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Kronach

Die Ruine soll einem kleinen Park weichen

Das baufällige Gebäude Kellerstraße 12 in Wallenfels soll abgerissen werden. Was stattdessen auf dem Areal entstehen könnte, dafür werden schon Pläne geschmiedet.



Das baufällige Anwesen Kellerstraße 12 in Wallenfels soll im Zuge der Förderoffensive Nordostbayern abgerissen werden. Stattdessen soll dort eine öffentliche Grünfläche entstehen. Foto: Stadt Wallenfels  

Wallenfels - Die Stadt Wallenfels will das Gebäude Kellerstraße 12 abreißen lassen. Das baufällige Haus konnte noch in die Förderoffensive Nordostbayern aufgenommen werden. Der Abriss und die Neugestaltung der Fläche werden zu 90 Prozent gefördert, hieß es am Montagabend in der Sitzung des Stadtrats. In diesem Bereich soll eine öffentliche Grünfläche mit Wasser und Sitzgelegenheiten entstehen.

Stadtrat in Kürze

Keinen Anklang fand der Vorschlag von Günter Blumenröther (CSU), die Langenau-Straße mit einer neuen Asphaltschicht zu versehen. Die Straße habe einfach nicht die entsprechende Bedeutung für den Verkehr, sagte Bürgermeister Jens Korn.

Im Wallenfelser Freibad gab es in der abgelaufenen Saison einen leichten Besucherrückgang. Knapp 13 000 Gäste wurden registriert. Die Aufbereitung der Filteranlage, die der Bademeister installiert hat, habe sich bewährt, hieß es.

Die Ausschreibung für den Abriss für das neue Feuerwehrhaus ist bis Ende September fertig. Ende Oktober soll der Auftrag vergeben werden, bis Jahresende soll die Maßnahme abgeschlossen sein.

Auf Anfrage von Tina Müller-Gei (CSU) gab der Bürgermeister bekannt, dass die Markierungsarbeiten für Verkehrswege vergeben wurden. Bei der Durchführung sei man vertröstet worden. Man sei aber optimistisch, dass dies demnächst umgesetzt wird.

Gerd Schramm ging auf den schlechten Straßenzustand im Selzachtal ein, wo sich schwere Risse zeigten, die mit Flüssigasphalt geschlossen werden sollten.

Jürgen Fleischer machte auf die Verkehrssituation in der Angerstraße aufmerksam. Dort fahre alles, was Räder habe, sagte er. Insbesondere die Parksituation sei unbefriedigend. Jens Korn meinte, dass man sich in diesem Jahr bereits viermal mit diesem Thema beschäftigt habe. Die schwierige Parkplatzsituation könne die Stadt Wallenfels nicht lösen. Was die Defizite in der Verkehrssicherheit betrifft, müsse gehandelt werden, Parken in der Kurve sei nicht erlaubt. Es sei aber keine Notsituation, die Stadt könne niemandem einen Parkplatz vor der Haustür garantieren. Er bat um Verständnis dafür, dass es deshalb auch keine Anwohnerparkplätze geben werde.

 

Saniert werden soll die Straße zwischen der Kreisstraße und Geußer. Bürgermeister Jens Korn (CSU) informierte, dass man eine Prioritätenliste erstellt habe und dass die Maßnahme in Geußer ganz oben auf der Agenda steht, neben der Fallenholzstraße in Wallenfels und der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Lorchenmühle und der Mittleren Schnaid. Weil es auch das einfachste Vorhaben ist, wurde damit begonnen.

 

Christina Kleinlein-Doppel vom Planungsbüro machte auf den extrem schlechten Zustand der Straße nach Geußer und die nicht ausreichende Fahrbahnbreite aufmerksam. Um diese verkehrssicher zu gestalten, sei eine Breite von 4,5 Metern anzustreben. Die Baumaßnahme erstrecke sich über 148 Meter. Notwendig seien ein Vollausbau mit der Schaffung entsprechender Entwässerungseinrichtungen. Die Proben des alten Asphalts seien leicht belastet. Der Belag müsse fachgerecht entsorgt werden, was allein Kosten von 15 000 Euro verursacht. Der Komplettpreis mit Grunderwerb beträgt 224 000 Euro, eine hohe Förderung wurde in Aussicht gestellt, so dass der städtische Anteil überschaubar bleibt. Im Ort selbst ist die vereinfachte Dorferneuerung geplant, welche nahtlos anschließen kann.

Jens Korn teilte mit, dass das Gebäude Marktplatz 4 Teil der Marktplatzsanierung sei. In den vergangenen Jahren sei dort einiges passiert. Ziel sei eine Wiederbelebung der Ortsmitte. Im ersten Schritt habe man mit dem Abriss von Gebäuden die Voraussetzung dafür geschaffen.

Rene Rissland vom Büro SRAP sagte, dass man sich intensiv mit dem Gebäude auseinandergesetzt habe. Schaffen will man zwei kleine Wohnungen für junge Leute. Aufgrund der engen Platzverhältnisse will man einen funktionalen Kern in der Mitte des Hauses schaffen. Die Gauben könnten eingespart werden, es müssten nur neue Dachfenster eingebaut werden. Im Außenbereich sei eine "wallende" Fassade mit Holz vorgesehen. Im Erdgeschoss soll die Tourist-Information besser an den Marktplatz angebunden werden. Das Haus soll mit einer Pelletheizung betrieben werden. Die Kosten liegen insgesamt bei 482 000 Euro. "Wir haben uns gegen den Abriss entschieden und müssen jetzt auch die Kosten aufbringen", sagte der Bürgermeister. Über die Förderinitiative Nordostbayern sei eine 90-prozentige Förderung der Sanierung in Aussicht gestellt, bei einem Neubau wäre dies nicht möglich gewesen. Zeitlich sei man im Plan. Wenn der Stadtrat die Entwurfsplanung so genehmige, werde im nächsten Monat die Baugenehmigung eingereicht. Über den Winter könnten die Ausschreibungen getätigt und im Frühjahr pünktlich mit der Maßnahme begonnen werden. Die Bauzeit sollte knapp ein Jahr betragen. Der Stadtrat gab nach kurzer Diskussion grünes Licht dafür.

In der Bürgerspechstunde ging Reinhold Gremer auf die Entwässerung bei der Kreuzung der Kreisstraße Wolfersgrün in Richtung Langenau ein. Das Regenwasser von der Kreisstraße könne man nur dann in den Graben fließen lassen, wenn dieser auch gesäubert und von Bewuchs befreit werde, sagte er. Man verständigte sich darauf, dass sich damit die Bauleitung kurzfristig beschäftigen soll.

Autor

Michael Wunder
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Veröffentlicht am:
17. 09. 2019
15:42 Uhr

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Michael Wunder

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Veröffentlicht am:
17. 09. 2019
15:42 Uhr



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