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Kronach

Der Maxschacht wird gesichert

1955 war der Schacht in Stockheim neben einem Fußballtor eingebrochen. Nun wollen die Behörden handeln und ihn erneut mit Beton verschließen.



Neben dem Fußballtor des FC Stockheim ist im Frühjahr 1955 der Schacht der Maximiliangrube eingebrochen.   » zu den Bildern

Stockheim - Für den ehemaligen über 400 Jahre alten Stockheimer Steinkohlenbergbau - 1968 schloss endgültig die Katharinazeche - hat das Bergamt Nordbayern umfangreiche Absicherungs- und Sanierungsmaßnahmen in Millionenhöhe für die nächsten Jahre vorgesehen. Kosten entstehen der Gemeinde Stockheim dadurch nicht. Während im September 2018 das Mundloch des 1100 Meter langen Maximilian-Erbstollens - er entwässert mehrere Bergwerksanlagen - am Haßlachfluss saniert wurde, steht nun die Steinkohlengrube "Maximilian" (1855 -1911) im Blickpunkt.

Nachdem die etwa 300 Meter tiefe Schachtanlage - sie wurde nach der Schließung aufgefüllt - im Frühjahr 1955 völlig überraschend neben dem Fußballtor des 1. FC Stockheim eingebrochen war und zwei Bergleuten das Leben kostete, sieht nun das Bergamt Nordbayern Handlungsbedarf. Zwischenzeitlich wurden geophysikalische Untersuchungen sowie anschließend drei sechs bis acht Meter tiefe Rammkernbohrungen durchgeführt und die Lage der Abdeckplatte und des Schachtes recht genau ermittelt. Das Ergebnis: Die Abmaße des Maxschachtes betragen bis zu einer Tiefe von 15 Meter 7,3 Meter Länge und 2,8 Meter Breite. Außerdem verfügt er über ein bogenförmiges Mauerwerk. Die im Jahr 1975 eingebaute Abdeckplatte aus Beton ist etwa 8,3 Meter lang und 5,7 Meter breit.

In Hinblick auf die Bauart, die Größe und die Gründung entspricht die Abdeckplatte nicht dem heutigen Stand der Technik. Das Bergamt Nordbayern hat daher festgelegt, dass der Maxschacht mit einem neuen, dem Stand der Technik entsprechenden, Verschluss zu versehen ist. Dieser Verschluss kann aus einer Betonplombe, einer neuen Betonplatte oder einer Betonverfüllung des Schachtes im tagesnahen Bereich bestehen. Welcher Verschluss der geeignetste ist, wollen die Experten mithilfe einer Bohruntersuchung festlegen.

Die Strategie der Fachleute sieht Folgendes vor: In den Schaft wird mit speziellen Geräten ein Hohlraum gebohrt. Das Bohrgerät wird hierbei auf einer massiven, ebenerdigen, den Maxschacht ausreichend überspannenden Arbeitsbühne stehen.

Mittlerweile haben Fachleute der sächsischen Spezialfirma Golho aus Halsbrücke eine etwa fünf Meter breite und zehn Meter lange, tonnenschwere Arbeitsbühne auf drei Doppel-T-Träger vor dem Eingang der Schützenhaushalle in Stockheim verlegt.

Im nächsten Jahr erfolgen dann - so die weitere Planung - umfangreiche Arbeiten im Schachtbereich. Rechtzeitig zum Stockheimer Schützenfest werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

Autor

Gerd Fleischmann
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
18:24 Uhr

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Autor

Gerd Fleischmann

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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
18:24 Uhr



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