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Kronach

Der mit dem Bürgermeistergen

Der Sozialdemokrat Oliver Kern bewirbt sich um das höchste Amt in der Marktgemeinde. Seine Genossen bescheinigen ihm Kompetenz. Er selbst setzt auf Nachhaltigkeit.



29 Jahre alt und frisch verheiratet ist der junge Bürgermeisterkandidat Oliver Kern (Sechster von links). Das Bild zeigt ihn mit Ehefrau Nina sowie (von links) den Marktgemeinderäten Ralf Holzheimer und Markus Limmer, Heinz Köhler, Ralf Pohl und den Eltern Angela und Jürgen Kern (rechts). Foto: Maria Löffler  

Mitwitz - "Er kann mit Menschen." Das jedenfalls behauptete der SPD-Altlandrat Heinz Köhler von Oliver Kern, der mit gerade einmal 29 Jahren der Hoffnungsträger der Mitwitzer SPD auf das Bürgermeisteramt ist. Am Freitag wurde er einstimmig nominiert (die NP berichtete ). Kern, der kürzlich erst geheiratet hat, stamme aus einer "alten sozialdemokratischen Familie" und trage das "Bürgermeistergen" in sich. Er selbst sei bereits seit zehn Jahren Mitglied in der SPD.

Oliver Kerns Urgroßvater war selbst in den 60er und 70er Jahren Bürgermeister und sein Vater ist schon lange 2. Bürgermeister in der Marktgemeinde. Köhler lobte den jungen Kandidaten als jemanden, der wegen seines Zivildienstes beim Arbeiter-Samariterbund und seines Versicherungswirtschafts-Studiums über den Tellerrand hinausblicke. Dabei sei er aber immer ein Mitwitzer geblieben. Das sei deshalb so wichtig, weil man einerseits mit anderen Menschen zusammenkomme, dies aber gleichzeitig vor dem Hintergrund der heimatlichen Gegebenheiten reflektieren könne. "Gleichzeitig zeigt seine Zivildiensttätigkeit, dass er vor allem mit schwächeren Menschen in unserer Gesellschaft Erfahrung gesammelt hat."

Köhler gingen die Argumente aber nicht aus. "Ein Bürgermeister muss mit den unterschiedlichsten Menschen auskommen, egal ob sie jung, alt, weiblich oder männlich sind. Das ist das A und O. Die Leute wollen angenommen sein und ein Bürgermeister muss zuhören können. Das kann Oliver sehr gut." Außerdem sei er noch jung, aufgeschlossen, mit den örtlichen Problemen bestens vertraut und er habe die Zukunft fest im Blick. "Und er ist in seiner Heimatgemeinde fest verwurzelt."

"Ich bin mir meiner Verantwortung mehr als bewusst, dennoch überwiegt die Freude. Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben." Oliver Kern gab sich selbstbewusst, weltgewandt und zielorientiert. Er meinte: "Ich will nicht alles ändern, denn vieles ist schön, so wie es ist. Dennoch kann man einige Dinge verbessern." Er sei mit den Jahren immer wieder zu den zwei selben Entschlüssen gekommen: "Einerseits können wir stolz auf unsere Heimat sein und auf die Möglichkeiten, die uns unsere Marktgemeinde bietet. Andererseits dürfen wir uns nicht vor den Herausforderungen scheuen."

Hier zählte er eine stärke Bindung von Jugendlichen an die Region, ein schönes, altersgerechtes Wohnen, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie den nachhaltige Umgang mit Ressourcen dazu.

Bewusst Verantwortung übernehmen wolle er und ihm sei es wichtig, Bürger stärker in die kommunalen Geschehnisse einzubinden. "Hier sehe ich die Marktverwaltung in der Pflicht. Ich stehe für die Einführung einer monatlichen Diskussionsrunde in jeweils einem anderen Ortsteil, um Ideen und Pläne zu diskutieren und zu optimieren. Auch für Neues werde ich offen sein."

Kern sprach über die Zukunft, die abhängig von der nächsten und übernächsten Generation sei. Sein Ziel wäre es, diesen Kindern eine glückliche und unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. "Mir geht es nicht darum, Gründe zu suchen, warum es manche Freizeitmöglichkeiten nicht mehr gibt, sondern vielmehr darum, etwas aufzubauen, anzupacken und Hebel in Bewegung zu setzen. Wichtig ist mir hier vor allem das Thema Nachhaltigkeit, sei es bei der Verwendung von Materialien oder der Bauweise." Öffentliche Gebäude wolle er mit Photovoltaikanlagen ausstatten, um ein Stück weit autarker zu werden. Weiter möchte er sich um die Nachfolge eines Hausarztes kümmern. Auch den sukzessiven Ausbau des Busnetzes für mehr Mobilität und Flexibilität im Alter wolle er auf seine Agenda setzen. Dadurch steige die Attraktivität des Standortes. Bestehende Projekte wolle er konsequent und zielorientiert zu Ende bringen. "Bei mir geht Qualität vor Quantität."

SPD-Kreisvorsitzender Ralf Pohl sicherte Kern die Unterstützung des Kreisverbandes zu und freute sich über einen dynamischen Kandidaten. "Wir ziehen alle an einem Strang und alle in die gleiche Richtung."

Autor

Maria Löffler
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Veröffentlicht am:
19. 05. 2019
13:32 Uhr

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Maria Löffler

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19. 05. 2019
13:32 Uhr



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