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Ebersdorf schafft Platz für Schönes

Alte Brachen werden abgerissen, mehr Platz und neue Bauten geschaffen. Darüber informiert der Bürgermeister in einer Versammlung. Doch er nimmt auch Tipps mit.



Das Areal Ludwigsstädter Straße 4 soll durch die Installation eines Buswartehäuschens und einer öffentlichen Freifläche eine Aufwertung erfahren. Auf einen baldigen Abschluss hoffen (von links) Bürgermeister Timo Ehrhardt und der für die Planung verantwortliche Architekt Julian Schmidt. Foto: Heike Schülein  

Ebersdorf/L. - Am Mittwochabend hat eine Ortsteil-Bürgerversammlung im Sportheim in Ebersdorf stattgefunden. Ludwigsstadts Bürgermeister Timo Ehrhardt gab dabei zunächst einen Überblick über das Erreichte in den vergangenen zehn Jahren und hielt einen Ausblick auf anstehende Maßnahmen. Dabei ging er vor allem auch auf das Erreichte in Ebersdorf ein.

Im Rahmen der Dorferneuerung wurde der Angerplatz in Ebersdorf deutlich aufgewertet. Das Projekt wurde unter anderem durch das Engagement der Projektgruppe "Dorferneuerung Ebersdorf" umgesetzt. Der Freistaat Bayern förderte die Maßnahme über das Amt für ländliche Entwicklung. Dadurch verblieb von den Gesamtkosten von 650 000 Euro ein Eigenanteil von lediglich 140 000 Euro bei der Stadt. Ein Riesenprojekt war auch die im Rahmen der Dorferneuerung möglich gewordene Neuausrichtung des Kinderspielplatzes. Eine komplette Neugestaltung ließ das über 2300 Quadratmeter große Areal wieder zum Spaßparadies werden. Auf die Gesamtkosten von 160 000 Euro erhielt die Stadt einen Zuschuss von 90 000 Euro. Die Fertigstellung wurde im September 2019 mit einem bunten Fest gefeiert.

Die Topographie in Ludwigsstadt bedingt zur Abstützung öffentlicher Verkehrswege eine Vielzahl an Stützmauern. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund zehn Mauern saniert beziehungsweise erneuert (Gesamtkosten: 200 000 Euro), darunter auch die Stützmauer im "Krummen Weg". Mithilfe von FAG-Mitteln konnten rund ein halbes Dutzend Taugwitzbrücken in Ebersdorf erneuert werden.

Der Landkreis hat 2018 die Asphaltsanierung der KC1-Ortsdurchfahrt Ebersdorf abgeschlossen. Dabei wurden die Asphaltschichten komplett erneuert. Im Zuge der Maßnahme wurde auch der Austausch der Wasserleitungsschieber durch die Stadt Ludwigsstadt realisiert. Zudem ist die Stadt kostenmäßig bei der Ertüchtigung der Einmündungen beteiligt. Von den Gesamtkosten 828 000 Euro verblieben bei der Stadt 385 000 Euro. Zudem erfolgten im Straßennetz kleinere Instandsetzungen sowie großflächige Asphaltsanierungen.

Bei der 45 Jahre alten Sport- und Kulturhalle Ebersdorf wurde das Dach gedämmt und unter tatkräftiger Mitwirkung der Ebersdorfer Bürger neu eingedeckt. Die Luftheizung wurde durch eine neue Deckenstrahlheizung ersetzt. Die Kosten von 125 000 Euro hat die Stadt alleine zu tragen. Die Erneuerung des Hallenbodens steht noch an, ebenso die Erneuerung der Bestuhlung und Sanitäranlagen. Für die Zukunft angedacht ist der weitere Abbruch leer stehender Gebäude, um diese einer neuen Nutzung zuzuführen - so auch die Anwesen Ludwigsstädter Straße 18 und 4. Das Areal Ludwigsstädter Straße 4, Nähe Anger, soll durch die Installation eines Buswartehäuschens und einer öffentlichen Freifläche eine Aufwertung erfahren. Man rechnet mit Kosten von gesamt 150 000 Euro. Natürlich könne man nicht alle Leerstände aufkaufen. Bei Interesse an einer Nachnutzung können sich Bürger bei der Stadt melden.

Weiter vorangetrieben wird die Sanierung der Sport- und Kulturhalle Ebersdorf. Die größte anstehende Maßnahme ist der Ausbau der Flurstraße im siebenstelligen Bereich. Hierzu soll im ersten Quartal 2020 eine Bürgerversammlung stattfinden.

Siegbert Tröbs sprach die sich durch die heißen und trockenen Sommer ergebende Problematik hinsichtlich der Löschwasserversorgung an. In den letzten beiden Sommern sei kaum noch Wasser in den Flüssen gewesen. Wäre es zu einem Großbrand gekommen, hätte man das gesamte Wasser von Hydranten nehmen müssen. "Wir werden uns gewaltig umstellen müssen", zeigte er sich sicher und erinnerte sich zurück an einen schlimmen Brand 1971. Damals habe man das Wohnhaus nur durch die Wasserentnahme aus dem Teich halten können. Man sollte daher eine Sanierung des Teichs überdenken.

Hellmut Hugo sprach die aufgrund des eingeschränkten Sichtfelds ungünstige Rechts-vor-Links-Regelung in der Flurstraße an. Ehrhardt zeigte sich dankbar für die Anregungen. Gerade die Sicherstellung der Löschwasserversorgung sei ein wichtiges Thema. Man wird sich mit der Problematik ebenso beschäftigen wie mit der angesprochenen Rechts-vor-Links-Regelung, die man bei einer Verkehrsschau mit der Polizei behandeln wird.

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Heike Schülein
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Veröffentlicht am:
07. 11. 2019
16:08 Uhr

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Heike Schülein

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Veröffentlicht am:
07. 11. 2019
16:08 Uhr



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