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Kronach

Ein neuer Treffpunkt für Schauberg?

In dem Ortsteil von Tettau könnte ein Gebäude für die Dorfgemeinschaft entstehen. Ein Objekt dafür hat Bürgermeister Peter Ebertsch bereits im Auge.



Das Anwesen "Talstraße 7" in Schauberg soll auf Vorschlag von Bürgermeister Peter Ebertsch zu einem Dorfgemeinschaftshaus umfunktioniert werden. Das Projekt wurde nun für die Förderoffensive Nordostbayern angemeldet. Foto: Veronika Schadeck  

Tettau - Der Marktgemeinderat Tettau will seine Ortsteile aufwerten. Deshalb sollen nun weitere Projekte bei der Regierung von Oberfranken angemeldet werden. Man hofft dabei auf Gelder aus der Förderoffensive Nordostbayern.

Ja zu Baugesuchen

Folgenden Bauanträgen wurde zugestimmt: Firma Morgenthum, Alexanderhütte, Bau einer Lagerhalle; Gemeinde Tettau, Bau eines Bistros am Tropenhaus "Klein Eden"; Firma Gerresheimer, Anbringung einer Lackiermaschine; Familie Karl, Neubau eine Fertiggarage mit Keller.


Konkret handelt es sich dabei um den Abbruch der Anwesen 34 und 36 sowie um das Gebäude in der Langenauer Straße 1 in Schauberg. Außerdem ging es auch darum, das Anwesen Talstraße 7 für eine Umnutzung zu melden. Die Idee von Bürgermeisters Peter Ebertsch (BfT) ist es, dieses Gebäude in ein Dorfgemeinschaftshaus umzugestalten. Zudem soll auch das Gebäude "Am Berg 14" in Langenau abgerissen werden. Dort soll ein "Feiergarten" entstehen.

"Die alten Dinge gehören weg", forderte Willi Güntsch (SPD). Seine Zweifel äußerte er aber an der Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses in Schauberg. Der Ort habe eine schöne Gastronomie, die man erhalten solle. Ebertsch meinte, dass man nie wisse, wie sich ein Wirtshaus entwickle. Außerdem handele es sich hierbei nur um die Anmeldung von Projekten. "Die Gemeinde sollte sich alle Türen offenhalten, zumal man nie weiß, wie lange es diese Förderung gibt", sagte Ebertsch. "Wenn die Schauberger ein solches Haus wollen, dann bekommen sie es."

Zustimmung fand auch das Vorhaben des Bäckermeisters Carsten Löffler. Dieser will seine Geschäftsräume umfunktionieren. Er hofft dabei auf Fördermittel im Rahmen der "einfachen Dorferneuerung" in Kleintettau. "Ich bin positiv angetan", meinte der Bürgermeister. Statt zu jammern, stelle sich der junge Unternehmer dem Wandel.

Der Bäckermeister und Gemeinderat Hubert Ruß (SPD) meinte, dass nicht nur schöne Worte fallen, sondern auch gehandelt werden sollte. Als Beispiel erwähnte er die Einweihung des Grenzdenkmals vergangene Woche und die anschließende Einkehr in der Wanderhütte am Rennsteig. Statt Bratwürste und Semmeln aus der Region zu nehmen, seien Brötchen aufgebacken worden. In die gleiche Kerbe schlug sein Kollege, Bäckermeister Gerhard Löffler (FW). "Wir sprechen von einer Genussregion, und verzehrt werden Teiglinge aus Polen." Der Bürgermeister stellte klar, dass er dem Betreiber der Wanderhütte keine Vorschrift über den Bezug seiner Waren machen könne.

Ohne Gegenstimme sprach sich das Gremium dafür aus, die Putzarbeiten für den Neubau des Feuerwehrhauses an die Firma Hofmann in Ludwigsstadt zu vergeben. Wie Ebertsch erklärte, lagen die Kostenschätzungen bei 13 300 Euro. Abgegeben wurden lediglich zwei Angebote. Das günstigste in Höhe von 21 780 Euro kam von der Firma Hofmann. Ebertsch sprach von einer Bauhochkonjunktur und fehlenden Handwerkern. Er wies darauf hin, dass beim Hofmann-Angebot auch der Innenputz enthalten sei.

Zustimmung fand die Erneuerung der Hardware-Komponenten in der Kläranlage in Sattelgrund. Ebertsch bezog sich bei seiner Begründung auf Stellungnahmen der Klärwärter, in denen von Verschleiß und Defekten der 27 Jahre alten Anlage die Rede ist. Vor der Anschaffung sollte man die Anlage nochmals prüfen, schlug Willi Güntsch vor. Letztendlich sprach sich das Gremium bei einer Gegenstimme dafür aus, den Auftrag an die Firma Seitec aus Oberköditz für 11 890 Euro unter Vorbehalt zu vergeben. Der Vorbehalt deshalb, weil Willi Güntsch als Elektroniker die Anlage nochmal besichtigen wollte.

Ebenso wie andere Kommunen stimmte auch der Markt Tettau dem Beitrag der Kommunalen Zweckvereinbarung für einen gemeinsamen Datenschutzbeauftragten zu. "Mit ist ein großer Stein vom Herzen gefallen", sagte Ebertsch dazu. In diesem Zusammenhang galt sein Dank Landrat Klaus Löffler, dessen Behörde zwei Personalstellen für diesen Bereich schaffen will. Wie bereits berichtet, übernimmt der Landkreis 50 Prozent der Kosten, der Rest entfällt auf die Gemeinden, anteilmäßig nach ihrer Einwohnerzahl.

Einstimmig wurde für die bevorstehenden Kommunalwahlen im März 2020 Katharina Morgenthum als Wahlleiterin bestellt. Ihre Stellvertreterin wird Katharina Stein. Unter Punkt "Sonstiges" kritisierte Hubert Ruß (SPD), dass während der Baumaßnahme an der Staatsstraße am Rennsteig das "obere Dorf" in Tettau von einem absoluten Halteverbot betroffen wurde. Das hatte Nachteile für die ansässigen Geschäftsleute. Er kritisierte die Polizei, die bei parkenden Autos Strafzettel anbrachte. Die Inhaber der Fahrzeuge seien nur wenige Minuten in seinem Geschäft gewesen, um sich Proviant zu holen. Er fragte nach dem Wahrheitsgehalt von Gerüchten, wonach an der gesamten Ortsdurchfahrt ein absolutes Halteverbot angebracht werden soll.

Ebertsch riet, diesbezüglich bei der Polizei oder dem Staatlichen Bauamt nachzufragen. Ihm sei daran gelegen, vor dem Rathaus zwei Parkmöglichkeiten offen zu halten - für die Bürger, die gesundheitlich eingeschränkt seien und zwischendurch im Rathaus Behördengänge erledigen müssten.

Dietmar Schmidt (SPD) sprach die vom Borkenkäfer befallenen Bäume oberhalb der Friedhofshalle an. Die Besitzer sollten zum Handeln aufgefordert werden.

Zudem forderte er den Bürgermeister auf, das Staatliche Bauamt auf die Schäden auf der Staatsstraße 2201 zwischen Alexanderhütte und Sattelgrund aufmerksam zu machen. Das sei mehrmals passiert, antwortete Ebertsch. Er wies darauf hin, dass der Freistaat nur 100 Millionen Euro für den Ausbau von Staatsstraßen ausgebe. Allein die Rennsteigstraße habe Kosten von mehr als zwei Millionen Euro verursacht. Das bedeute, dass nur etwa 50 Staatsstraßen bayernweit saniert werden könnten. Ebertsch: "Das ist nicht viel."

Erfreut war der Bürgermeister, in den Genuss von Fördermitteln nach den Richtlinien für Umwelt- und Verbraucherschutz für Zuwendungen zu wasserrechtlichen Vorhaben zu kommen - und zwar bei der Sanierung von Wasserleitungen in Kleintettau, die bereits vor zwei Jahren durchgeführt wurde. Es handele sich dabei um einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent, erklärte er. Künftig könne man 80 Prozent erwarten.

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Veronika Schadeck
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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
12:32 Uhr

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Veronika Schadeck

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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
12:32 Uhr



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