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Kronach

Ein Weg soll Schmittnägels Namen tragen

Der langjährige Forstamtmann ist 2018 gestorben. Jetzt will die Gemeinde Nordhalben an ihn erinnern.



Michael Pöhnlein  

Nordhalben - Die gute Nachricht setzte Nordhalbens Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) gleich an den Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung: "Wir haben den Bescheid erhalten, dass wir 750.000 Euro Stabilisierungshilfe bekommen." Verwendungszwecke für das Geld gebe es schon: "Die Stabi-Hilfe senkt die Verschuldung. Wir haben unseren Schuldenstand um mehr als die Hälfte reduziert und trotzdem mehr als drei Millionen in die unterschiedlichsten Projekte investiert. Vor uns liegt eine gute Zukunft."

Die weiteren Punkte auf der Tagesordnung bargen wenig Diskussionsbedarf. Unter anderem informierte Pöhnlein über die geplante Begehung der beiden Ortsfeuerwehren am 11. und 12. Juli, jeweils um 19 Uhr. Außerdem müsse man für die Verwaltung eine neue EDV-Anlage anschaffen. "Wir haben heute den Bauantrag für Nordhalben Village bekommen. In diesem Zusammenhang müssen wir noch die Unterschriften der Nachbarn einholen. Das könnte sich als langwierig erweisen, weil einige nicht in Nordhalben oder in der Umgebung wohnen."

Einen neuen Namen bekommt der "Ochsengrundweg": "Peter-Schmittnägel-Weg". "Ich habe lange mit Peter Schmittnägel zusammengearbeitet", sagte Pöhnlein. "Beim Ochsengrundweg war er maßgeblich an der Projektumsetzung beteiligt, die nicht immer einfach war. Außerdem war Schmittnägel jemand, der als Waldpädagoge schon immer viel in der Natur gelehrt hat. Und das lange, bevor es in Mode gekommen ist. Er hat Nordhalben seinen Stempel aufgedrückt. Wir wollen die neue Namensgebung mit einem kleinen Festakt an seinem Todestag feiern." Auch andere Gemeinderäte bescheinigten dem verstorbenen Peter Schmittnägel hohe Sozialkompetenz. Ein Mann mit Ecken und Kanten sei er gewesen, aber jemand, auf den man sich habe verlassen können.

Um die Wegrandpflege drehte sich ein weiterer Tagesordnungspunkt. Ein entsprechender Antrag des Bund Naturschutz lag vor. Die Gemeinde solle die eigenen Wegränder nicht regelmäßig mähen, sondern als Schutz- und Rückzugsgebiete für Tier- und Pflanzenarten erhalten. Hier kam die Versammlung überein, dass man den Antrag zwar zur Kenntnis nehme. Aber: "Biodiversität bedeutet so viel mehr. Wir warten, bis unseres eigenes Konzept erstellt ist und umgesetzt werden kann. Hier nehmen wir dann auch die Wegrandpflege als Bestandteil mit auf," kündigte der Bürgermeister an.

Zwei Inserate werde man im neuen Ortsplan schalten. Die Kosten von 900 Euro sollen aus dem Nordhalben-Fonds kommen, "weil wir das im Haushaltsplan nicht verankert haben". Hier kamen die Räte überein, dass man "touristisch" tätig werden müsse, um Nordhalbens Anziehungspunkte und Attraktionen auch entsprechend zu vermarkten.

Autor

Maria Löffler
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Veröffentlicht am:
03. 07. 2019
17:56 Uhr

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Autor

Maria Löffler

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Veröffentlicht am:
03. 07. 2019
17:56 Uhr



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