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Kronach

Drei Seelsorgebereiche wollen kooperieren

Die Türen scheinen offen für eine Zusammenschluss. Ein Treffen der Pfarrei- Vertreter vom Rennsteig, Oberen Frankenwald und Oberen Rodachtal verlief erfolgsversprechend.



Peter Sacher (stehend), Pastoralreferent Harald Ulbich (links) und Dekan Detlef Pötzl gestalten die Strukturreform der Seelsorgebereich mit. Foto: Peter Fiedler  

Teuschnitz - Seit dem Jahr 2016 wird die pastorale Strukturreform im Erzbistum in mehreren Schritten umgesetzt. Derzeit läuft die sogenannte "Findungsperiode" und es hat den Anschein, dass sich drei von sechs Seelsorgebereichen in den Dekanaten Teuschnitz und Kronach zusammengefunden haben und im Rahmen der Reform einen großen Seelsorgebereich bilden wollen.

Dies jedenfalls ist das Ergebnis eines Treffens von Vertretern der Seelsorgebereiche Pfarreienverbund Rennsteig, Oberer Frankenwald und der Pfarreiengemeinschaft Oberes Rodachtal, das kürzlich in Teuschnitz stattfand. Aus dem Oberen Rodachtal war ans Bistum signalisiert worden, dass man sich unter anderem auch eine Zusammenarbeit mit den zwei Seelsorgebereichen im Teuschnitzer Dekanat vorstellen könne. Das Bistum hatte daraufhin angeregt, ein Gespräch zu führen.

Dekan Detlef Pötzl ist nach dem Gespräch jedenfalls zuversichtlich: "30 Vertreter aus den drei Seelsorgebereichen nahmen teil. Es war ein gutes Treffen mit einem lebendigen Austausch und einem guten Ergebnis."

Worum geht es bei der Reform? Die Strukturreform sei zunächst vor allem notwendig, um die Rahmenbedingungen für den Einsatz des pastoralen Personals und für eine kooperative Pastoral festzulegen, erläutert der Dekan. Im Rahmen der Reform sollen die Seelsorgebereiche zu größeren Einheiten von mindestens 12 000 Gläubigen zusammengefasst werden. Mit der Veränderung der kirchlichen Strukturen soll unter anderem eine Entlastung von Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen im Verwaltungsbereich verbunden sein. "Es sollen Synergieeffekte geschaffen werden", so Pötzl. Im Dekanat Teuschnitz wurde im Zuge der Reform ein Projektteam bestehend aus Mitgliedern der beiden Seelsorgebereiche Oberer Frankenwald und Rennsteig gegründet. Der Grundtenor bei den Besprechungen war dabei laut Pötzl, dass man gerne in der "Struktur Dekanat Teuschnitz" mit 20 Gemeinden geblieben wäre. Problematisch war aber, dass man mit 9200 Katholiken die 12 000-er Marke nicht erreichen konnte. Deswegen stellte man einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung bei der Erzdiözese.

Bamberg wies darauf hin, dass der Seelsorgebereich "Oberes Rodachtal" Gesprächsbereitschaft gezeigt habe, mit den beiden Seelsorgebereichen kooperieren zu wollen. Aus dem Seelsorgebereich Oberes Rodachtal, der sich nach einem Meinungsbildungsprozess ebenfalls zur Strukturreform geäußert hatte, seien drei Vorschläge abgegeben worden, ergänzt Pastoralreferent Harald Ulbrich. Darunter war eine Kooperation mit Gemeinden im Landkreis Hof ebenso wie die Kooperation mit den beiden Seelsorgebereichen im Dekanat Teuschnitz; letztere als erste Präferenz. Die Gemeinden Wallenfels und Neufang haben für sich festgelegt, dass eher eine Kooperation mit dem Seelsorgebereich Kronach angestrebt werden soll. Hier stehen noch Verhandlungen an. Die Leitenden Pfarrer der drei Seelsorgebereiche, Pfarrer Richard Reis, Pfarrer Thomas Hauth und Pfarrer Detlef Pötzl, begrüßen die Bereitschaft zur Kooperation, den offenen Austausch und die konstruktive Mitarbeit der Vertreter der verschiedenen Kirchengemeinden. Sie werben dafür, auch die Gemeinden Wallenfels und Neufang in den neuen Seelsorgebereich zu integrieren. "Letzten Endes muss uns allen daran gelegen sein, das, was uns heilig ist, den nachfolgenden Generationen weiter zu geben. Es wird Veränderungen in der Seelsorge geben. Das war aber auch schon immer so, denn nichts ist beständiger als der Wandel", betonte Dekan Pötzl.

Die Leitenden Pfarrer werden nun Kontakt mit Bamberg aufnehmen und schreiben, dass man sich diese Kooperation vorstellen könne. Dadurch werde ein neuer Seelsorgebereich entstehen mit 30 weiterhin eigenständigen Gemeinden. Man werde nun prüfen, wie sich dies auf die Arbeit des pastoralen Personals auswirken werde. "Vorrangiges Ziel ist es, dass wir in unseren Gemeinden weiterhin in den Gottesdiensten und im Alltag den Glauben lebendig feiern", verspricht Harald Ulbrich. "Wir wollen dezentral vor Ort bleiben, aber gemeinsam Aufgaben bündeln", so Pötzl.

Die Neuordnung der Seelsorgebereiche habe zwar direkte Auswirkungen auf das pastorale Personal wie Priester und Pastoralreferenten, die Gläubigen und ehrenamtlich Engagierten werden allerdings weiterhin dazu beitragen, "die Kirche im Dorf" zu lassen, erklärt Peter Sacher vom Dekanatsteam. Er ist sich sicher: "Für die Gremien vor Ort, die Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen wird sich kurzfristig vermutlich wenig ändern, diese sind genauso wichtig wie bisher. Sie werden vielleicht sogar noch wichtiger, um Kirche und das kirchliche Leben im Ort zu gestalten. Dazu sei es notwendig, dem Strukturprozess positiv zu begegnen, Chancen zu sehen und mit Zuversicht den Herausforderungen zu begegnen".

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Peter Fiedler
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Veröffentlicht am:
27. 04. 2018
18:50 Uhr

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Peter Fiedler

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27. 04. 2018
18:50 Uhr



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