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Kronach

Die Nachricht vom Retter der Welt

In der Herz-Jesu-Kirche in Pressig bieten Kinder eine besonders nachdenkliche Inszenierung der Weihnachtsgeschichte. Der Musikverein begleitet sie musikalisch.



Mit einem beeindruckenden Kinder-Krippenspiel überzeugten die kleinen Schauspieler mit gut einstudierten Rollen und versetzten die Kirchenbesucher in die Geschehnisse im Stall von Bethlehem. Foto: Karl-Heinz Hofmann  

Pressig - Mit der Kinder-Krippenfeier in der Herz-Jesu-Kirche Pressig erfreuten 18 Kinder, unter Leitung der Lehrerinnen der Grund- und Mittelschule Pressig, Martina Müller und Petra Scherbel, die Kirchenbesucher am Heiligabend. "Fröhliche Weihnacht überall!" Unter diesem Motto präsentierten die kleinen Schauspieler die Weihnachtsgeschichte und beeindruckten ihr Publikum mit ihren gut einstudierten Rollen. Unterstützt wurde das Kinderkrippenspiel von Gemeindereferent Andreas Roderer und durch den Musikverein Pressig, Leitung Roland Kopp.

Weihnachten ist das Fest der Freude über die Geburt des "Retters der Welt", der diese Welt so sehr verändert hat. Die Krippenspieler wollten mit ihrem Spiel etwas von dieser Freude transportieren. Während der Adventszeit hatten sie deshalb an den Samstagen ihre freie Zeit geopfert und eifrig für den großen Tag geübt. Das diesjährige Krippenspiel begann mit einem Akkordeon-Spieler und Musiker, der davon sang, dass er erst noch "Die Welt retten müsse", bevor er zur Verabredung käme. Darüber waren die Engelchen, die das Geschehen von oben beobachteten, sehr erstaunt. Der? Der Retter der Welt? Das sei doch wohl ein anderer gewesen!

Doch der Musikant wunderte sich darüber, dass die Menschen nur noch durch die Weihnachtszeit hetzten und kein Interesse am Singen hatten. "Wie soll da nur Weihnachten werden?", fragte er sich traurig. Da schritten die Engelchen ein und leiteten über zur eigentlichen Geschichte von der Geburt Jesu vor über 2000 Jahren.

Der Engel Gabriel erschien Maria und brachte ihr die frohe Botschaft, dass sie ein Kind von Gottes Gnaden erwarten sollte, das einmal die Welt retten sollte. Maria heiratete ihren Mann Josef und zog mit ihm auf dem beschwerlichen Weg in seine Geburtsstadt Bethlehem, denn der Kaiser Augustus hatte eine Volkszählung befohlen. Dort angekommen fanden sie jedoch keine freie Herberge. Die Wirte waren nicht gerade freundlich zu ihnen. Nur einen Platz in ihrem Stall bot eine mitfühlende Wirtin dem jungen Paar an, denn Maria sollte bald ihren Sohn gebären. Die Hirten auf dem Feld erfuhren die Kunde von der Geburt Jesu durch die jubilierenden Engel, und so zogen sie zusammen mit ihren wenigen Habseligkeiten und ihren Schafen zur Krippe, fanden dort das Kind und sangen ihm ehrfürchtig Schlaflieder. Auch die Wirte, der Trommler, der Kaiser und der Musikus, der die Weihnachtsgeschichte genau verfolgt hatte, kamen hinzu. Mit einem leisen Gitarrenstück, Akkordeonklängen ("Leise, leise", "Ihr Kinderlein kommet") huldigten sie dem neu geborenen Gottessohn.

Dem Mann war die Botschaft der Weihnachtsgeschichte klar geworden: "Ach, ich verstehe: So war das damals, liebe Leute. Und deshalb feiern wir Weihnachten heute. Vor vielen Hunderten von Jahren durften die Menschen erfahren: Jesus ist auf die Erde gekommen und hat sich uns Menschen angenommen. Weihnachten kann auch heute geschehen, wie vor 2000 Jahren, das habt ihr gesehen." Und der Erzengel Gabriel bekräftigte: "Seine Liebe erwachte im Stall zum Leben und wurde von dort immer weiter gegeben. Über Berge und Hügel, durch Städte und Straßen, wo Menschen beieinander saßen." Zum Schluss sangen die Krippenspieler gemeinsam das Lied "Wo der Himmel und die Erde sich berühren, kann ein Mensch die Liebe (den Frieden/die Freiheit) spüren".

In seinem Friedensgruß machte Gemeindereferent Andreas Roderer auf Weihnachten als das Fest des Friedens aufmerksam. Jeder Mensch habe hier und jetzt die Möglichkeit diesen weihnachtlichen Frieden anderen zu schenken.

Jeder habe die Möglichkeit sein Herz frei zu machen von allem Zorn, von aller Wut und von allen Verletzungen. Mit den Segensworten "die Weihnachtsgeschichte könne auch jedermanns Geschichte sein und jeder könne selber zum Engel des Friedens, zum Hirten oder zum Stern für andere werden".

Mit einem der schönsten aller Weihnachtslieder, "Stille Nacht" endete der Krippenspiel-Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche. Die zahlreichen Kirchenbesucher gingen beeindruckt von diesem nachdenklich stimmenden Krippenspiel nach Hause, um Heiligabend im Kreis ihrer Familien zu feiern.

Autor

Karl-Heinz Hofmann
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
30. 12. 2018
17:14 Uhr

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Karl-Heinz Hofmann

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30. 12. 2018
17:14 Uhr



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