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Ein Mann der Ordnung

Die Rothenkirchener Pfarrei St.Bartholomäus verabschiedete Kirchenpfleger Hans Möckel. 40 Jahre lang kümmerte er sich vor allem um die Finanzen.



Die Pfarrei St. Bartholomäus Rothenkirchen gratulierte und dankte zwei großen ehrenamtlichen Dienern der Kirche.Im Bild (von links): Pater Helmut Haagen, Wolfgang Romig, Hans Möckel und Generalvikar Georg Kestel. Foto: K.- H. Hofmann  

Rothenkirchen - An seinem 85. Geburtstag ist der ehrenamtlich engagierten Kirchenpfleger Hans Möckel aus seinem Amt feierlich verabschiedet worden. Damit ging in Rothenkirchen eine Ära zu Ende. Über 40 Jahre prägte und lenkte Möckel die Finanzen der Pfarrei St. Bartholomäus Rothenkirchen. Viele Jahre wirkte er auch als Mesner und kümmerte sich um die Vorbereitung von Gottesdiensten, um Ordnung in der Sakristei und im Altarraum und war darüber hinaus auch "Hausmeister des Gotteshauses", erinnerte Pater Helmut Haagen in seinen Dankesworten während der Heiligen Messe am Dreikönigstag.

Passend dazu hatte der Pfarradministrator die Geschenke für Möckel ausgesucht. Einmal ein vergoldetes Schatzkästchen, das die Wertschätzung seiner Schatzmeistertätigkeit ausdrücken sollte, eine Kerze mit persönlicher Widmung und Anerkennung dafür, dass Hans Möckel auch stets ein Mann der Tat war und viele Jahre vor den Gottesdiensten für Kerzenlicht in der St. Bartholomäus Kirche sorgte.

In den vier Jahrzehnten als Kirchenpfleger hatte es Hans Möckel 21 Jahre lang mit Pfarrer Rudolf Montag zu tun, und danach annähernd ebenfalls fast 20 Jahre mit Pater Helmut Haagen als Pfarradministrator. Die Zusammenarbeit mit beiden Geistlichen bezeichnet er als ein gutes Verhältnis. Unter Führung von Pfarrer Montag habe er nicht so viel Verwaltungsarbeit gehabt, viel habe eine Sekretärin abgewickelt. In die Ära fielen etliche Großprojekte wie die Generalsanierung der St. Bartholomäus Kirche im Außenbereich vom Dach mit Fassade und die Innengestaltung, eine Neugestaltung des Kirchenschiffes und des Chorraumes und des Kreuzweges. Etwa zwei Millionen Euro wurden investiert.

Die Kapelle in Friedersdorf musste saniert werden, um sie vor dem Verfall zu schützen. Dabei stellte sich heraus, dass der Eigentümer nicht der Kirchenbauverein Friedersdorf, sondern die Pfarrei Rothenkirchen ist. Also oblag die gesamte Finanzierung der Pfarrei St. Bartholomäus Rothenkirchen.

Es bestanden große Bedenken in der Bevölkerung hinsichtlich der Finanzierbarkeit der anfallenden Kosten von rund 60 000 Euro. Auch darum musste sich Möckel als Kirchenpfleger kümmern. Er sei sehr froh und dankbar, dass dank hoher Eigenleistung und vieler Spender der Bau finanziert werden konnte. Es seien keine Schulden mehr vorhanden, so Möckel.

Eine weitere große Aufgabe war die Generalsanierung des Pfarrhauses. Das Landratsamt wollte Auflagen der Denkmalpflege geltend machen, doch die Kirchenverwaltung verwahrte sich erfolgreich dagegen. Nach der gelungenen Fertigstellung wurde das Gebäude in die Denkmalliste aufgenommen. "Alle Maßnahmen wurden bezahlt und es sind keine Schulden übrig geblieben", betont Möckel. Dabei dankt er dem Architekten Bernhard Wich, dem Erzbistum Bamberg sowie auch den ehemaligen Landrat Oswald Marr, der stets unterstützend und beratend mitwirkte.

Im vergangenen Jahr machte die notwendig gewordene Kindergartenerweiterung großen Wirbel. Weil Marktgemeinde und Ordinariat unterschiedlicher Auffassungen waren, drohte das Projekt zu scheitern, beziehungsweise hätte sich die Marktgemeinde an einen anderen Träger gewandt. Heute sei "Gott sei Dank alles wieder gut", schnauft Möckel durch. Die Planungen hätten ihm viele schlaflose Nächte gekostet.

Dankbar ist er hier dem Architekten Kersten Schöttner und Generalvikar Georg Kestel, dass alles auf einen guten Weg gebracht wurde. Denn einige Zeit habe es so ausgesehen, "als würden hier Freundschaften auseinanderbrechen", beschreibt Möckel die damalige Gefühlslage. Deshalb möchte er sich auch weiter mit Leidenschaft dem Projekt Kindergarten widmen. Es konnten sich alle Beteiligten auf einen gangbaren Weg einigen, so wie es die Vorstellung von Kirchenverwaltung und Marktgemeinderat ist.

Möckels Fazit nach mehr als 40-jähriger Tätigkeit: Er sei ein zufriedener Mensch, der als Kirchenpfleger sein Bestes gegeben habe und immer in guter Zusammenarbeit mit Behörden, dem Erzbistum und der Kirchenverwaltung für das Wohl der Kirchengemeinde da gewesen sei.

An der Verabschiedung von Hans Möckel nahm auch Generalvikar Georg Kestel teil, der die Glückwünsche zum 85. Geburtstag wie auch den Dank des Erzbistums für die 40-jährige Tätigkeit als Kirchenpfleger überbrachte.

Auch Wolfgang Romig feierte seinen 70. Geburtstag am Dreikönigstag. Er war ebenfalls langjährig als Pfarrgemeinderat und in der Kirchenverwaltung tätig und involviert. Auch an ihn ging Gratulation und Dank der Kirchengemeinde.

Die Planungen haben mir viele schlaflose Nächte

gekostet.


zitat

Hans Möckel zur

Kindergartenerweiterung


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Karl-Heinz Hofmann
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Veröffentlicht am:
09. 01. 2019
15:28 Uhr

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09. 01. 2019
15:28 Uhr



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