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Kronach

Ein Heim zieht um

Am Samstag ist das Lucas-Cranach-Haus in Kronach in seinen Neubau "Am Flügelbahnhof" übergesiedelt. Und das in rekordverdächtiger Zeit.



Andreas Teichmann freut sich über den tollen Blick von seinem Balkon über Kronach und die Festung Rosenberg.   » zu den Bildern

Kronach - Für Elmar Bittruf ist es keine große Sache. Der 74-Jährige sitzt am Samstag früh auf gepackten Koffern. "Schon vorgestern habe ich meine Sachen zusammengesucht", verrät er. Dass er wie ein Schiffskapitän als letzter Mann von Bord geht, habe er allerdings nicht gewusst. Der gebürtige Kronacher ist bestens gelaunt und sagt mit einem Augenzwinkern in Richtung von Pflegedienstleiterin Karin Büttner, die laut auflachen muss: "Ich habe es sechs Jahre hier drin ausgehalten." Ist natürlich nur geflachst, er sei immer bestens betreut worden, sagt er. Aber er freut sich, wie alle Bewohner, auf seine neue Wohnung im nagelneuen Seniorenwohnhaus, die er auch schon besichtigt hat.

Dass alles so reibungslos geklappt hat, liegt an der akribischen Planung von Pflegedienstleiterin Karin Büttner. Bis 15 Uhr am Samstagnachmittag hatte man sich für den Transport der Bewohner Zeit gegeben und um 6 Uhr morgens begonnen. Bereits um 10 Uhr war man fertig. "Mein Tourenplan steht schon seit einem halben Jahr", sagt Karin Büttner.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die meisten Bewohner gemeinsam mit ihren Familien oder Betreuern die neuen Wohnungen eingeräumt. "Die Angehörigen haben den kompletten Umzug mit vorbereitet, das war toll", berichtet die Pflegedienstleiterin. Drei Krankentransportwagen und zwei Rettungsdienstwagen vom ASB sowie zwei Busse des Pflegeheims unterstützten den Transport.

Karin Büttner ist voll des Lobes über die gute Zusammenarbeit mit dem ASB und Tourenmanager Benjamin Gehring. Mit den Bewohnern habe es keinerlei Probleme gegeben, und auch das Personal, das am Samstag komplett im Einsatz war, sei perfekt eingetaktet und voll motiviert gewesen.

Andreas Teichmann ist schon seit einigen Stunden im neuen Zuhause und sitzt auf der Terrasse im dritten Stock. Er genießt den Ausblick über die Dächer von Kronach auf die Festung Rosenberg. Hier werde er sich bestimmt oft aufhalten, sagt er. Er freut sich ebenso über das neue moderne Haus.

"Hier im dritten Stock ist unser Penthouse", verrät Sabine Lesch, 2. geschäftsführender Vorstand des Diakonischen Werkes der evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirke Kronach-Ludwigsstadt-Michelau, die die Projektleitung für den Bau hatte. Rund 15 Millionen Euro investierte das Diakonische Werk in dieses Mammutprojekt, das unter anderem eine deutlich höhere Wohnqualität für alle bietet. Sabine Lesch ist erleichtert, dass der Umzug geklappt hat.

Jede Station in dem neuen Gebäude ist gleich aufgebaut, aber zur Orientierung im Treppenhaus in einer anderen Farbe gestrichen. Bis auf zehn Doppelzimmer sind die 120 Bewohner in Einzelzimmern untergebracht. Alles ist barrierefrei. "Es muss sich erst alles einspielen", sagt Sabine Lesch, aber auch sie ist sich sicher, dass das neue Haus mit einer deutlichen Verbesserung für alle - Bewohner wie Beschäftigte - einhergeht.

Eine Vorzeigeeinrichtung ist die neue Küche. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, selbst zu kochen", sagt Lesch. In der Hightech-Küche hat Holger Ständner das Sagen. Bis zu 250 Essen können hier zubereitet werden. "Frisch und Hausmannskost", beschreibt er seine Kochphilosophie für das Seniorenwohnhaus. "Fränkische Hausmannskost, das wünschen sich die Bewohner", verrät er. "Und mindestens zweimal die Woche Klöße, das muss sein, die wollen keinen Schnickschnack."

Auch jahreszeitliche Gerichte wie Kirchweihspeisen, die er im Oktober gekocht hat, etwa Krenfleisch, kommen gut an.

Autor

Peter Fiedler
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
17. 11. 2019
17:02 Uhr

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Autor

Peter Fiedler

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Veröffentlicht am:
17. 11. 2019
17:02 Uhr



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