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Kronach

Eine Bürgerstiftung für Küps

Für das Projekt stellt die Sparkasse 5000 Euro zur Verfügung. Dank weiterer Stifter hat die Einrichtung nun einen Grundstock von 15 000 Euro.



Freude über die von der Sparkasse Kulmbach-Kronach angeregte "Stiftung unser Markt Küps". Die Frauenunion überreichte in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung dafür 500 Euro (von links): Bürgermeister Bernd Rebhan, Pia Rebhan, Silvia Meyer und Ursula Eberle-Berlips. Foto: Rainer Glissnik  

Küps - Mit Freude hat sich die Marktgemeinde Küps hinter die von der Sparkasse Kulmbach-Kronach initiierte "Stiftung unser Markt Küps" gestellt. Das Geldinstitut gab 5000 Euro Startkapital. Weitere Stifter wie die Raiffeisenbank Küps, das Büro Herbert Müller, David Hall, Hans Rebhan, Torsten Schönsee und andere Unterstützer stellten darüber hinaus 10 000 Euro als Grundstock zur Verfügung. Einstimmig wurde dies am Dienstag im Marktgemeinderat beschlossen. Vorstandsmitglied Steffen Potstada und Andreas Schröer von der Sparkasse Kulmbach-Kronach hatten das Projekt in der vorletzten Marktgemeinderatssitzung im nichtöffentlichen Teil vorgestellt. "Die Bürgerstiftung ist eine wichtige Entscheidung für die Zukunft", betonte Bürgermeister Bernd Rebhan. "Die Früchte werden wir erst in vielen Jahren ernten können."

Ein Zuschuss von knapp 100 000 Euro

Die Machbarkeitsstudien für die Anwesen Schernenhaus - Oberes Schloss (Kulmbacher Straße 1) und Weidmannshaus (Marktplatz 6) wurden an das Büro für angewandte Denkmalpflege in Stettfeld vergeben, informierte Bürgermeister Bernd Rebhan. Dazu erhält die Gemeinde einen 90-prozentigen Zuschuss in Höhe von 98 000 Euro. Die jeweiligen Grundstückseigentümer beteiligen sich mit der Marktgemeinde an den restlichen Kosten.

Der Bestattungsvertrag für die gemeindlichen Friedhöfe wurde nach Ausschreibung an die Firma Viessmann (Weißenbrunn) vergeben.

Der Marktgemeinderat stimmte einer Spende von 2000 Euro für den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Küps zu.


Über zu fördernde Projekte entscheidet ein Stiftungsrat, der aus bis zu fünf Personen besteht. Dem Gremium gehören neben Bürgermeister Bernd Rebhan und Torsten Michel von der Gemeindeverwaltung die Marktgemeinderäte Manfred Pauli (CSU), Kerstin Schmidt-Müller (SPD) und Heiko Meusel (FW) an.

"Wir haben im ablaufenden Jahr miteinander viel erreicht", blickte Rebhan in der Jahresschlusssitzung zurück. Zu mehr als 90 Prozent seien einstimmige Beschlüsse gefasst worden. Dies zeige, dass gute Wege eingeschlagen worden seien. 2018 und 2019 sollen drei Straßen saniert werden. Damit habe sich die Marktgemeinde viel vorgenommen, sagte Rebhan. Viele Maßnahmen - von der Schule bis zum Hochwasserschutz - habe man auf den Weg gebracht. Auch im Denkmalbereich bewege sich einiges. Ausdrücklich dankte der Rathauschef den vielen Menschen, die im kommunalen und sozialen Bereich sowie in den Vereinen und Gruppierungen viel für Küps leisteten.

Die große Politik erschüttere derzeit das Vertrauen der Bürger, erklärte 2. Bürgermeisterin Helga Mück (FW). Dagegen herrsche im Küpser Marktgemeinderat trotz mancher Meinungsunterschiede ein gutes Verhältnis. Man ziehe gemeinsam an einem Strang.

2017 sei für den Markt Küps ein Jahr der Zäsur und ein Jahr des Aufbruchs gewesen, erklärte CSU-Fraktionsvorsitzende Ursula Eberle-Berlips. Die Gemeinsamkeiten zwischen Verwaltung und Gremium seien eine wesentliche Aufgabe künftiger Entwicklung. Ohne die Ehrenamtlichen im Markt Küps wäre vieles nicht möglich, betonte sie. Namens der Frauenunion übergab sie einen Scheck über 500 Euro für die neue Bürgerstiftung.

Die kommunalpolitische Bilanz sei sicher positiv, meinte SPD-Fraktionssprecher Dieter Lau. Die vielen Aufgaben seien eine Herausforderung an die Möglichkeiten von Gremium und Verwaltung. Alle seien stark gefordert, verwies er auf das hohe Tempo, das der neue Rathauschef anschlage. Er appellierte an Rebhan, das Tempo etwas herauszunehmen. "Wir haben ein kulturelles und gesellschaftliches Leben, das sich sehen lassen kann", lobte Lau.

Freude herrschte über den Förderbescheid für den Abbruch des alten Vereinsheims und den Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses in Burkersdorf. In der Förderoffensive Nordostbayern wurden Fördergelder von 426 000 Euro bewilligt. Für die einfache Dorferneuerung Burkersdorf ist die Einleitung des Vorhabens erfolgt. Auch private Maßnahmen sind dabei möglich. Rebhan rief die Bürger auf, sich ausführlich damit zu befassen. Anträge könnten ab sofort beim Amt für Ländliche Entwicklung gestellt werden.

Die Gebührensatzung über das Friedhofs- und Bestattungswesen wurde einstimmig geändert. Die Bestattungsgebühren aufgrund der neuen Ausschreibung müssen an die Nutzer weitergereicht werden. Die Grabgebühr beträgt jährlich zehn Euro für das Einzelgrab, 20 Euro für ein Doppelgrab und sieben Euro für ein Urnengrab.

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Rainer Glissnik
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Veröffentlicht am:
13. 12. 2017
13:12 Uhr

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Rainer Glissnik

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13. 12. 2017
13:12 Uhr



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