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Kronach

Ein bayerischer Löwe für den "Bären aus Tschirn"

Mit Günter Böhnlein verlässt ein Urgestein den Gemeinderat. Zum Abschied würdigte Bürgermeister Klinger noch einmal dessen große Verdienste.



Bürgermeister Peter Klinger dankte mit dem entsprechenden Abstand dem langjährigen Gemeinderat Günter Böhnlein, der sich nach 35 Jahren nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Foto: Michael Wunder  

Tschirn - Die Verabschiedung von vier Gemeinderäten, des Bauhofleiters und des Geschäftsleiters hat bei der letzten Sitzung in dieser Wahlperiode im Mittelpunkt gestanden. Bürgermeister Peter Klinger (CSU) blickte noch einmal kurz auf die in der Wahlperiode umgesetzten Maßnahmen zurück und würdigte in Abwesenheit von drei der vier ausscheidenden Gemeinderäte deren Verdienste.

Aus dem Gemeinderat

Der Bürgermeister informierte, dass Mitarbeiter der Stadt Teuschnitz begonnen hätten, die Betreuung der Kläranlage zu übernehmen. Der Gemeinderat werde sich mit der Anlage in naher Zukunft beschäftigen, da verschiedene Investitionen notwendig seien.

Am 7. und 8. Mai werden die Mängel im Bereich der Teuschnitzer Straße beseitigt. Um die Bodenwellen zu beseitigen, sei eine halbseitige Sperrung notwendig. Man bitte um Verständnis.

Einkaufsfahrten nach Teuschnitz waren in der Corona-Krise für nicht mobile Bürger nicht mehr möglich. Daher habe man in Zusammenarbeit mit dem Frischemarkt Neubauer in Teuschnitz einen Einkaufsservice eingerichtet. Sofia Hofmann habe sich bei der Auslieferung stark eingesetzt.

Gemäß der Zweckvereinbarung mit dem Landkreis Kronach wurde Klaus Völk zum Datenschutzbeauftragten der Gemeinde benannt.


Demnach war Werner Welscher sechs Jahre als Gemeinderat tätig. Erwin Daum brachte es mit einer zwischenzeitlichen Pause auf zwölf Jahre im Gremium. Ebenfalls so lange war Vorarbeiter Thomas Förtsch ohne Unterbrechung dabei.

Rekordhalter ist allerdings das Tschirner "kommunalpolitische Urgestein" Günter Böhnlein, der dem Gemeinderat 35 Jahre ununterbrochen angehörte. Viele richtungweisende Entscheidungen habe er mitgetragen. Darüber hinaus vertrat er 18 Jahre die Interessen von Tschirn in der Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz und war über viele Jahre Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. Bürgermeister Peter Klinger überreichte, wie er sagte, dem "kommunalpolitischen Bären aus Tschirn" einen bayerischen Löwen als Abschiedsgeschenk.

Günter Böhnlein blickte in einer beeindruckenden Rede auf sein "Lebenswerk" zurück. Vor allem in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit sei vieles schwieriger geworden. Er habe manchmal auch die "lässige Atmosphäre" vermisst. "Ich erkenne und akzeptiere die veränderten Zeiten, viele Menschen hätten manches vielleicht anders oder besser gemacht." Dennoch sei auch da einiges vorwärtsgegangen. Beispielhaft nannte er den Radweg, die Dorferneuerung, große Investitionen um die Feuerwehr sowie im Straßenbau. Abschied nimmt mit den heutigen Tag auch Thomas Förtsch als Vorarbeiter. Der Bürgermeister dankte für die vielschichtigen Arbeiten in den letzten Jahrzehnten. Als Dienstältester geht schließlich Geschäftsleiter Thomas Weber in den Ruhestand. Bereits 1975 sei er in den Dienst der Stadt Teuschnitz eingetreten, die Verwaltungsgemeinschaft wurde erst drei Jahre später gegründet. Er habe in all den Jahren für seine Aufgabe als Geschäftsleiter "gebrannt", nahezu an allen Gemeinderatssitzungen sei er als Schriftführer dabei gewesen.

Genehmigt wurden die vorgelegten Maßnahmen des Landschaftspflegeverbandes. Dabei werden insgesamt 4850 Euro investiert, der Eigenanteil der Gemeinde liegt einschließlich der bereits beschlossenen Bärwurzwiesen bei 2653 Euro.

Einstimmig angenommen wurde der Antrag von Christian Alber (AfT), die Beschlüsse der nichtöffentlichen Sitzungen im Mitteilungsblatt zu veröffentlichen. Gemeinderat Günter Böhnlein (CSU) wollte die restlichen Antennenleitungen demontiert haben. Dies werde nach und nach erfolgen, so der Vorsitzende der Antennengemeinschaft Christian Alber.

Derzeit könne er aber nicht viele Mitglieder zu Arbeitseinsätzen bewegen. Die wenigen noch vorhandenen Vereinsmitglieder hätten sich beim Abbau im oberen Dorf eingebracht, er hoffe, dass dies auch bei den restlichen Anlagen so funktioniere.

Autor

Michael Wunder
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Veröffentlicht am:
29. 04. 2020
16:58 Uhr

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Michael Wunder

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Veröffentlicht am:
29. 04. 2020
16:58 Uhr



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