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Kronach

Ein Haushalt ohne Schnickschnack

Die Gemeinde Steinwiesen sieht sich auf einem guten Weg und lässt sich auch durch die Corona-Krise nicht ins Bockshorn jagen. So will man weiter mit Maß und Ziel wichtige Investitionen vornehmen.



Steinwiesen - Neben der Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte (die NP berichtete) hat bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Steinwiesen auch der Haushalt 2020 im Fokus gestanden.

Hochwasser-Zonen

Das bayerische Landesamt für Umwelt bzw. das Hochwassermanagement hat ein Informationsblatt herausgegeben, in dem die Anzahl der betroffenen Einwohner für ein normales Hochwasser, dem 100-jährigen Hochwasser und einem 1000-jährigen Hochwasser einzusehen sind. Die Daten sind in der Gemeinde einzusehen, damit die Bürger wissen, in welcher Zone ihr Anwesen liegt und was sie beachten müssen.


Der Haushalt 2020 ergibt derzeit folgende Planwerte: Im Verwaltungshaushalt stehen 6 181 750 Euro zur Verfügung, im Vermögenshaushalt 3 165 150 Euro. Daraus ergibt sich ein Gesamthaushalt für 2020 von 9 346 900 Euro. Dabei wird wieder eine Kreditaufnahme notwendig. Diese liegt jedoch mit 245 000 Euro unter der ordentlichen Tilgung in Höhe von 275 000 Euro.

Neben der normalen Tilgung werden noch Sondertilgungen aus den Stabilisierungshilfen in Höhe von 336 000 Euro abgebaut, sodass sich insgesamt 366 000 Euro als Schuldenabbau niederschlagen. Im Jahr 2020 ist geplant, den Schuldenstand auf rund 4,15 Millionen Euro abzusenken. Dies wäre jedoch ohne Unterstützung der Staatsregierung mit Stabilisierungshilfen nicht möglich gewesen. Hierfür dankte Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) der Regierung.

Als größere Maßnahmen sind für 2020 der Beginn des "KIP-S"-Programms in der Schule Steinwiesen mit Sanierung des Hartplatzes und Pausenhofs, der Architektenwettbewerb für die Kulturhalle, die Dorferneuerung Ringweg Birnbaum (Kurze Seite) und der Beginn des Radwegebaus vom Bad bis Ortsmitte geplant. Außerdem stehen die Platzgestaltung für die Pfarrer-Bayer-Straße 1 und das Gerberhaus, der Erwerb des Anwesens Kirchplatz 1a und der Abriss Neufang 44 an.

In die Jahre gekommen ist auch die Kläranlage in Steinwiesen, hier muss die Elektrik und Steuerung erneuert werden. Eine Kanalbestandsaufnahme, der Restbetrag für die Sanierung Silberbergstraße 1 und Neufang 57 sind ebenfalls aufgelistet. Dazu kommen noch viele kleinere Maßnahmen. Für die Zukunft stehen ebenfalls weitere Investitionen an, die bereits teilweise in der Finanzplanung eingestellt wurden. So sind Sanierungsarbeiten an der alten Turnhalle, am Freibad und an den gemeindlichen Wohnungen geplant. Hinzu kommen der Ausbau der Blumenstraße und Am Gries sowie die Sanierung bzw. der Umbau der Schule Nurn.

Ein besonderes Augenmerk muss in Zukunft auf die Sanierung des Kanal- und Wasserleitungsnetzes gelegt werden. Als Vorausschau gab Geschäftsleiter und Kämmerer Rainer Deuerling bekannt, dass man für 2021 bereits einiges ansetzen könnte. So den Kauf des HLF 20 für die Feuerwehr Steinwiesen, den Bau des Radweges Bad-Ortsmitte und die Kosten für die Pfarrer-Bayer-Straße 1. Für die Folgejahre seien aber genaue Zahlen nicht möglich.

CSU-Fraktionsvorsitzender lobte das Zahlenwerk als solide. "Es wurde alles berücksichtigt, was sinnvoll ist und kein Schnickschnack eingeplant", so Eckert. Vor allem seien alle Ortsteile berücksichtigt worden. In Bezug auf die Finanzplanung müsse man abwarten, wie sich die Corona-Krise auswirke. Jürgen Deuerling, Fraktionssprecher der SPD-Fraktion, betonte zudem, dass man in dieser Legislaturperiode die Schulden gut abgebaut habe. Die künftigen Investitionen seien gut festgeschrieben, aber man könne nach wie vor auf Änderungen eingehen. Es sei ja schließlich nicht alles in Stein gemeißelt. Beide Fraktionen dankten dem Kämmerer Rainer Deuerling und seinem Team sowie Bürgermeister Gerhard Wunder für die professionelle Ausarbeitung des Haushalts. "Wir sind auf einem guten Weg und haben es geschafft, vieles auf den Weg zu bringen, als die Fördertöpfe noch voll waren", betonte der Bürgermeister.

Der Haushaltsplan 2020 mit Haushaltssatzung und Finanzplan und Stellenplan wurde vom Gremium einstimmig genehmigt.

Bürgermeister Wunder (CSU) ging kurz auf die Corona-Krise ein und dankte allen, die sich in dieser schweren Zeit für andere einsetzen. Er betonte wie wichtig es jetzt sei, die einheimische Wirtschaft zu unterstützen. Wunder sagte aber auch, man solle infizierte Mitbürger nicht stigmatisieren und wie Aussätzige behandeln. Die Kranken werden überwacht und seien in häuslicher Quarantäne.

Die Planung für den Mobilfunkmast, den die Telekom in Eigenverantwortung in Nurn baut, ist eingereicht. Die Pachtverträge für die Grundstücke wurden gemacht. Nurn wird nun hier komplett abgedeckt. Die Nachfragen für Neufang und Birnbaum wurden jedoch noch nicht beantwortet.

Der Marktgemeinderat Steinwiesen sprach sich zwar für die Fairtrade Metropolregion aus, man wollte aber nicht offiziell beitreten. Lieber wolle man die heimische Wirtschaft unterstützen. Genehmigt wurden folgende Bauanträge: Überdachung der bestehenden Doppelgarage und Anbau eines Geräteschuppens in Neufang; Errichtung eines Backofens in Neufang; Dachgeschossausbau mit Dachgaubenerweiterung und Dachgaubenaufbau in Neufang.

Autor

Susanne Deuerling
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 05. 2020
13:48 Uhr

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Susanne Deuerling

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04. 05. 2020
13:48 Uhr



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