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Kronach

Ein starker Partner der Natur

Der Arnika-Verein Teuschnitz trägt mit seiner Arbeit dazu bei, ein europaweites Netz für den Artenschutz zu schaffen. Dafür wurde man nun in Bayreuth gewürdigt.



Freuen sich über die Auszeichnung für den Arnika-Verein Teuschnitz (von links): Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Olaf Schmidt, Landtagsabgeordneter Tim Pargent, weiterer Stellvertreter des Kronacher Landrats Bernd Steger, Netzwerkmanager Arnikastadt Oliver Plewa , 2. Vorsitzender des Arnika-Vereins Clemens Richter sowie Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken. Foto: Eva-Maria Herath  

Kronach - Im Beisein von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz sind kürzlich im Landratssaal der Regierung von Oberfranken in Bayreuth drei herausragende Natura- 2000-Partnerschaften mit einem Festakt gewürdigt worden. Aus dem Landkreis Kronach wurde diese Ehre dem Arnika-Verein der Stadt Teuschnitz zuteil.

"Life living Natura 2000" ist ein durch die EU gefördertes Kommunikationsprojekt für das europäische Naturerbe in Bayern. Mit diesem vielseitigen Projekt wird unter dem Motto "Ganz meine Natur" ein deutliches Zeichen für das Engagement zur Erhaltung biologischer Vielfalt in Deutschland gesetzt. Ziel ist es, die Bevölkerung und wichtige Nutzergruppen über das Europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 zu informieren und die Wertschätzung für intakte Natur, artenreiche Landschaften und Ökosystemleistungen in Bayern zu fördern. Jedes Kampagnenjahr ist durch ausgewählte Aktionen gekennzeichnet. 2019 liegt der Schwerpunkt auf Paten- und Partnerschaften von Natura 2000.

In Oberfranken gibt es drei derartige Partnerschaften, die mit gutem Beispiel vorangehen. Für ihr herausragendes Engagement für die Schutzgüter in verschiedenen Natura-2000-Gebieten in Oberfranken würdigte der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber den Arnika-Verein aus der Stadt Teuschnitz, den Forstbetrieb Fichtelberg sowie die Dorfgemeinschaft aus Ehrl bei Scheßlitz. Der im Jahr 2015 in Teuschnitz gegründete Arnika-Verein belebt mit einem breiten Angebot an Veranstaltungen und Workshops althergebrachtes Wissen um die schon im Mittelalter geschätzte Heilpflanze Arnika und setzt sich für den Schutz und Erhalt der Teuschnitz-Aue mit wertvollen Borstgrasrasen und Arnika-Beständen ein.

Der stellvertretende Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg Herr Hertel engagiert sich mit seinen Revierförstern für viele Belange von Natura 2000. Neben Moor-Renaturierungen im Fichtelgebirge gehören der Schutz des Auerwildbestandes am Schneeberg, ein vorbildliches Naturschutzkonzept im Staatsforst und wirksame Öffentlichkeitsarbeit zu den Aufgaben des Forstbetriebs.

Die Dorfgemeinschaft von Ehrl kümmert sich seit Jahrzehnten vorbildlich um eine Fledermauskolonie des Großen Mausohrs im Dachboden ihrer Dorfkirche. Neben ganz profanen Tätigkeiten wie dem jährlichen "Ausmisten" gehören auch Öffentlichkeitsarbeit für Schulkinder und ihr Einsatz für die Fledermäuse im Rahmen der Dorferneuerung zu den vielfältigen Anliegen der Dorfgemeinschaft für "ihre" Fledermäuse.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft haben sich verpflichtet, den drastischen Rückgang der Artenvielfalt zu bremsen und das europäische Naturerbe dauerhaft zu erhalten. Deshalb wurde NATURA 2000 als europaweites Biotopverbundsystem für selten gewordene Lebensräume sowie gefährdete Tier- und Pflanzenarten ins Leben gerufen, bestehend aus Fauna-Flora-Habitat-(FFH-)Gebieten und Vogelschutzgebieten. Insgesamt sind rund 7,2 Prozent Fläche des Regierungsbezirks Oberfranken als Natura 2000-Gebiete nach Brüssel gemeldet worden. Verteilt auf 114 FFH-Gebiete und zehn Vogelschutzgebiete (bayernweit: 746 FFH- bzw. Vogelschutzgebiete auf 11,4 Prozent der Fläche Bayerns).

Hauptaufgabe von Natura 2000 ist die Sicherung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der Gebiete. Zentrales Instrument dafür ist ein Managementplan, den die Naturschutz- und die Forstverwaltung für jedes Gebiet gemeinsam erarbeiten.

Bei der Erstellung der Managementpläne werden alle Beteiligten vor Ort eingebunden.

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Veröffentlicht am:
26. 07. 2019
16:36 Uhr

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26. 07. 2019
16:36 Uhr



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