sonntag, 4. August, bei der vereinseigenen Wanderhütte am Herrgottswinkel begangen.

Die Wanderhütte

Die Wanderhütte am Herrgottswinkel ist von der Stadtmitte Wallenfels rund zwei Kilometer entfernt. In der urigen Hütte haben rund 60 Personen Platz. Im Außenbereich sind weitere Sitzmöglichkeiten. Die Einkehrstätte eignet sich gut für Wandergruppen, Busse und Familienfeiern. Geöffnet ist vom 1. Mai bis 30. September täglich - außer Montag - ab 14 Uhr. Ab Oktober nur an Sonn- und Feiertagen oder auch nach Vereinbarung.


Bürgermeister Jens Korn bezeichnete diese Einkehrstätte als ein Wahrzeichen der Stadt Wallenfels. Immer wieder seien dortige Besucher und Gäste von diesem Kleinod hellauf begeistert. Er sei deshalb dem Heimatverein mit seinen vielen Helfern dankbar, weil sie dieses beliebte Ziel und den dazugehörigen Außenbereich mit bemerkenswerten Gemeinschaftsleistungen instand halten.

Wie dem Rückblick des Vorsitzenden Josef Schlee zu entnehmen war, sind im vergangenen Berichtszeitraum wieder zahlreiche Arbeitseinsätze getätigt worden. So seien drei Sitzbänke und ein Kompostbehälter angefertigt worden. Optimal gelungen sei die Erweiterung des Parkplatzes. Während hierbei Werner Sünkel unentgeltlich tätig war, habe die örtliche Baufirma Walfried Schmittnägel Maschinen und Betriebsstoffe kostenlos zur Verfügung gestellt. Durchgeführt wurden Baumfällungen und Rodungen. Es sei unter anderem ein Regenwasser-Auffangbehälter angeschlossen, der Kreuzsockel repariert, ein Kompostbehälter angefertigt und der Bewuchs am Parkplatzdamm entsorgt worden. Ausgedünnt worden sei der Grenzbewuchs mit einer widerspenstigen Weißdornhecke. Erstmalig sei wieder ein Weihnachtsbaum mit Beleuchtung im Außenbereich aufgestellt worden.

Bedauert wurde vom Vorsitzenden, dass ein zunächst aussichtsreich erscheinender Zuschuss für die Streuobstwiese nach der Besichtigung durch den Landschaftspflegeverband abgelehnt worden sei. Von den gesellschaftlichen Ereignissen nannte der Vorsitzende das unvergesslich verlaufene Bergfest, zu dem wieder viele Auswärtige und Einheimische gekommen waren. Hinsichtlich eines Anfang Dezember erfolgten Einbruchs in der Wanderhütte, bei dem ein Fenster ausgehebelt und beschädigt wurde, sprach Josef Schlee von "anständigen Einbrechern". Diese hätten nämlich nur drei Euro - ansonsten weiter nichts - entwendet. Ärgerlich sei die Sache aber allemal.

"Der Verein und unsere einzigartige Anlage lebt größtenteils vom Zutun seiner Mitglieder, Freunde und Gönnern sowie von Zuwendungen der heimischen Geschäftswelt." Damit sprach der Vorsitzende seinen Dank einen großen Personenkreis aus. Besonders nannte er die zuverlässige Hüttenwirtin Hilde Gleich und deren Team sowie die Stadt Wallenfels. Hierzu ergänze Bürgermeister Jens Korn: "Wo die Stadt Wallenfels dem Verein helfen kann, da hilft sie auch. Schließlich liegt uns der Herrgottswinkel sehr am Herzen."

Vor dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden hatte Schriftführerin Tanja Kotschenreuther das Protokoll der jüngsten Zusammenkunft verlesen, Kassierer Dieter Wunner die Einnahmen und Ausgaben aufgezeigt und die Prüfer Burkhard Zeuß sowie Peter Hänel die tadellose Führung der Finanzen bestätigt. Bestätigt wurden auch für ein weiteres Jahr die bisherigen Ausschussmitglieder Birgit Gmelch, Hilde Gleich, Karin Gleich, Peter Hänel, Christan Kotschenreuther und Burkhard Zeuß. Für Andreas Müller und Rudi Schmidt gehören neu diesem Gremium Andreas Gleich und Dominik Göppner an. Neu gewählt werden musste für den verstorbenen Harald Tragelehn ein stellvertretender Vorsitzender. Diese Nachfolge tritt Maximilian Zeitler an.

Bei den Ehrungen ragte zwar die Auszeichnung für den 88-jährigen Elmar Schlee für eine inzwischen bereits 70-jährige Vereinszugehörigkeit heraus, aber auch Hans Förner und Andreas Stumpf halten der "Frankenlust" schon seit 65 Jahren die Treue. Für eine 50-jährige Mitgliedschaft wurde Hans Weiß sowie für eine jeweils 25-jährige Zugehörigkeit Karin Gleich und Uwe Eger geehrt.

Schnell beendet war die Frage nach einer Erhöhung des Jahresmitgliedsbeitrags. Dieser bliebt mit neun Euro unverändert.

Autor

Hans Franz
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Veröffentlicht am:
09. 01. 2019
12:46 Uhr

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09. 01. 2019
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